Tochter McCain "Die Palins brachten Drama, Stress, Panik"

Sie ist die Tochter des ehemaligen Präsidentschaftskandidaten John McCain und gilt als Rebellin unter den Politikerkindern: Jetzt enthüllt Meghan McCain in ihrem Buch, wie der Palin-Clan 2008 bei ihnen einfiel und für Aufregung sorgte. Schmeichelhaft ist das nicht.

Getty Images

Hamburg - Es ist ein knappes Jahr her, da sorgte Meghan McCain mit einem einzigen Foto für Aufsehen. Bei Twitter postete sie eine Aufnahme, auf der sie eine Andy-Warhol-Biografie in die Kamera hielt. Dahinter lächelte die Blondine und - ja - auch ihr üppiges Dekolleté war auf dem Bild zu erkennen, was wohl die Aufregung erklärte, die kurz darauf im Netz entstand.

In dem Blog "The Daily Beast" prangerte sie später unter der Überschrift "Nennt mich nicht Schlampe" die angebliche amerikanische Prüderie und Heuchelei an: "Wenn die Abgeordneten Aaron Schock oder Jeff Flake ohne Anzüge und Hemden posieren, erklärt man sie zu 'Schnitten'. Aber steckt mich in ein Top und schon bin ich eine Peinlichkeit für die Republikanische Partei und Frauen allgemein. Diese Doppelmoral macht mich wahnsinnig."

Die streitbare junge Frau, Tochter des früheren Präsidentschaftskandidaten John McCain, gilt als Rebellin unter den US-Politikerkindern. Nun hat sie ein Buch vorgelegt, ihre Memoiren sollen es sein, mit dem wenig zurückhaltenden Titel "Dirty Sexy Politics". Darin rechnet sie auch mir der Familie der damaligen Vizepräsidentschaftskandidatin Sarah Palin ab.

"Ich will nicht unhöflich sein", schreibt McCain laut "Huffington Post", "aber als sie aus Alaska ankamen und ihre Koffer auspackten, brachten sie Drama, Stress, Komplikationen, Panik und jede Menge Unsicherheit mit. Und sie brachten eine Aufmerksamkeit der Boulevardmedien, die meine Familie nie hatte und - hoffentlich - nie haben wird."

Über Palin selbst notiert McCain: "Ich wartete darauf, dass sie explodiert." Es gebe einen schmalen Grat zwischen Genie und Wahnsinn, und sie zur Vizepräsidentschaftskandidatin zu machen, sei genau so ein Fall gewesen.

jdl



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