Hamburg - Unzählige Filmstars, Produzenten, Musiker, unbekannte Regisseure und Nachwuchsschauspieler haben den winzigen Skiort Park City im US-Staat Utah in Beschlag genommen: für das Sundance Filmfestival. Alle Örtlichkeiten, die auch nur ansatzweise einem Theater ähneln, werden für Filmvorführungen gebucht. Bars und Restaurants sind voll von Menschen, die über neue Projekte reden oder die kurz zuvor gesehene Filme besprechen.
Die Atmosphäre erinnert ein wenig an das rege Studentenleben auf dem Campus einer Universität. Mentoren und Schüler kommen beim wichtigsten amerikanischen Forum für Independent-Filme zusammen, um zu lernen und zu lehren.
Traditionell entstehen hier auch Fotos der anderen Art: Statt wie sonst vor mit Sponsorennamen vollgekleisterten Aufstellwänden, lassen sich die Stars mal in ungewöhnlichen Posen fotografieren. Schauspielerin Jennifer Hudson macht dem Schrei von Edvard Munch Konkurrenz, Musikerin Alicia Keys setzt sich stimmgewaltig in Szene. Dabei tragen die Damen auch gern lässige Kleidung.
Das Sundance Filmfestival, das 1985 von Oscar-Preisträger Robert Redford ins Leben gerufen wurde und unter anderem Quentin Tarantino und Steven Soderbergh groß rausgebracht hat, ist über die Jahre stetig gewachsen. Waren es im ersten Jahr noch einige Dutzend Filme, wurden in diesem Jahr für das Festival aus 4000 Einreichungen 119 Filme aus 32 Ländern ausgewählt. Regisseure mit geringem Budget haben die Möglichkeit, ihre Werke zu produzieren und zu zeigen.
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