Tödlicher Autounfall Porsche im Fall Paul Walker verklagt

Mit rund 150 Kilometern pro Stunde verunglückten Paul Walker und sein Freund in ihrem Porsche. Ein halbes Jahr nach dem Unfalltod des Schauspielers zieht die Witwe des Fahrers nun vor Gericht. Sie macht den Sportwagenhersteller für das Unglück verantwortlich.

AP/dpa

Los Angeles - Ende November verunglückten Paul Walker und sein Freund Roger Rodas in Kalifornien tödlich mit einem Sportwagen. Obwohl die Ermittler damals keine technischen Probleme an dem Auto feststellten, hat Rodas' Witwe nun Klage gegen Porsche eingereicht.

Demnach macht Kristine Rodas die fehlerhafte Ausstattung des Porsche Carrera GT für den Tod ihres Mannes und den 40 Jahre alte Star der "Fast and Furious"-Filme verantwortlich. Der Wagen sei unter anderem wegen Konstruktionsfehlern und Defekten an Einzelteilen nicht sicher gewesen, zitierte der "Hollywood Reporter" aus der Anklageschrift.

Dem Polizeibericht zufolge war der Unglückswagen Ende November bis zu 149 Kilometer pro Stunde schnell gefahren. Damit war der Porsche doppelt so schnell unterwegs wie am Unfallort im kalifornischen Santa Clarita zugelassen. Rodas Witwe zweifelt auch die Geschwindigkeit an. Ihr Mann sei 88 Kilometer pro Stunde gefahren, sagte Kristine Rodas. Roger Rodas hatte bei dem Unfall am Steuer gesessen, Walker auf dem Beifahrersitz.

Ein Porsche-Sprecher verwies auf den Polizeibericht. Dieser widerlege die Behauptungen der Klage: "Hier wird als Unfallursache unter anderem die hohe Geschwindigkeit hervorgehoben, und dass am Fahrzeug selbst keine Ursache gefunden wurde." Einen weiteren Kommentar könne der Sportwagenhersteller unter Verweis auf das laufende Verfahren nicht geben.

Bei den Ermittlungen zur Unfallursache hatten auch Mitarbeiter des Sportwagenherstellers das Wrack untersucht. Auf welche Summe Rodas die nordamerikanische Porsche-Niederlassung verklagt, ist noch unklar.

brk/AP/dpa

Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 68 Beiträge
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Seite 1
teilzeitmutti 13.05.2014
1. wenn da mal..
..nicht jemand MPH mit KM/H verwechselt hat.
spon-1290982200348 13.05.2014
2.
stay out of the kitchen." So sagt man doch in dem Land in dem die verrücktesten Klagen erhoben werden. Will sagen, wer mit einem Porsche bei schlappen 150km/h überfordert ist, sollte lieber zu Fuß gehen...
Business Ethics 13.05.2014
3.
Aber sicher, irgendwie muss aus der Unfähigkeit des Fahrers und der nicht angepassten Geschwingigkeit doch Kohle zu schlagen sein. Ach Verzeihung, der Tacho des Porsche ging natürlich um mindestens 60km/h vor. Leute, wie ich die USA satt habe...
Llares 13.05.2014
4. ...
Typischer Fall von "ich verklag die mal, vielleicht bekomm ich ja was". Für ein Land, dass sich die Freiheit des Einzelnen so sehr auf die Fahne geschrieben hat, ist die Tendenz bei anderen die Schuld zu suchen in den USA verdammt verbreitet. Komisches Volk...
monolithos 13.05.2014
5. Schildbürgerin
Aha! Das Design ist Schuld ... Unglaublich, die US-Amerikaner! Das erzähle ich auch, wenn ich das nächste Mal geblitzt werde.
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