Umstrittener Parfum-Deal Millionenklage gegen Britney Spears wegen Betrugs

Das riecht nach einem langen Rechtsstreit: Weil die Entlohnung für eine Geschäftsanbahnung mit einem Kosmetikkonzern ausfiel, will eine US-Firma Britney Spears und ihren Vater auf Schadensersatz verklagen. Die Popsängerin habe "auf hinterhältige Weise versucht, die Verpflichtungen zu umgehen", so der Vorwurf.

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Los Angeles - Britney Spears' Parfum-Deal stinkt zum Himmel, da ist sich die Firma "Brand Sense Partners" sicher. Wie der Internetdienst TMZ.com am Donnerstag berichtete, wirft das Marketing-Unternehmen Britney Spears und deren Vater James Betrug vor und hat den Popstar vor dem Los Angeles County Superior Court auf Schadensersatz in Höhe von zehn Millionen Dollar verklagt.

"Brand Sense Partners" - laut firmeneigener Website auch tätig für Priscilla Presley, Halle Berry oder Sheryl Crow - machen geltend, dass sie Spears einen Deal mit Elizabeth Arden besorgt hätten. Im vergangenen Jahr hatte Spears mit dem Kosmetik-Konzern das Parfum "Radiance" herausgebracht. Für die Vermittlung des Kontakts sollte "Brand Sense Partners" laut eigener Aussage mit 35 Prozent an Spears' Einnahmen aus dem Verkauf des Parfüms erhalten.

Die Sängerin und ihr Vater hätten dann aber auf eigene Faust mit Arden verhandelt. Spears habe heimlich einen Extra-Vertrag mit dem Kosmetikriesen abgeschlossen und "auf raffinierte und hinterhältige Weise versucht, die Verpflichtungen mit Brand Sense zu umgehen", heißt es in der Anklageschrift. Der Firma seien deshalb Millioneneinnahmen entgangen. Allein die ebenfalls von Spears herausgebrachten Düfte "Curious", "Fantasy" und "In Control" sollen weltweit mehr als zehn Millionen Mal verkauft worden sein.

James Spears soll die Beteiligung als zu hoch empfunden haben. Britney habe so viel Geld nicht bezahlen wollen, heißt es in den Gerichtsunterlagen. Die Sängerin steht noch immer unter der Vormundschaft ihres Vaters. James Spears ist damit primär an allen finanziellen, aber auch privaten Entscheidungen im Leben der Tochter beteiligt.

ala/dpa



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