Titelstory über Tochter Suri: Cruise verklagt Bauer-Verlag auf 50 Millionen Dollar

Hollywoods-Star Tom Cruise geht gegen zwei US-Magazine vor, die zum Bauer-Verlag gehören. Wegen Verleumdung verlangt er von den Herausgebern 50 Millionen Dollar. Auslöser des Streits sind Überschriften, die implizieren, er habe seine Tochter Suri "verlassen".

Tom Cruise: Die Klage eines sorgenden Vaters Fotos
AFP

Hamburg - Tom Cruise in der Offensive: Der Schauspieler geht gegen zwei US-Magazine vor. Wegen Verleumdung verlange Cruise von den Herausgebern von "Life and Style" 50 Millionen Dollar (38,5 Millionen Euro), teilte sein Anwalt Bertram Fields am Mittwoch mit. Der Hollywoodstar wehrt sich damit gegen ein Titelblatt vom 30. Juni, auf dem seine weinende Tochter Suri zusammen mit einer Überschrift zu sehen war, die implizierte, Cruise habe sie verlassen. Ähnlich titelte das Magazin "InTouch" in der Ausgabe vom 1. Oktober.

"Tom ist ein sorgender Vater, der Suri innig liebt", erklärte Fields. Die Sechsjährige sei ein wesentlicher Teil seines Lebens und werde es immer sein. "Zu sagen, er habe sie 'verlassen', ist eine bösartige Lüge." Das auch noch in einer knalligen Überschrift zu behaupten, und dazu ein Bild der weinenden Suri zu zeigen, sei verwerflich, sagte Fields weiter.

In der beim Bezirksgericht von Los Angeles eingereichten Beschwerde gegen Herausgeber Bauer, die der Promi-Website TMZ als Kopie vorliegt, heißt es demnach, der Bericht in der betreffenden Ausgabe von "Life and Style" greife die Titelzeile von der angeblich verlassenen Suri nicht mehr auf. Stattdessen heiße es: Suri sei traurig gewesen, weil sie kein Hundewelpen aus einer Zoohandlung habe mitnehmen dürfen. Viele Leute würden den Artikel jedoch gar nicht lesen, sondern nur die Titelseite sehen, die üblicherweise in Supermarkt-Auslagen präsentiert werde, heißt es in der Beschwerde weiter.

Im Artikel gebe es nicht einmal vage Andeutungen von Fakten dafür, dass Cruise seine Tochter verlassen habe, heißt es in einem Schreiben des Anwalts, das TMZ veröffentlichte.

Cruise wolle kein Kapital aus der Klage schlagen, sondern nur seinen Ruf wahren, betonte Fields. Der Schauspieler werde das Geld - wie immer in solchen Fällen - gemeinnützigen Zwecken spenden.

Der Bauer Verlag, der "Life and Style" und "InTouch" herausgibt, erklärte auf Anfrage von SPIEGEL ONLINE, bis 13.30 MEZ sei bei Bauer USA keine Klageschrift eingegangen. "Sobald eine Klageschrift eintrifft, werden wir die Inhalte prüfen und entsprechend reagieren", heißt es in dem Statement.

Die sechsjährige Suri stammt aus der Ehe von Cruise mit Katie Holmes, die im August geschieden wurde. Die Scheidung des einstigen Traumpaares verlief im Eiltempo. Holmes hatte Ende Juni nach fünf Jahren das Ende der Ehe erklärt, Cruise soll bei Dreharbeiten in Island von der Trennung überrascht worden sein.

siu/AP/AFP/dapd

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