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Streit mit Nachbar: Rapper Sido muss 14.000 Euro zahlen

Nach einer Auseinandersetzung mit seinem Nachbarn in einer Berliner Bar muss der Musiker Sido eine hohe Geldstrafe zahlen. Damit wurde der Prozess gegen den 28-Jährigen eingestellt.

dpa

Berlin - Wegen Beleidigung, Bedrohung und versuchter gefährlicher Körperverletzung musste sich der 28-jährige Musiker am Montag vor dem Amtsgericht Tiergarten verantworten. Mit bandagierter linker Hand erschien Sido vor dem Richter, nachdem er sich am Samstag bei Stefan Raabs "Stock Car Crash Challenge" verletzt hatte.

Verhandelt wurde ein Vorfall vom 20. August 2007. Der Musiker soll damals in einer Bar in der Warschauer Straße in Friedrichshain einen Nachbarn beleidigt und bedroht haben. Außerdem wurde ihm vorgeworfen, die Mutter des Nachbarn, eine 69-jährige Rentnerin, mit Pflastersteinen beworfen und ihr gedroht zu haben, sie mit ihrer Krücke erschlagen zu wollen. Sido bestritt in der Verhandlung, mit Steinen geschleudert zu haben. Vielmehr habe er aus "Frust eine Handvoll Kieselsteine" ins Café geworfen.

Wie der Streit mit einem 47-jährigen Mann in der Kneipe wirklich ablief, blieb offen. Der Musiker, der mit HipHop-Hits wie "Mein Block" bekannt wurde und lange Jahre bei dem Plattenlabel "Aggro Berlin" unter Vertrag war, gab zu, dass er manches "überspitzt" formuliere. Man habe sich während der Auseinandersetzung allerdings "hin und her beleidigt".

Der Richter stellte das Verfahren gegen Zahlung von 14.000 Euro ein. Demnach muss der Rapper 12.000 Euro an gemeinnützige Organisationen zahlen. Weitere 2000 Euro gehen an die gehbehinderte Mutter des Nachbarn. "Ich bin froh. Die Sache ist gegessen", sagte der Musiker.

ala/dpa/ddp/AP

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