London - Der Ort: historisch. Der Anlass: besonders wichtig. Die Teilnehmer: durchtrainiert und gut gelaunt. Wenn es die Athletenkleidung für die Olympischen Spiele im eigenen Land zu präsentieren gilt, ist das gediegenste Ambiente gerade gut genug. Also lud Designerin Stella McCartney in den Tower of London, um dort die Kreationen zu präsentieren, die britische Athleten bei den Olympischen Spielen (27. Juli bis 12. August) und den Paralympics (29. August bis 9. September) in London tragen werden.
Als Models hatte Modeschöpferin McCartney selbstverständlich Olympioniken verpflichtet - insgesamt 32 Sportlerinnen und Sportler. Unter anderem standen Dreispringer Phillips Idowu, Siebenkämpferin Jessica Ennis und Beachvolleyballerin Shauna Mullin auf der Bühne. Die einzige, die modisch aus der Reihe fiel, war McCartney selbst. Sie trug einen Overall und hochhackige Schuhe.
Sie habe sich bei den Entwürfen vom Union Jack inspirieren lassen, sagte McCartney. "Für mich ist das eine der schönsten Flaggen der Welt, und deshalb war es wichtig für mich, diesem ikonischen Design treu zu bleiben, es aber auch zu modernisieren und auf zeitgemäße Art darzustellen."
Der Union Jack ist rot, blau und weiß - und die Sportleroutfits sind es ebenfalls. Dennoch erkennt man die Flagge nicht unbedingt auf den ersten Blick - denn McCartney hat das Rot ausgelagert. Auf der Brust der Athleten ist zwar ein Ausschnitt der Flagge zu sehen - aber nur in Weiß- und Blautönen. Komplettiert werden die Outifts von roten Elementen wie Kragen oder Socken.
Das Rot sei zwar aus der Flagge entfernt worden, diene aber als Farbakzent, schrieb der "Telegraph". Das Urteil: "Gekonnt, patriotisch - und manchmal extrem eng." Der Zeitung zufolge werden mehr als 900 britische Teilnehmer der Olympischen Spiele und Paralympics mit rund 175.000 Teilen der Kollektion ausgestattet.
ulz/AP
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