Spears' Bekenntnis "Mein Leben ist schlimmer als eine Gefängnisstrafe"

Skandale, Abstürze und nun die Läuterung: Nach massiven psychischen Problemen geht Popstar Britney Spears in die Offensive und spricht in einer TV-Dokumentation über ihr Leben in der Krise.


Hamburg - "Ich habe wirklich gute Tage, und ich habe schlechte Tage", sagt die 26-jährige Sängerin laut dem Magazin "People" in einer 90-minütigen Dokumentation, die am 30. November in den USA auf dem Sender MTV ausgestrahlt werden soll.

Drei Monate lang hatten Kameraleute die Pop-Ikone in ihrem täglichen Leben begleitet. "Ich wollte diesen Film machen, weil ich glaube, nicht richtig wahrgenommen zu werden", so Spears. Sie habe damit eine Möglichkeit, das öffentliche Bild von sich zu korrigieren und darüber zu reden, was sie durchgemacht habe - und welche neuen Ziele sie sich setze.

Im Gegensatz zu einer Gefängnisstrafe, die irgendwann einmal zu Ende gehe, habe sie in ihren schlechtesten Zeiten geglaubt, nie wieder aus dem Tief herauszukommen, erklärt die Musikerin. Ihr sei wie Schauspieler Bill Murray in dem Film "Und täglich grüßt das Murmeltier" zumute gewesen.

Spears musste sich nach ihrem nervlichen Zusammenbruch im Januar in einem Krankenhaus behandeln lassen, nachdem ihrem Ex-Mann Kevin Federline das alleinige Sorgerecht für ihre beiden gemeinsamen Söhne zugesprochen worden war.

Jetzt scheint Selbsterkenntnis angesagt zu sein: "Ich werde für all das noch sehr lange bezahlen müssen", so die Sängerin. Die Tatsache, dass sie noch immer unter der Vormundschaft ihres Vaters steht, scheint Spears zu belasten. "Wenn ich nicht so eingeschränkt wäre wie zurzeit, würde ich mich freier fühlen", so die 26-Jährige. "Wenn ich jemandem sage, wie es mir geht, habe ich das Gefühl, das man mich hört, aber nicht zuhört", so das traurige Fazit.

ala



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