"Vollständig nutzlos": Prinz Philip lästert über Windenergie

Prinz Philip hat schon über Aborigines, betrunkene schottische Autofahrer und seine Ex-Schwiegertochter Sarah Ferguson gespottet. Jetzt nahm sich der Ehemann von Königin Elizabeth II. die Windenergie zur Brust: Windparks seien "völlig nutzlos" und "eine Schande".

Prinz Philip: Abneigung gegen Windräder Fotos
Getty Images

London - Windenergie ist sicher, umweltfreundlich und unerschöpflich. Sagen die einen. Zu den anderen gehört offenbar Prinz Philip. Der Gatte von Königin Elizabeth II. hat bei einem Empfang seine Meinung zu Windrädern unmissverständlich bekundet.

Windparks an Land seien "völlig nutzlos, vollständig von Fördermitteln abhängig und eine absolute Schande", sagte Philip laut "Sunday Telegraph" zu Esbjorn Wilmar von Infinergy, einem Unternehmen für erneuerbare Energien.

Auf Wilmars Entgegnung, Windenergie sei sehr rentabel, habe der Prinz gefragt, ob er an Märchen glaube, sagte Wilmar dem Blatt. Zum Vorschlag, auch auf seinen Ländereien Windräder zu bauen, habe der Prinz gesagt: "Bleiben Sie von meinem Grundbesitz weg, junger Mann."

Wilmar kommentierte die launigen Sprüche des Prinzen britisch-kühl: "Ich war von seinen sehr freimütigen Ansichten überrascht." Dagegen hieß es aus dem Buckingham Palace nur, man gebe zu privaten Gesprächen keinen Kommentar ab.

Verbale Aussetzer gehören bei dem 90-Jährigen schon fast zum Standardrepertoire. 1995 fragte er einen Fahrlehrer im schottischen Oban: "Wie schaffen Sie es, die Einheimischen so lange vom Saufen abzuhalten, dass sie die Prüfung bestehen?" Vier Jahre später sagte Philip laut "Herald Tribune" beim Besuch einer Fabrik über einen primitiven Sicherungskasten, dieser sehe aus, als sei er "von einem Inder eingebaut worden".

2001 lästerte er über seine Ex-Schwiegertochter Sarah Ferguson. Bei einem Empfang in Windsor Castle brüskierte er in großer Runde eine rothaarige Kellnerin, die ihm Cocktailwürstchen anbot. "Guter Gott, von dir kann ich keine Häppchen nehmen; du bist Fergie!" Als sich die junge Frau mit hochrotem Gesicht abwandte, legte der Prinz nach: "Sie arbeitet jetzt überall für Geld."

Und 2002 bewies er wenig Taktgefühl, als er beim Besuch in Australien eine Gruppe älterer Männer in einem Aborigine-Kultur-Park fragte :"Werft ihr noch mit Speeren aufeinander?"

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