Todesdrohungen Sheryl Crow erwirkt Anordnung gegen Stalker

Paranoide Vorwürfe und Wahnvorstellungen: Ein Gericht im kalifornischen Santa Monica hat einstweilige Verfügungen gegen einen schwer gestörten Stalker ausgesprochen, der Sheryl Crow und den Filmproduzenten Harvey Weinstein mit dem Tode bedroht hat. Er soll jetzt 300 Meter Abstand wahren.

dapd

Santa Monica - Der Mann gilt laut einem Gutachten als psychotisch, wahnhaft und "unmittelbar gefährlich": Jetzt hat US-Sängerin Sheryl Crow eine einstweilige Verfügung gegen Phillip Gordon Sparks erwirkt. Der 45-Jährige hatte sie und den einflussreichen Filmproduzenten Harvey Weinstein mit dem Tode bedroht.

Ein Gericht im kalifornischen Santa Monica erließ eine Anordnung, wonach sich der Stalker den beiden Prominenten nicht weiter als 300 Meter nähern und keine Versuche unternehmen darf, sie zu treffen. Ob dies zur Deeskalation der Lage beitragen wird, darf bezweifelt werden. Die Persönlichkeit des psychisch schwer gestörten Sparks zeigt stark paranoide Züge.

Via Facebook hatte er behauptet, Crow sei in sein Haus eingebrochen und habe nach seiner Waffe gesucht. Auch unterstellte er der Sängerin, dass sie ihn heimlich gefilmt und ihm 7,5 Millionen Dollar gestohlen habe. Im Juli dann kündigte der Stalker offen an, dass er Crow erschießen werde. Sie und der Filmproduzent Harvey Weinstein hätten sein Leben ruiniert, so seine Begründung.

Crow wie Weinstein bezeichneten die Vorwürfe des Mannes als Unsinn. Der Filmmagnat zeigte sich besorgt, weil Sparks im Besitz von Informationen über ihn sei, die nie öffentlich wurden. Er habe deswegen einen Privatdetektiv angeheuert, sagte Weinstein: "Solange das Gericht keine einstweilige Verfügung gegen Sparks verhängt, mache ich mir große Sorgen, dass er mir, meiner Familie, engen Freunden, Agenten oder Sprechern körperlichen Schaden zufügen könnte", zitiert das Klatschportal TMZ aus den Gerichtsakten.

Crow, die in ihrer Karriere mit neun Grammys ausgezeichnet wurde, hat zwei Söhne im Alter von fünf und zwei Jahren, die auch von der richterlichen Anordnung geschützt werden. Ein Richter soll nun darüber entscheiden, ob beide einstweiligen Verfügungen auf Dauer gültig sein sollen.

ala/dapd



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