Stuttgart Polizei stoppt betrunkenen Co-Piloten kurz vor Abflug

Am Stuttgarter Airport wäre beinahe ein alkoholisierter Co-Pilot mit 106 Passagieren an Bord abgehoben. Der Mann saß bereits im Cockpit und bereitete den Flug vor. Auch anderswo trieben Betrunkene seltsame Sachen.

TAP-Flugzeug Flughafen am Stuttgarter Flughafen
imago/ Aviation-Stock

TAP-Flugzeug Flughafen am Stuttgarter Flughafen


Ein Flughafenmitarbeiter des Stuttgarter Airports hat am frühen Freitagabend Luftaufsicht und Polizei verständigt, weil ihm bei einem Piloten "Alkoholgeruch" und ein "unsicherer Gang" aufgefallen waren. Es stellte sich heraus, dass der Mann Co-Pilot in einer Maschine war, die nach Lissabon abheben sollte. Kurz vor dem Abflug wurde der Mann gestoppt.

Der Co-Pilot hatte im Cockpit bereits mit den Vorbereitungen für den Flug begonnen, als die alarmierten Beamten seine Alkoholisierung dann feststellten. Der Flug wurde annulliert, die Fluglizenz des aus Portugal stammenden 40-Jährigen beschlagnahmt.

Die 106 Passagiere, die eigentlich nach Portugal befördert werden sollten, wurden über Nacht in ein Hotel gebracht, weil es zeitnah keine Ersatzcrew gab. Nach Angaben der Fluggesellschaft TAP müssen die Betroffenen wohl bis zum Montag auf einen Ersatzflug nach Lissabon warten.

Fluggast trinkt Weinflaschen am Sicherheitscheck aus

Vergangene Woche hatte bereits ein anderer Betrunkener am Frankfurter Flughafen für Aufsehen gesorgt. Der 67-jährige Mann brachte es nicht übers Herz, den Wein in seinem Handgepäck vor dem Sicherheitscheck wegzuschütten. Er trank die beiden Rotweinflaschen lieber aus.

Als er wenig später auf der Suche nach einer Toilette durch eine Sicherheitstür auf das Rollfeld laufen wollte, nahm ihn eine Streife der Polizei schließlich fest. Laut Bundespolizei droht ihm ein Bußgeld von bis zu 10.000 Euro.

Betrunkener Einbrecher in Unterhose

Im nordrhein-westfälischen Brüggen ist unterdessen ein anderer Betrunkener nur mit einer Unterhose bekleidet in ein Einfamilienhaus eingebrochen - aber wohl nicht, um etwas zu stehlen.

Der 19-jährige Mann sei am Freitagabend zunächst vergeblich versucht, die Terrassentür zu öffnen, teilte die Polizei mit. Dann sei er offenbar in den Gartenteich gefallen und habe sich seine nasse Kleidung ausgezogen. Schließlich habe er mit einer Gasflasche die Scheibe der Terrassentür eingeschlagen.

Die Polizei nahm den Mann daraufhin fest. Eine Alkoholmessung ergab rund zwei Promille. Den Mann erwartet ein Strafverfahren wegen Hausfriedensbruchs und Sachbeschädigung.

ssu/AFP/dpa



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matbhmx 24.03.2018
1. Es ist dann schon Mal ...
... nicht zu verstehen, weshalb auf dem Archivbild ein Flugzeug der Lufthansa zu sehen ist, wenn es um die portugiesische Fluggesellschaft TAP ging.
JJJT 24.03.2018
2. Was ist mit dem Piloten?
Im Artikel wird lediglich auf den wohl angetrunkenen Co-Piloten eingegangen, aber was ist mit dem Piloten? Der hätte dies doch sofort melden müssen und hat mindestens seine Sorgfaltspflicht vernachlässigt
merapi22 24.03.2018
3. Es fliegt zum Glück immer der Autopilot
Der Autopilot steuert das Flugzeug die beiden Piloten sind zur Kontrolle der Systeme an Bord. Kann zur Not auch der Chefpilot, wenn der Co etwas ko durch Alkohol ist. Besser als wenn sich der Copilot einschliesst und das Flugzeug gegen einen Berghang steuert, nachdem er den Autopiloten abgeschalten hatte. Wäre doch besser, der Autopilot hat mehr Kompitenz/Macht und der Mensch sollte nur prüfen aber nicht mehr eigenständig eingreifen dürfen. Mir als Fluggast wäre es lieber und viel sicherer, man würde ganz auf menschliche Piloten verzichten.
newera2100 24.03.2018
4. Pilot (Captain) ist verantwortlich
Als für Flug und Flugzeug Verantwortlicher hätte der Captain ebenfalls suspendiert werden müssen, da er zweifellos bemerkt haben muss dass sein Copilot angetrunken war.
Newspeak 24.03.2018
5. ...
Zitat von merapi22Der Autopilot steuert das Flugzeug die beiden Piloten sind zur Kontrolle der Systeme an Bord. Kann zur Not auch der Chefpilot, wenn der Co etwas ko durch Alkohol ist. Besser als wenn sich der Copilot einschliesst und das Flugzeug gegen einen Berghang steuert, nachdem er den Autopiloten abgeschalten hatte. Wäre doch besser, der Autopilot hat mehr Kompitenz/Macht und der Mensch sollte nur prüfen aber nicht mehr eigenständig eingreifen dürfen. Mir als Fluggast wäre es lieber und viel sicherer, man würde ganz auf menschliche Piloten verzichten.
Sie scheinen ein wenig ahnungslos zu sein. Der Autopilot ist dazu da, das Flugzeug in der Luft zu steuern, wenn es im Prinzip geradeaus fliegt, immer in der gleichen Hoehe, oder eben nach einem festgelegten Programm. Bei Start und Landung fliegt kein Autopilot. Und wird es auch nie.
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