Solidarität nach Niederlage vor Gericht Taylor Swift spendet Kesha 250.000 Dollar

Vor Gericht versucht Popstar Kesha, einen Weg aus ihrem Plattenvertrag zu finden. Sie wirft ihrem Produzenten Missbrauch vor. Eine einstweilige Verfügung wurde abgelehnt, doch der Rückhalt unter Kollegen ist groß.

DPA

Taylor Swift hat 250.000 Dollar an ihre Kollegin Kesha gespendet, um sie in einem Rechtsstreit zu unterstützen. Das sagte Swifts Sprecher dem Sender E!Online. Keshas Mutter bestätigte die finanzielle Hilfe per Twitter: "Taylor Swift hat gerade großzügigerweise 250.000 Dollar an Kesha gespendet als Zeichen der Unterstützung in dieser schwierigen Zeit. Großartig!"

Kesha hatte 2014 Klage gegen ihren Produzenten Lukasz Gottwald, auch bekannt als "Dr. Luke", eingereicht. Der Vorwurf: Er soll die Sängerin jahrelang ausgenutzt und missbraucht haben. Vor Gericht erklärte sie, sie könne nicht mit "so einem Monster zusammenarbeiten". Gottwald streitet die Vorwürfe ab, Kesha wolle ihn nur diskreditieren, um den bestehenden Plattenvertrag mit Sony auflösen zu können.

In dem Vertrag hat sich Kesha zu sechs Alben verpflichtet, sie würde dann mit Gottwald kooperieren müssen. Ein New Yorker Gericht hat einen Antrag auf einstweilige Verfügung am Freitag allerdings abgewiesen.

In den vergangenen Tagen hatten sich mehrere Musikerinnen in sozialen Netzwerken solidarisch mit der US-Sängerin gezeigt, darunter Kelly Clarkson (die ebenfalls bereits mit Dr. Luke arbeitete) und Ariana Grande. Lady Gaga sagte, sie bewundere Keshas Mut, da sich der Prozess in der Öffentlichkeit abspiele. Demi Lovato schrieb auf Twitter: Es sei frustrierend zu sehen, dass Frauen, die den Mut hätten, über ihre Vergangenheit zu sprechen, so niedergemacht würden.

Keshas Karriere liegt seit einem ersten Verfahren gegen ihren Produzenten und Mentor vor zwei Jahren auf Eis.

gam/dpa/AP

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