Alkohol und Kokain US-Schauspieler Robin Williams in Therapieklinik

Hollywoodstar Robin Williams hat sich in eine Klinik begeben, um seine Suchtprobleme unter Kontrolle zu bekommen. Er sei nicht abgestürzt, wolle aber nach einer Zeit intensiver Arbeit an seiner Abstinenz arbeiten, hieß es.

DPA

Los Angeles - Hollywoodstar Robin Williams ("Good Will Hunting", "Der Club der toten Dichter") macht kein Geheimnis aus seinen Problemen mit Alkohol und Kokain. In den Siebzigerjahren ging es wild zu an den Filmsets, bei den Dreharbeiten zu "Popeye" auf Malta etwa habe man "bis zum Gehtnichtmehr gekokst" sagte er einst dem Magazin "Galore".

"Peinlich" sei er gewesen, er habe Dinge getan, die Ekel hervorgerufen hätten, vertraute er 2010 dem britischen "Guardian" an. Dinge, wie Robert de Niro als "fetten Fucker" zu bezeichnen oder in die Ming-Vase eines Gastgebers zu urinieren. "Davon erholt man sich nur schwer."

Auf Drängen seiner Familie unterzog sich Williams Therapien, besuchte die Gruppen der Anonymen Alkoholiker. Seit 1983 galt er als clean, bis ihn 2006 ein Rückfall ereilte.

Jetzt berichtet das Klatschportal TMZ, Williams habe sich für mehrere Wochen in das Therapiezentrum Hazelden im US-Bundesstaat Minnesota begeben - explizit nicht, weil er abgestürzt sei, sondern um eben dies zu verhindern, wie es aus seinem Umfeld heißt.

Der Oscar-Preisträger sei "sehr stolz" auf sein Bekenntnis zu einer Suchtbekämpfung, sagte ein Sprecher des Schauspielers. Nach etlichen Arbeitsprojekten wolle sich Williams einem "Feinschliff" unterziehen. TMZ zeigt ein Foto des Schauspielers aus einem Restaurant in der Nähe von Hazelden, auf dem gefasst und ruhig, aber er sehr schmal aussieht.

Seine Alkoholsucht war einer der Gründe, warum sich Williams 2008 nach 19 Jahren Beziehung von seiner zweiten Frau Marsha Garces scheiden ließ. Im Jahr darauf musste er sich einer schweren Herzoperation unterziehen, da sei er sich seiner Sterblichkeit bewusst geworden, sagte er.

Williams trank, weil er sich einsam fühlte und Angst hatte. "Es ist buchstäblich Furcht. Und du denkst, oh, das wird die Angst erträglich machen. Aber das tut es nicht." Angst wovor?, fragte ihn der "Guardian". "Vor allem. Es ist einfach ein generelles Arggghhh."

Auch Shia LaBeouf in Therapie

Dass viele Schauspieler dem öffentlichen Druck und den Anforderungen des Jobs nicht standhalten und zu Suchtmitteln greifen, ist bekannt. Auch US-Mime Shia LaBeouf ("Transformers") lässt sich derzeit gegen seine Alkohol-Abhängigkeit behandeln, laut TMZ nimmt er an Treffen der Anonymen Alkoholker teil.

Der 28-Jährige war in letzter Zeit durch ordnungswidriges Benehmen in der Öffentlichkeit aufgefallen, diese seien "Symptome eines größeren gesundheitlichen Problems", erklärte seine PR-Agentur. Er habe nun den ersten von vielen notwendigen Schritten unternommen, um wieder gesund zu werden.

ala



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