Oslo - Wenn Usain Bolt einmal in Fahrt ist, sollte man sich ihm nicht in den Weg stellen. Der Leichtathlet gewann beim Wettkampf in Oslo die 100 Meter in 9,79 Sekunden. Dann musste der Jamaikaner doch abbremsen - für eine junge Frau. Die Blondine stand mit Blumen hinter der Ziellinie, als Bolt angerast kam.
Der Athlet hatte zwar schon weniger Speed drauf, lief aber trotzdem in das Blumenmädchen rein, oder - dank seiner Größe - fast über sie herüber. Die junge Dame strauchelte, stürzte beinahe auf die ziegelrote Bahn. Bolt griff ihr beherzt unter die Arme, fing sie auf - und grinste wie ein Lausbub.
Die Ein-Mann-Show hatte ihren Höhepunkt zu dem Zeitpunkt jedoch schon erreicht: Die etwa 15.000 Zuschauer im ausverkauften Bislett-Stadion tobten vor Begeisterung über den Sieg Bolts, Hunderte Arme streckten sich dem Idol auf der Ehrenrunde entgegen.
Am Abend entspannte der Athlet dann bei Musik: Als DJ legte er selbst auf und feierte seinen Sieg. Bolt war zum 29. Mal in vier Jahren auf der prestigeträchtigsten Sprintstrecke unter 10 Sekunden geblieben.
lgr/dpa
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