Jennifer Lawrence über Verhütung Noch nie schwanger, Gott sei Dank

Im christlichen Elternhaus von Jennifer Lawrence war Sex tabu. Jetzt verrät die US-Schauspielerin, wie sie als Teenager trotzdem verhüten konnte - und warum ihr das Thema so wichtig ist.

DPA

Das Liebesleben von Jennifer Lawrence ist bereits seit einigen Monaten Gegenstand lebhafter Debatten. Im November beschwerte sich die 25-jährige US-Schauspielerin darüber, dass Männer sich nur selten mit ihr verabreden würden. Und in einem Interview mit der Zeitschrift "Vogue" vermutete sie scherzhaft, ihr Jungfernhäutchen wachse nach.

Ganz ernst zeigte sich Lawrence nun in einem langen Interview mit dem US-Magazin "Glamour", dessen neues Covergirl sie ist. Es geht um Geburtenkontrolle und den Angriff auf eine Abtreibungsklinik der privaten Organisation Planned Parenthood (Geplante Elternschaft) im US-Bundesstaat Colorado. Dort hatte ein Mann Ende November drei Menschen erschossen und sich später als "Krieger im Namen der Babys" bezeichnet.

"Es ist ein Angriff auf Frauen"

Lawrence sagte, der Vorfall sei schrecklich. Er sei ein Angriff auf Frauen. Planned Parenthood sei nicht auf das Thema Abtreibungen zu reduzieren. "Es ist so viel mehr." Die Organisation macht Mädchen und Frauen zum Beispiel auch Verhütungsmittel zugänglich.

Und Lawrence verriet, wie Planned Parenthood auch ihr geholfen habe. "Ich wäre als Teenager nicht in der Lage gewesen, Kondome und all diese Dinge zu bekommen." Ihre Mutter sei sehr religiös gewesen, Sex in einem "Jesus-Haus" tabu. Heute sei sie froh, sagte Lawrence, dass sie bisher nicht schwanger gewesen sei.

Und was die Dating-Probleme anbelangt, die der schönen Darstellerin ohnehin wohl niemand so recht abnehmen mochte, gab Lawrence zu: "Ich bin wählerisch. Nur sehr, sehr selten springt bei mir der Funke über." Lawrence ist seit wenigen Tagen im Film "Joy" zu sehen. Statistiken des Wirtschaftsmagazins "Forbes" zufolge ist sie die am besten verdienende Schauspielerin der Welt.

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robin-masters 06.01.2016
1. Presse
so kann man natürlich auch die Presse anheizen...??
Gerdd 06.01.2016
2. Thema verfehlt!
Im teaser habt Ihr angegeben, JLaw hätte euch verraten, "wie sie als Teenagerin trotzdem verhüten konnte." Im Artikel nichts davon. Dabei hätte das doch durchaus wichtige Lebenshilfe für junge Menschen in ähnlicher Lage sein können. Oder erwartet Ihr, daß wir nun dem Link auf "Glamour" folgen und uns auf Englisch einen abbrechen? Erwartungen geweckt und dann sträflich nicht erfüllt - durchgefallen, setzen!
Thomas Rudi Edward Mx 06.01.2016
3. Planned Parenthood
Planned Parenthood führt eben auch Abtreibungen bis zur 24. Schwangerschaftswoche durch, in denen das Kind manchmal schon so groß ist, das es zerstückelt werden muss, bevor es herausgeholt wird (700g, 31 cm). Eine andere Technik ist es, den Fetus teilweise herauszuziehen und dann durch "Quetschen des Kopfes" oder "Abklemmen der Nabelschnur" zu töten (Partial Birth Abortion, siehe verlinkte Veröffentlichung). Weil das der US Kongress inzwischen verboten hat, empfiehlt "Planned Parenthood" in dem verlinkten Papier "zur Umgehung rechtlicher Schwierigkeiten" durch die Bauchhöhle der Mutter Digoxin ins Herz der Kinder beziehungsweise in hoher Konzentration ins Fruchtwasser zu spritzen, damit der Fetus abstirbt und dann "rechtlich einwandfrei" herausgezogen werden kann. Ich bin grundsätzlich nicht gegen Abtreibungen, aber einen 700g Fetus im Mutterleib zu töten, um ihn "juristisch einwandfrei" herausziehen zu können: das geht nicht. Recht hin oder her, das ist schlichtweg unethisch. Da spielt auch die Meinung eines Hollywood-Stars keine Rolle. http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2661467/
Frittenbude 06.01.2016
4.
Zitat von GerddIm teaser habt Ihr angegeben, JLaw hätte euch verraten, "wie sie als Teenagerin trotzdem verhüten konnte." Im Artikel nichts davon. Dabei hätte das doch durchaus wichtige Lebenshilfe für junge Menschen in ähnlicher Lage sein können. Oder erwartet Ihr, daß wir nun dem Link auf "Glamour" folgen und uns auf Englisch einen abbrechen? Erwartungen geweckt und dann sträflich nicht erfüllt - durchgefallen, setzen!
Natürlich steht das im Artikel; Planned Parenthood hat ihr Verhütungsmittel zugänglich gemacht. Ich würde also sagen: Selbst durchgefallen, setzen!
From7000islands 06.01.2016
5. Vermiedene Schwangerschaft
Die Bedeutung der Worte Jennifers ist hier im Artikel wohl nicht richtig wiedergegeben. Jennifer sagt nicht, dass sie "froh" sei, nicht schwanger geworden zu sein ( was so klingt, als haette sie beim Sex immer Glueck gehabt) , sondern sie ist "stolz". Das bdeutet nichts anderes, dass sie im Gegensatz zur haufigen Praxis in ihrem Gewerbe niemals mit einem Boss hat ins Bett gehen muessen - also eine Selbsterhoehung in diesem Interview, um ihre Qualitaet als Schauspielerin zu unterstreichen. Die Story mit ihrem Hymen, das wieder gewachsen ist, ist doch nur ein dummer Schmarren, um auf amerikanisch anzugeben.
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