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Steuerhinterziehung: Die wichtigsten Fakten zum Hoeneß-Prozess

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Vier Verhandlungstage, vier Zeugen, 454 Anfragen von Journalisten: In München beginnt der Steuer-Prozess gegen Uli Hoeneß. Wie kam seine Selbstanzeige zustande? Wie hoch ist die Steuerschuld? Und welche Strafe droht ihm? Der Überblick.

Uli Hoeneß: Der Mann, der den FC Bayern schuf Fotos
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München - Es ist einer der spektakulärsten Gerichtsprozesse des Jahres: Der Präsident des FC Bayern München, Uli Hoeneß, muss sich ab 9.30 Uhr wegen Steuerhinterziehung vor der 5. Strafkammer des Landgerichts München II verantworten.

Das öffentliche Interesse ist immens. Hoeneß polarisiert, wie fast immer in seinem Leben. Die einen verdammen ihn, der sich oft als Moralapostel und Ehrenmann präsentiert hatte. Der stets vom soliden Wirtschaften des FC Bayern schwärmte und zugleich als Privatmann an der Börse zockte und Gewinne nicht versteuerte. Die anderen halten zu ihm, der Fußballverein und seine Fans sind wie eine große Familie für den 62-Jährigen.

Wer wird als Zeuge aussagen? Wie viele Verhandlungstage sind angesetzt? Und welche Strafe droht Hoeneß? Die wichtigsten Fragen und Antworten im Überblick:

  • Worum geht es in dem Prozess?

Uli Hoeneß ist wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung in sieben Fällen angeklagt. Über ein Konto bei der Schweizer Vontobel Bank in Zürich hatte er mit Aktien und Devisen spekuliert, erzielte dabei erhebliche Gewinne. Doch in seinen Steuererklärungen tauchte das Konto nicht auf, er zahlte dafür keine Kapitalertragsteuer.

Mit einer Selbstanzeige, bei deren Erstellung seinem Steuerberater laut "Süddeutscher Zeitung" auch ein ehemaliger Steuerfahnder half, versuchte Hoeneß die Sache im Januar 2013 aus der Welt zu räumen. Doch das zuständige Finanzamt akzeptierte die Selbstanzeige nicht, die Akte ging an die Staatsanwaltschaft, die ein Verfahren einleitete. Hoeneß' Haus am Tegernsee wurde durchsucht, ein Haftbefehl gegen Zahlung einer Kaution ausgesetzt.

  • Kann die Selbstanzeige Hoeneß doch noch retten?

Das muss im Prozess geklärt werden. Entscheidend wird sein, ob der Richter Rupert Heindl die Selbstanzeige anerkennt. Hoeneß geht davon aus. Im Prozess sollen die Spekulationen des Bayern-Präsidenten betrachtet werden (mehr als 33.000 Bewegungen soll es auf dem Konto gegeben haben), zudem sollen die Umstände geklärt werden, unter denen die Selbstanzeige eingereicht wurde. Kann es sein, dass zwei Steuerexperten nicht in der Lage waren, eine lückenlose Selbstanzeige zu schreiben?

Interessant ist auch, inwieweit Recherchen des "Stern" Auslöser für die Erstellung der Selbstanzeige waren. Ein Redakteur des Magazins war dem Konto bereits auf der Spur, deshalb muss geklärt werden, ob die Selbstanzeige von Hoeneß womöglich nicht aus "freien Stücken" erstellt worden ist.

  • Wie hoch soll die Steuerschuld sein?

Laut "Süddeutscher Zeitung" geht die Staatsanwaltschaft von einer Steuerschuld in Höhe von 3,5 Millionen Euro aus. Möglicherweise ist ein Großteil jedoch bereits verjährt. Nach Informationen des SPIEGEL wird der strafrechtlich relevante Betrag in Münchner Justizkreisen nur noch auf rund 800.000 Euro geschätzt. Die Höhe ist deshalb entscheidend, weil der Bundesgerichtshof 2008 festgelegt hat, dass ab einem Steuerschaden von einer Million Euro in der Regel eine Haftstrafe ohne Bewährung folgen muss.

  • Was droht Hoeneß?

Bei Steuerhinterziehung kann eine Haftstrafe von bis zu fünf Jahren verhängt werden. Manche Steuerexperten und Juristen, die den Fall beobachten, gehen davon aus, dass Hoeneß mit einer Bewährungsstrafe davonkommen wird. Doch es gibt auch andere Stimmen. So sagt etwa Thomas Eigenthaler, der Bundesvorsitzende der Deutschen Steuer-Gewerkschaft: "Nach allem, was man hört, haben wir es mit einem Fall schwerer Steuerhinterziehung zu tun, und dort gilt als Mindestfreiheitsstrafe ein halbes Jahr."

  • Wie viele Verhandlungstage sind angesetzt?

Insgesamt sind vier Verhandlungstage vorgesehen, Hoeneß muss zu allen Terminen erscheinen. Richter Heindl hat vier Zeugen geladen, allesamt Steuerfachleute. Unter ihnen ist auch der ehemalige Steuerfahnder, der Hoeneß bei seiner Selbstanzeige beraten haben soll. Laut "Bild am Sonntag" soll einer der Zeugen ein Stuttgarter Finanzbeamter sein, den ein "Stern"-Reporter im Januar 2013 angerufen und nach einem Schweizer Bankkonto gefragt habe. Der Name Hoeneß soll dabei nicht gefallen sein.

  • Wie groß ist das Medieninteresse?

Riesig. 454 Medienvertreter wollten sich für den Prozess akkreditieren. Allerdings gibt es nur 49 Presseplätze, die nach dem Windhundprinzip verteilt wurden. Die Journalisten, die sich am schnellsten um einen Platz bemühten, bekamen ihn auch - in 27 Sekunden waren alle Akkreditierungen vergeben.

DPA

Teamkollegen unter sich: Hoeneß (r.) und Gerd Müller 1973. Der heutige Bayern-Präsident wurde am 5. Januar 1952 in Ulm geboren. Als 18-Jähriger wechselte er zum FC Bayern. Dort gehörte er mit Müller, Franz Beckenbauer, Sepp Maier und Co. zum Erfolgsteam, das in den Siebzigern Titel in Serie gewann.

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Damals entstanden in München und auch in der Nationalmannschaft Bande, die bis heute halten. Müller ist heute Co-Trainer der zweiten Mannschaft, Jupp Heynckes (r.) führte die Bayern vergangene Saison zum Triple aus Sieg in Meisterschaft, DFB-Pokal und Champions League.

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Unter Bundestrainer Helmut Schön debütierte Hoeneß (2.v.r.) 1972 in der Nationalmannschaft und traf gleich im ersten Spiel gegen Ungarn. Bereits einen Monat später erzielte er die frühe Führung im EM-Viertelfinale gegen England und wurde kurz darauf mit dem DFB-Team Europameister. 1973 nahm die Nationalmannschaft den Ohrwurm-Song auf: "Fußball ist unser Leben".

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1974 das Turnier im eigenen Land: Hier musste sich unter anderem der Australier James Mackay der Dynamik des Außenstürmers Hoeneß geschlagen geben. Beim 4:2 gegen Schweden traf Hoeneß zum Endstand.

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Nach dem gewonnenen WM-Finale gegen die Niederlande (2:1) feierte Hoeneß mit Beckenbauer den Titel. Es war der Höhepunkt einer kurzen Karriere, in der Hoeneß nahezu alle wichtigen Titel des Weltfußballs gewinnen konnte. Mit dem FC Bayern wurde er jeweils dreimal Deutscher Meister und Europapokalsieger der Landesmeister. Bereits im Alter von 27 Jahren musste er aber wegen eines Knorpelschadens im Knie seine Karriere beenden - und wechselte ins Management des FC Bayern.

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1982 überstand er nur knapp einen Flugzeugabsturz: Mit drei Freunden war Hoeneß zu einem Länderspiel nach Hannover geflogen, beim Anflug auf die Landeshauptstadt stürzte die Propellermaschine ab, der Bayern-Manager überlebte als Einziger. Als Hoeneß am nächsten Tag im Krankenhaus erwachte, fragte er: "Wie ist das Länderspiel ausgegangen?"

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Hoeneß professionalisierte den Verein und setzte auch bei seinen Trainern gern auf alte Freunde. Heynckes (3.v.r.) war erstmals von 1987 bis 1991 für die Mannschaft verantwortlich. Mit Kapitän Klaus Augenthaler (Mitte) feierten die Bayern-Bosse hier die Meisterschaft 1990.

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Heynckes und Augenthaler gehörten zum Bayern-Kosmos, den Hoeneß zusammenhielt. Neben aller Professionalität zeigte sich aber auch immer wieder das soziale Engagement des früheren Managers und heutigen Präsidenten. Als etwa Gerd Müller unter Alkoholsucht litt, war es Hoeneß, der dem ehemaligen Mitspieler wieder auf die Beine half und ihm einen Job beim Rekordmeister gab.

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Hoeneß gefiel sich auch in der Rolle des Gönners. So bot er dem FC St. Pauli ein Freundschaftsspiel an, um so den damals finanziell heftig angeschlagenen Hamburgern zu helfen. Dafür gab es vom damaligen St.-Pauli-Präsidenten Corny Littmann ein Retter-T-Shirt.

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Christoph Daum war über Jahre Hoeneߑ Intimfeind. Daum sollte 2000 deutscher Nationaltrainer werden. Doch Hoeneß machte Daums Kokainkonsum öffentlich, was zu heftigen Anfeindungen gegen den Bayern-Manager führte. Daum unterzog sich freiwillig einer Haarprobe mit den Worten: "Ich tue das, weil ich ein absolut reines Gewissen habe." Dummerweise bewies diese Haarprobe seinen Drogenmissbrauch, Hoeneß lag richtig.

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Ein inniger Freund von Hoeneß wurde der langjährige Bayern-Coach Ottmar Hitzfeld. Von 1998 bis 2004 und von 2007 bis 2008 war er Trainer in München, verlor 1999 im denkwürdigen Champions-League-Finale gegen Manchester United - und gewann den Titel zwei Jahre später gegen den FC Valencia.

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Auf Hitzfeld folgte Felix Magath, der beim VfB Stuttgart sein Händchen für talentierte Jungprofis unter Beweis gestellt hatte. Bei den Bayern gelangen Magath zwei Doubles aus Meisterschaft und Pokal in Folge. Doch der Trainer und Hoeneß rieben sich aneinander. Nach einem schlechten Rückrundenauftakt 2007 hatte der damalige Manager genug von seinem Coach, Magath musste gehen.

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Hitzfeld gab sein Comeback in München. Er sprang ein und blieb länger als ein Jahr. Im Mai 2008 verabschiedete sich Hitzfeld endgültig vom FC Bayern - mit der Meisterschaft und vielen Tränen. Da musste auch Hoeneß weinen.

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Nach dem emotionalen Abschied folgte Hoeneߑ wohl größtes Experiment: die Verpflichtung von Jürgen Klinsmann. Der als Modernisierer und Reformer geholte Ex-Stürmer scheiterte und wurde im April 2009 nach nicht einmal einem Jahr gefeuert. "Bei Klinsmann haben wir viel Geld ausgegeben und wenig Erfolg gehabt", sagte Hoeneß später. Für den Rest der Saison übernahm Heynckes, der noch die Qualifikation für die Champions League schaffte.

dapd

Es folgte der Neustart mit einem Niederländer: Louis van Gaal. Der führte die Bayern zum Sieg in Pokal und Meisterschaft sowie ins Finale der Champions League. Aber es prallten zwei gewaltige Egos aufeinander, van Gaals Zeit war bald abgelaufen. "Fachlich war er top. Dass er menschlich eine Katastrophe war, steht auf einem anderen Blatt", urteilte Hoeneß.

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Auf das holländische "Feierbiest" folgte wieder ein Mitglied der Bayern-Familie. Zum dritten Mal trat Heynckes die Trainerstelle beim FCB an - und stellte Hoeneß zufrieden. Heynckes habe die "kranke Seele" des Rekordmeisters geheilt, so der Präsident. Heynckes holte in seiner Abschiedssaison das Triple aus Meisterschaft, Pokal und Champions League. Im Sommer ging er in den Ruhestand.

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Die Steueraffäre wurde ausgerechnet im erfolgreichsten Jahr der Vereinsgeschichte öffentlich. 2013 holte der FC Bayern nämlich nicht nur das Triple, sondern zudem noch den europäischen Supercup und den Weltpokal. Hoeneߑ Auftritt bei der Jahreshauptversammlung im November wurde mit großer Spannung erwartet, die Affäre war seit einem halbem Jahr publik.

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Der Präsident hielt eine flammende Rede und wurde anschließend lautstark von den Mitgliedern gefeiert. Die "Uli, Uli"-Sprechchöre wollten kein Ende nehmen, was Hoeneß zu Tränen rührte. Wir, der FC Bayern München, sind eine Familie - das war die Botschaft an diesem Abend.

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Die Bayern-Familie wird Hoeneß vor Gericht nicht helfen können. Die Justiz entscheidet, ob der 62-Jährige wegen Steuerhinterziehung verurteilt wird und ob er womöglich ins Gefängnis muss.

Freunde

und Gegner

Dieter Hoeneß

Der jüngere Bruder ist ebenfalls Ex-Fußballspieler und Ex-Manager, war aber in beiden Tätigkeitsfeldern längst nicht so erfolgreich wie sein Bruder.

Karl-Heinz Rummenigge
Hoeneß verkaufte ihn 1984 für rund zehn Millionen Mark an Inter Mailand und sanierte damit die Bayern. Seit 2002 Vorstandsvorsitzender der FC Bayern AG, steht bedingungslos zu Hoeneß.

Franz Beckenbauer

Früher Mitspieler von Hoeneß, später viele Jahre Vorstandskollege, sagt: "Hoeneß ist kein Betrüger."

Paul Breitner

Gehörte ebenfalls den großen Bayern-Mannschaften der Siebziger an. Freundschaft erlebt ein Auf und Ab, saß beispielsweise nach Hoeneß' Flugzeugabsturz am Krankenbett.

Jupp Heynckes

Ein enger Hoeneß-Freund, war dreimal Trainer des FC Bayern. Widmete Hoeneß den Halbfinal-Sieg gegen Barcelona 2013.

Susanne Hoeneß

Seit 1972 mit Uli verheiratet, zwei Kinder (Florian und Sabine). Hatte ihn nach einer Affäre mit einer Flugbegleiterin zwischenzeitlich aus dem Haus geworfen.

Florian Hoeneß

Der 34 Jahre alte Sohn führt seit 2001 die Geschäfte von Hoeneß' Wurstfabrik. Soll dabei gewesen sein, als eilig die Selbstanzeige verfasst wurde.

Edmund Stoiber

Der Ex-Ministerpräsident sitzt im Aufsichtsrat des FC Bayern. Gab Hoeneß Rückendeckung in der Steueraffäre.

Karl Hopfner

Machte den FC als Finanzvorstand zu einem der finanziell stärksten Clubs Europas, keine Transaktion ging ohne ihn. Mittlerweile 1. Vizepräsident und Aufsichtsratsmitglied.

Hans-Ulrich Jörges

Langjähriger Freund, sitzt in der "Stern"-Chefredaktion. Trotzdem Recherchen über Hoeneß' Bankkonto.

Helmut Markwort

Herausgeber des "Focus", sitzt auch im Bayern-Aufsichtsrat. Sein Magazin berichtete als erstes Medium über den Fall.

Günter Ache

Seit vielen Jahren Hoeneß' Steuerberater. War dabei, als die Selbstanzeige verfasst wurde.

Karin Potthoff

Jahrelang Hoeneß' Sekretärin und Vertraute.

Hermann Gerland

In den Neunzigern schon einmal fünf Jahre Trainer der Bayern-Amateure, seit 2001 wieder bei dem Club, aktuell Co-Trainer. Stets loyal.

Martin Winterkorn

Der VW-Chef sitzt ebenfalls im Aufsichtsrat der Bayern. Die VW-Tochter Audi ist an der Bayern AG mit 8,33 Prozent beteiligt.

Alfons Schuhbeck

Der Promi-Koch ist seit Jahren mit Hoeneß befreundet. Unterhält auch geschäftliche Beziehungen, warb zusammen mit Hoeneß für eine Fastfood-Kette.

Willi Lemke

Mit dem langjährigen Manager von Werder Bremen gab es in den Neunzigern häufig öffentlichen Streit. Tiefe gegenseitige Abneigung.

Christoph Daum

Sollte Bundestrainer werden, doch Hoeneß deckte Kokain-Affäre auf. Etliche verbale Scharmützel, hält sich mittlerweile zurück.

Theo Zwanziger

Der Ex-DFB-Präsident und Hoeneß kritisieren sich seit Jahren gegenseitig. Nannte Hoeneß einmal eine "kleinkarierte Seele".

Christian Ude

Münchens Oberbürgermeister ist SPD-Politiker und 1860-Fan – ideologisch das Gegenteil von Hoeneß, dazu angeblich Gegner des Baus der neuen Arena.

Joseph S. Blatter

Der Fifa-Boss wird seit Jahren von Hoeneß kritisiert, der Bayern-Präsident wettete sogar auf Blatters Rücktritt.

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insgesamt 73 Beiträge
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    Seite 1    
1. Sind manche gleicher?
nana22 10.03.2014
Mit dem Prozess wird sich zeigen, ob manche Menschen nicht doch gleicher vor Gericht sind. Gerne wird argumentiert der Ulli ist doch so ein wohltätiger Mensch, dazu kann ich nur sagen das wäre Allesschön, wenn er denn seine Steuern bezahlt hätte. So muss man einfach sehen, der Ulli hat immer nach dem Prinzip tue Gutes und rede darüber gehandelt, hat sich als moraliche Instanz und Saubermann des Fussballs verkauft, fragen sie doch mal Daum, und geben sie doch mal Hoeness bei google pöbelt ein Ergebnis 156 000 Links. Ich würde mich sehr freuen wenn bei diesem Prozess auch nachgeforscht würde wie es dazukommen kann das angeblich ein Freund Hoeness 15 Mio zum Spekulieren zur Verfügung stellt ??? Komisch das es sich dabei um einen Adidas Manager handelt, ein Vertrags Partner des FCB. BVei einer Behörde würde das für einen Anfangsverdacht der Vorteilsnahme ausreichen... Wie legt eigentlich der FCB seine Gelder an und wo? Hoeness sagt er wäre zocksüchtig gewesen, warum darf so eine "labile" Person weiter Präsident des wichtigsten deutschen Fusballvereins sein (gemessen an Daum) ?
2. Wie immer!
unblockbar 10.03.2014
Wird diese Nummer ausgegehen, Bewährungsstrafe+Geldstrafe, wenn ich im Vorfeld schon höre, es muss sein lebenswerk , und die Steuern die er schon gezahlt hat berücksichtigt werden. Und wie sozial Herr Hoeneß doch ist...ich lache mich ech kaputt, da wird da dumme Volk schonmal darauf vorbereitet das der Mann eigendlich ungeschoren davon kommen wird, er hat halt geld, also, alles wie immer
3. Verjährt????
fronni 10.03.2014
Ich möchte vorausschicken, ich mag Herrn Hoeneß nicht, dass ist hier aber nicht von Belang. Nach der abgabenordnung beträgt die Verjährungsfrist 10 Jahre für Hinterziehung. D.h. Wissentlich und absichtlich den Staat betrogen - genau das ist hier passiert. Herr Hoeneß kennt als Unternehmer seine Pflichten! Das was hier passiert ist die bayrische gummijustiz! Es wird solange gerechnet und geschoben, bis die Summe von 1.000.000 € unterschritten ist... Wetten?
4. Strafmilderung
napo1815 10.03.2014
Ob nun strafbefreiend oder nicht, subsidiär kommt der Selbstanzeige auf jeden Fall eine erheblich strafmildernde Funktion zu, da sie ja zumindest ein frühzeitiges ( Teil- ) Geständnis enthält. Über eine Freiheitsstrafe ohne Bewährung nachzudenken ist schon insoweit müßig, da obsolet.
5. die Justiz wird entscheiden...
Spiegelleserin57 10.03.2014
Zitat von sysopGetty ImagesVier Verhandlungstage, vier Zeugen, 454 Anfragen von Journalisten: In München beginnt der Steuer-Prozess gegen Uli Hoeneß. Wie kam seine Selbstanzeige zustande? Wie hoch ist die Steuerschuld? Und welche Strafe droht ihm? Der Überblick. http://www.spiegel.de/panorama/leute/uli-hoeness-prozess-wegen-steuerhinterziehung-die-fakten-a-956961.html
und hoffentlich sachlich und neutral. Dieser Fall könnte andernfalls zum negativen Vorbild werden und Ungerechtigkeit gegenüber anderen Bürgern demonstrieren. Die Mann hat genau gewusst was er tat und wird genau wie jeder andere Bürger auch die Konsequenzen tragen müssen. Es gibt auch keinen Grund diesen Fall in den Medien so hoch auf zu hängen, warum sollte dieser Mann etwas Besonderes sein ?
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