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"Fast and Furious"-Star: Schauspieler Paul Walker stirbt bei Autounfall

Paul Walker wurde als Ermittler in den Actionfilmen "The Fast and the Furious" bekannt, nun ist er bei einem Autounfall gestorben. Kollegen von Walker reagierten fassungslos. Der Schauspieler wurde 40 Jahre alt.

AP

Los Angeles - Der US-Schauspieler Paul Walker ist tot. Der 40-Jährige kam am Samstag bei einem Autounfall auf dem Weg zu einer Wohltätigkeitsveranstaltung ums Leben, wie seine Presseagentur auf Walkers Facebook-Seite bekanntgab. "Er war Beifahrer im Wagen eines Freundes, und beide haben ihr Leben verloren", hieß es in der mit dem Kürzel "Team PW" signierten Nachricht.

Nach Polizeiangaben stand der rote Porsche Carrera GT in Flammen, als Beamte an den Unfallort kamen. Die beiden Insassen waren bereits tot. Offenbar krachte das Auto erst in einen Laternenmast, dann in einen Baum - der Wagen wurde dabei vollständig zerstört. Laut Polizei habe die Geschwindkeit bei dem Unfall eine Rolle gespielt.

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"The Fast and the Furious": Paul Walker bei Autounfall gestorben

Walkers bekannteste Rolle war die des verdeckten Ermittlers Brian O'Connor in der Actionfilmserie "The Fast and The Furious", bei der es um illegale Autorennen mit getunten Sportwagen geht. Er trat in fünf der sechs Episoden auf und gehörte zu den Hauptprotagonisten neben den Schauspielern Vin Diesel und Michelle Rodriguez.

Walker spielt auch in "Hours" mit, der Film dreht sich um die Geschehnisse von August 2005, als Hurrikan "Katrina" im Südosten der USA enorme Schäden verursachte. "Hours" soll Mitte Dezember in den USA starten.

Walker hatte im Jahr 2010 die Organisation Reach Out Worldwide gegründet, die Opfern von Naturkatastrophen hilft. Am Samstag war er auf dem Weg zu einer Veranstaltung von Reach Out Worldwide in Valencia, einer Gemeinde rund 50 Kilometer nördlich von Hollywood. Auf der Veranstaltung sollten offenbar Spenden geworben werden für die Opfer des Taifuns "Haiyan" auf den Philippinen.

"Wir waren wie Brüder"

"Unsere Herzen sind gebrochen", teilte Universal Pictures mit. "Paul war seit 14 Jahren eines der beliebtesten und meistrespektierten Mitglieder unserer Studio-Familie. Dieser Verlust ist niederschmetternd für uns, für alle, die an den 'Fast and Furious'-Filmen beteiligt waren und für unzählige Fans."

Vin Diesel veröffentlichte auf Instagram ein Foto von sich und Walker, verbunden mit der Nachricht: "Bruder, ich werde dich sehr vermissen. Ich bin absolut sprachlos."

Walker wuchs in Glendale, Kalifornien, in einfachen Verhältnissen auf. Seine Mutter, die als Model arbeitete, nahm ihn schon im Kleinkindalter zu Castings mit. Im Alter von zwei wurde er erstmals als Kindermodel gebucht. Der Schauspieler hatte später erzählt, seine Eltern hätten ihn nicht in erster Linie zu einer Karriere verhelfen wollen. Es sei vielmehr darum gegangen, die Familie zu unterstützen.

Als Kind trat er in den achtziger Jahren in einigen Fernsehsendungen auf. 1998 folgte sein Filmdebüt in der Komödie "Meet the Deedles". Es folgten Nebenrollen in "Pleasantville," ''Varsity Blues" und "Flags of Our Fathers".

Sein Auftritt in dem Thriller "The Skulls" (deutscher Untertitel: "Alle Macht der Welt") weckte das Interesse des Produzenten Neal H. Moritz, der ihn für "The Fast and the Furious" engagierte. So wurde Walker als Brian O-Connor bekannt, der ganz große Durchbruch sollte ihm jedoch nicht gelingen.

"Deine Bescheidenheit hat mich von Beginn an beeindruckt", schrieb der Rapper und Schauspieler Ludacris auf Twitter. "Wo immer du warst, hast du Spuren hinterlassen, wir waren wie Brüder." Er und Walker standen für "The Fast and the Furious" gemeinsam vor der Kamera.

Walker hinterlässt eine 15 Jahre alte Tochter.

bim/AP/dpa/Reuters

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