Finale von "The Voice of Italy" Sister Act auf Italienisch

Mit ihrer rockigen Stimme begeisterte die sizilianische Ordensschwester Cristina Scuccia bei der italienischen Version von "The Voice" Zuschauer wie Jury. Im Finale zeigte die 25-Jährige noch einmal, was sie drauf hat - und betete zum Schluss mit dem Publikum das Vaterunser.

DPA

Rom - "Ich vertraue meine Zukunft der Vorhersehung an", hatte die singende Nonne Cristina Scuccia vor dem großen Finale von "The Voice of Italy" gesagt. Und offenbar ist für die 25-Jährige eine aufregende Zukunft vorhergesehen: Scuccia hat die Castingshow mit Abstand gewonnen.

In schwarzem Gewand des Ursulinen-Ordens und mit einem Kruzifix sang sich Schwester Cristina einmal mehr in die Herzen der Italiener. Knapp zwei Drittel der Anrufer wollten sie als Gewinnerin sehen - und nicht ihren letzten Herausforderer, den Rocker Giacomo Voli.

Scuccia selbst war fassungslos über ihren Sieg. Als sie die Trophäe entgegennahm, dankte sie ihrem "Coach", dem Rapper J-Ax, der ihr während des Gesangswettbewerbs beigestanden hatte. "Ich möchte, dass Jesus hierher kommt, es ist traumhaft!". Anschließend forderte sie das Publikum auf, mit ihr ein Vaterunser zu beten.

Die Ordensschwester aus Sizilien hatte sich für ein Leben im Kloster entschieden, nachdem sie in einem Musical die im 16. Jahrhundert lebende Gründerin der Ursulinen-Gemeinschaft, Angela Merici, verkörpert hatte. Bei der Castingshow hatte sie mit ihrer rockigen Stimme Fans und Jury gleichermaßen überrascht. Ein Video ihrer Performance des Alicia-Keys-Song "No One" wurde auf YouTube bereits mehr als 50 Millionen Mal angeklickt. Das Lied führte die 25-Jährige auch dieses Mal zu Sieg. Außerdem wählte sie den Song "What a feeling" aus.

Nicht bekannt wurde indes, ob Papst Franziskus sich tatsächlich bei der Gewinnerin meldete. Schwester Scuccia hatte vor dem Finale gewitzelt, sie erwarte seinen Anruf.

gam/AFP/dpa

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insgesamt 8 Beiträge
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fiutare 06.06.2014
1.
Möglicherweise war da dieser "Nonnenbonus", aber trotzdem ist es wohltuend, gerade in dieser Branche so jemanden zu erleben: authentisch, bescheiden, stark. Und singen kann sie definitiv. Gratulation!
dementiapraecox 06.06.2014
2. Toll,
das sind die Menschen, welche die Kirche in der heutigen Zeit benötigt. Frei und energiegeladen, jung und stark. Unabhängig von der Sendung, welche ich nicht so toll finde. Dieses Charisma und die Kraft - ich hoffe, dass das innerhalb der katholischen Kirche zu Neuerungen führt.
leo_stern 06.06.2014
3.
Es wäre interessant die Reaktionen zu kennen wenn die Frau nicht in der Soutane auf der Bühne erschienen wäre, sonder in einer Ganzkörper-Burka.
river runner 07.06.2014
4. Singende Nonnen in der Katholischen Kirche 1965 und 2014
Zitat von dementiapraecoxdas sind die Menschen, welche die Kirche in der heutigen Zeit benötigt. Frei und energiegeladen, jung und stark. Unabhängig von der Sendung, welche ich nicht so toll finde. Dieses Charisma und die Kraft - ich hoffe, dass das innerhalb der katholischen Kirche zu Neuerungen führt.
Und ich hoffe, dass die Katholische Kirche nicht global zur verzückten Pfingstgemeinde wird. Falls der Trend zur Pfingstgemeinde ein globaler neuer Trend in der RKK unter Leitung von Papst Franziskus sein sollte, würde ich dies aus gesellschaftlichen Gründen für eine Katastrophe halten. Eine geistige Katastrophe der RKK betrifft auch andere Menschen auf der Welt, unabhängig davon, ob sie der katholischen Kirche angehört oder nicht. Regressiver als mit FAZ-Autor Michael Hanfeld, Papst Franziskus, den ihm dienenden Jesuiten und einer singenden Ordensschwester geht es im Jahr 2014 kaum. Natürlich ist der Frau der Erfolg zu gönnen. Mit ihr geht es aber mal wieder 50 Jahre zurück in die Vergangenheit: Der im Jahr 1965 geborene FAZ- Autor Michael Hanfeld jubiliert über die singende Nonne Schwester Cristina in pfingstlich begeisterter Verzückung: „ Der Papst sollte nun dringend anrufen. ….. jetzt gibt es keinen Grund mehr, nicht zum Hörer zu greifen. Denn es gilt, einer singenden Ordensschwester zu gratulieren: …... Und so weiter, und so weiter: „Und dann, ganz zum Schluss, sprach Schwester Cristina ein Vaterunser. Eine fröhlichere Messe wird so schnell nicht gesungen.“ http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/schwester-cristina-bei-the-voice-italy-die-singende-nonne-siegt-12975585.html Der im Jahr 1965 geborene FAZ-Autor Michael Hanfeld hat im Jahr 1965 offensichtlich das Liedchen „Dominique“ in seinem Babybettchen ständig aus dem Radio vorgespielt bekommen. An dies Liedchen aus der Zeit als er noch Baby Michael war, fühlt er sich jetzt offensichtlich erinnert, ohne das ihm dies bewußt ist, was seinen Verzückungszustand im Jahr 2014 erklärt. Hören und urteilen Sie selbst: The Singing Nun (1965) http://www.youtube.com/watch?v=E_TAl_cjTGs und Erläuterungen zu der Singing Nun 1965 http://de.wikipedia.org/wiki/S%C5%93ur_Sourire
ergo-oetken 07.06.2014
5. Image: - fast - immer eine Frage der Planung
Zitat von river runnerUnd ich hoffe, dass die Katholische Kirche nicht global zur verzückten Pfingstgemeinde wird. Falls der Trend zur Pfingstgemeinde ein globaler neuer Trend in der RKK unter Leitung von Papst Franziskus sein sollte, würde ich dies aus gesellschaftlichen Gründen für eine Katastrophe halten. Eine geistige Katastrophe der RKK betrifft auch andere Menschen auf der Welt, unabhängig davon, ob sie der katholischen Kirche angehört oder nicht. Regressiver als mit FAZ-Autor Michael Hanfeld, Papst Franziskus, den ihm dienenden Jesuiten und einer singenden Ordensschwester geht es im Jahr 2014 kaum. Natürlich ist der Frau der Erfolg zu gönnen. Mit ihr geht es aber mal wieder 50 Jahre zurück in die Vergangenheit: Der im Jahr 1965 geborene FAZ- Autor Michael Hanfeld jubiliert über die singende Nonne Schwester Cristina in pfingstlich begeisterter Verzückung: „ Der Papst sollte nun dringend anrufen. ….. jetzt gibt es keinen Grund mehr, nicht zum Hörer zu greifen. Denn es gilt, einer singenden Ordensschwester zu gratulieren: …... Und so weiter, und so weiter: „Und dann, ganz zum Schluss, sprach Schwester Cristina ein Vaterunser. Eine fröhlichere Messe wird so schnell nicht gesungen.“ http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/schwester-cristina-bei-the-voice-italy-die-singende-nonne-siegt-12975585.html Der im Jahr 1965 geborene FAZ-Autor Michael Hanfeld hat im Jahr 1965 offensichtlich das Liedchen „Dominique“ in seinem Babybettchen ständig aus dem Radio vorgespielt bekommen. An dies Liedchen aus der Zeit als er noch Baby Michael war, fühlt er sich jetzt offensichtlich erinnert, ohne das ihm dies bewußt ist, was seinen Verzückungszustand im Jahr 2014 erklärt. Hören und urteilen Sie selbst: The Singing Nun (1965) http://www.youtube.com/watch?v=E_TAl_cjTGs und Erläuterungen zu der Singing Nun 1965 http://de.wikipedia.org/wiki/S%C5%93ur_Sourire
@river runner, es besteht Hoffnung http://www.kath.net/news/46275 Zu Schwester Christina: wie so oft, wurde nur die halbe Wahrheit berichtet. Wie alle Nonnen hatte sie ein Leben vor dem Orden. In dem war sie eine ganz normale junge Frau. Die in ihrer Freizeit als Rocksängerin auftrat http://www.rp-online.de/panorama/fernsehen/cristina-scuccia-singende-nonne-gewinnt-bei-the-voice-of-italy-aid-1.4293059 MfG, Angelika Oetken, Berlin-Köpenick
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