Klatsch & Knatsch Stolz und Vorurteil

Es geht um Emotionen: Sylvester Stallone ist ein stolzer Papa, Anne Hathaway nahm Chefinnen nicht immer ernst. Und Til Schweiger liefert sich eine Wasserschlacht. Die Promi-Meldungen der Woche.

Sistine, Scarlet und Sophia Stallone im Januar (v.l.)
AFP

Sistine, Scarlet und Sophia Stallone im Januar (v.l.)


Erstaunlich offen hat Prinz William über Gefühle gesprochen: Höflichkeit und förmliche Haltung könnten die Gesundheit beeinträchtigen, sagte der britische Thronfolger. Seinen Kindern - Prinz George und Prinzessin Charlotte - bringe er bei, Emotionen zu zeigen.

Sein Statement ist offenbar Ausdruck eines Wandels im britischen Königshaus. Die Royals reden vermehrt über seelische Probleme und persönliche Schwächen. Prinz Harry etwa bekannte jüngst, wie sehr ihn der Tod seiner Mutter aus der Bahn geworfen hätte.

Auch sein Bruder William äußerte sich ähnlich. Der Tod ihrer Mutter Diana bei einem Autounfall in Paris jährt sich in diesem Sommer zum 20. Mal. Damals war William 15 Jahre alt, Harry zwölf.

Die Rechte von Müttern sind eine Herzensangelegenheit Anne Hathaways. Vor knapp einem Jahr kündigten die Vereinten Nationen an, dass die Schauspielerin Uno-Sonderbotschafterin für Frauen werde. Spezialgebiet: die Sorgen berufstätiger Mütter.

Dabei hat die 34-Jährige das Ziel der Gleichstellung einst selbst torpediert: Nicht immer habe sie Chefinnen ernst genommen. Sie habe sich bei den Dreharbeiten für die Komödie "Zwei an einem Tag" im Jahr 2011 Regisseurin Lone Scherfig widersetzt, sagte Hathaway - und zwar wegen Scherfigs Geschlecht.

Gründlich schief ging eine Kampagne mit Cara Delevingne. Das Ex-Model warb für einen Mascara-Stift der Marke Rimmel in einem britischen TV-Spot - und die Aufnahmen waren offenbar so übertrieben bearbeitet, dass die Werbeaufsicht das Filmchen verbot. Die Retuschen seien zu stark, die Wimpern wirkten unnatürlich voluminös.

Rimmel-Mutterkonzern Coty UK widersprach - vergeblich. Im Modegeschäft läuft es offenbar nicht mehr rund für Delevingne. Vor einiger Zeit hatte die 24-Jährige gesagt, sie wolle sich auf ihre Schauspielkarriere konzentrieren. Das Modeln habe sie krankgemacht.

Für Julia Roberts scheint Model und Schauspielerin eine perfekte Kombination zu sein. Bereits zum fünften Mal kürte die US-Zeitschrift "People" die "Pretty-Woman"-Darstellerin zur schönsten Frau der Welt - und hob sie auf den Titel.

Sie fühle sich "sehr geschmeichelt", ließ die 49-Jährige ausrichten. Sie erlebe im Moment ihre beste Zeit, auch wenn sie schon seit Jahrzehnten in Hollywood erfolgreich sei. Schöner geht's nicht.

Sylvester Stallone dürfte das möglicherweise anders sehen. Jüngst ließen sich seine Töchter Sophia, Sistine und Scarlet für eine Werbekampagne ablichten. Papa Stallone war mit dabei, fotografierte fleißig mit seinem Handy und konnte seinen Stolz kaum verhehlen.

Um seine Kinder zu beschreiben, bediente er sich eines in diesem Zusammenhang eher ungewöhnlichen Vokabulars: "vulkanisch", "eruptiv", "erderschütternd", "seismisch". Worte, die normalerweise eher im Zusammenhang mit Naturgewalten vorkommen - und doch laut Stallone absolut passend. Dank seiner Töchter sei immer etwas los.

Einiges los ist auch bei Serena Williams. Die 35-jährige Tennisspielerin erwartet ihr erstes Kind. Mit einem Snapchat-Foto hatte Williams selbst für Spekulationen gesorgt. Darauf war sie in einem gelben Badeanzug zu sehen, dazu schrieb sie "20 Wochen". Einige Stunden später bestätigte ihre Sprecherin die Gerüchte: "Mit großer Freude kann ich bestätigen, dass Serena in diesem Herbst ein Baby erwartet."

Wenn Williams tatsächlich in der 20. Woche schwanger ist, wie ihr Snapchat-Foto impliziert, war sie zum Zeitpunkt ihres Sieges bei den Australian Open im zweiten Monat schwanger. Bei dem Turnier in Melbourne herrschten extreme Bedingungen mit Temperaturen um die 35 Grad Celsius.

Eine Wasserschlacht im übertragenen Sinn liefert sich Til Schweiger mit der "Hamburger Morgenpost". Die Zeitung behauptete, der 53-Jährige verkaufe in seinem Restaurant das teuerste Leitungswasser Hamburgs. Der Schauspieler wehrte sich vor Gericht - doch damit ging der Zoff erst richtig los.

Schweiger setzte eine Gegendarstellung durch, die auf der Seite eins prangte: "Ich verkaufe nicht das teuerste Wasser der Stadt." Diesen Satz wollten die "Morgenpost"-Leute gern noch einmal kommentieren.

sms/wit

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