Sophie von Wessex "Unendlich traurig" über Fehlgeburt

Die Ehefrau des britischen Prinzen Edward, Sophie von Wessex, musste wegen einer Fehlgeburt notoperiert werden. Am Donnerstag war sie wegen starker Bauchschmerzen mit dem Rettungshubschrauber von ihrem Landsitz in Südengland in eine Londoner Klinik geflogen worden.


Sophie und Prinz Edward beim Besuch der Expo 2000
DPA

Sophie und Prinz Edward beim Besuch der Expo 2000

London - Grund für die Operation sei eine ektopische Schwangerschaft gewesen, meldet die britische Nachrichtenagentur PA. Eine so genannte Eileiterschwangerschaft kann dazu führen, dass der Eileiter platzt, dann kommt es zu lebensgefährlichen Blutungen in die Bauchhöhle. Meist wird eine solche Schwangerschaft nach sechs bis acht Wochen entdeckt. Nach der Operation ist es in den meisten Fällen möglich, erneut schwanger zu werden.

"Ich bin natürlich sehr traurig. Es hat einfach nicht sollen sein. Aber es wird sicher noch andere Chancen geben," erklärte die Gräfin von Wessex am Freitag. Prinz Edward sagte: "Jeder, der etwas darüber weiß, dürfte wissen, dass das so ziemlich das Schmerzhafteste ist, was man sich vorstellen kann." Sophie gehe es den Umständen entsprechend gut. Sie werde jedoch voraussichtlich für einige Tage im Krankenhaus bleiben. In britischen Medien hatten Freunde des Paares berichtet, die 36-Jährige sei "unendlich traurig" über den Verlust ihres ungeborenen Babys.

Prinz Edward, 37, und Sophie sind seit zwei Jahren verheiratet und haben bislang keine Kinder. Die Schwangerschaft der Gräfin war bislang nicht bekannt gegeben worden.

Nach der Hochzeit hatte der jüngste Sohn Elizabeths gesagt: "Wir wollen erst mal eine angemessene Zeit haben, um das Eheleben, das Haus, die Ländereien und alles andere zu genießen". Im April dieses Jahres sagte Sophie, sie wolle auf jeden Fall Kinder und schließe auch eine künstliche Befruchtung nicht aus. Sie dementierte auch Gerüchte über Edward: "Ich kann Ihnen versichern, er ist nicht schwul."

Sophie arbeitete nach ihrer Hochzeit weiter in ihrer PR-Firma und sah sich bald Vorwürfen ausgesetzt, sie missbrauche ihre Verbindungen zum Königshaus für persönliche Zwecke. Anfang des Jahres schlug die so genannten "Sophie-Gate"-Affäre hohe Wellen: Unwissentlich hatte sich Sophie von einem verkleideten Journalisten aushorchen lassen und dabei über Spitzenpolitiker und die königliche Verwandschaft gelästert. Das ging der Queen zu weit: Auf Wunsch Elizabeths gab die Gräfin ihre Arbeit auf.



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