Reichste Frau Deutschlands Susanne Klatten und ihr Mann haben sich getrennt

Die Unternehmerin und BMW-Erbin Susanne Klatten und ihr Mann haben ihre Trennung bekannt gegeben. Ihre Beziehung habe sich über "mehr als 30 gute und spannende Jahre" erstreckt, hieß es. Das Paar hat drei Kinder.

Susanne und Jan Klatten
picture alliance/ Eventpress

Susanne und Jan Klatten


Nach 28 Jahren Ehe gehen die BMW-Aktionärin Susanne Klatten und ihr Mann Jan getrennte Wege. "Wir gehen in Dankbarkeit für die gemeinsame Zeit und in Freundschaft in eine neue Lebensphase", heißt es in einer persönlichen Erklärung des Paares, über die zuerst die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" berichtete.

"Themen im unternehmerischen wie auch im privaten Umfeld werden uns weiterhin verbinden", heißt es in der Erklärung. Insgesamt habe sich ihre Beziehung über "mehr als 30 gute und spannende Jahre" erstreckt. Das Paar hat drei Kinder.

Zusammen mit ihrem Bruder Stefan Quandt ist Klatten Erbin von Johanna Quandt, der Witwe des Industriellen Herbert Quandt. Susanne Klatten gehört ein Anteil von 20,9 Prozent des Automobilunternehmens BMW. Über eine Beteiligungsgesellschaft hält sie Anteile an weiteren Unternehmen. Nach Berechnungen des US-Magazins "Forbes" gilt sie mit einem geschätzten Vermögen von 22 Milliarden Dollar als reichste Frau Deutschlands.

Die gesamte Familie schirmt ihr Privatleben weitestgehend von der Öffentlichkeit ab und gibt kaum Interviews. Susanne Klatten geriet allerdings in den Fokus der Öffentlichkeit, nachdem sie im Jahr 2007 Opfer eines Liebesbetrügers geworden war. Über diesen Fall und den aufsehenerregenden Prozess hat sie sich öffentlich nicht geäußert.

"Ich bin zielstrebig auf ihn zugegangen"

Im Jahr 2015 sprach sie in einem ihrer seltenen Interviews über ihren Reichtum und darüber, wie sie ihren Mann kennengelernt hat. Sie räumte damals mit dem Gerücht auf, ihr Mann habe nach dem Kennenlernen sieben Monate lang nicht gewusst, wer sie sei. "Diese Geschichte war frei erfunden", sagte sie. "Wir wurden uns schon vorgestellt, als ich in der BMW-Zentrale in München in einer Finanzabteilung arbeitete."

Später im Werk Regensburg habe sie den Ingenieur zufällig in der Kantine wiedergesehen. "Also bin ich zielstrebig auf ihn zugegangen und habe mit ihm zu Mittag gegessen, was die ganze Kantine mitbekommen hat. Das wurde interessiert beobachtet."

Ihr Vermögen wertete Klatten in dem damaligen Interview vor allem als große Aufgabe: "Wenn man Mittel in dieser Höhe hat, muss man sich auch darum kümmern. Das ist ja nichts, was man ausgeben kann."

mmq/dpa



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