Welt-Marihuana-Tag: Rihanna und die Grinsetorte

Rihannas Vorliebe für Gras: Happy 4/20! Fotos

Das gibt Ärger mit den Eltern: Anlässlich des weltweiten Marihuana-Tages hat Sängerin Rihanna auf ihrem Twitter-Account ein Foto gepostet, das ihre überwiegend jungen Fans vom Pfad der Tugend abbringen könnte.

Los Angeles - Auf dem Foto ist Rihanna in gewohnt aufreizender Pose mit einem Glimmstängel in der Hand zu sehen, der ein Joint sein könnte, es aber nicht sein muss. Aussagekräftiger ist da schon die Backstage-Dekoration: Neben ihr auf einem Tisch steht eine Torte in Form eines debil grinsenden Marihuana-Blattes, giftgrün, mit verdrehten Augen und einem Joint im Mundwinkel.

Am unteren Rand ist der unmissverständliche Hinweis auf den weltweiten Feiertag aller Kiffer zu lesen. "Happy 4/20 Riri!!!" Einen schönen 20. April wünscht Rihanna. Jugendgefährdend seien solche Tweets, unaufmerksam und dumm, so die Kritiker. Die Kommentare ihrer Fans auf Twitter waren allerdings überwiegend positiv, was sie zu dem Stoßseufzer "Womit habe ich so heldenhafte Fans verdient?" veranlasste.

Mit schöner Regelmäßigkeit führen die pädagogisch wenig wertvollen, aber für die Künstlerin offenbar vergnüglichen Provokationen in Sachen Legalisierung von Cannabis zu Protesten. Zu Halloween warf sie sich ebenso wie Lady Gaga ein Hanf-Kostüm über, brenzlig wurde es auf der Diamonds World Tour, als Drogenspürhunde der Polizei beim Grenzübergang nach Kanada in einem der Tourbusse Marihuana fanden.

Erst am Valentinstag soll Rihannas schlagkräftiger Immer-mal-wieder-Freund Chris Brown ihr ein ganz besonderes Geschenk gemacht haben: einen Strauß Marihuana. Rihanna twitterte offenbar ehrlich begeistert: "Rosen sind grün! Jemand weiß, wie man mich glücklich macht."

Rihannas Popularität ist ungebrochen: Mit 146 Millionen Download-Tracks gilt sie als erfolgreichste Digital-Künstlerin aller Zeiten. Zwölf Nummer-1-Hits hat sie in den vergangenen sechs Jahren gelandet, der "Rolling Stone" nannte sie den "Dschingis Khan der Single-Charts".

ala

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Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 38 Beiträge
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1. Von Vorgestern
krassmann 21.04.2013
Daß Musiker gern kiffen und andere Drogen nehmen ist schon seit den 1950ern Alltag. Wo ist der Skandal bitte? Wenn sich Rihanna als Weinkönigin verkleidet auf einem Weinfest zugeprsostet hätte, dann wäre das natürlich total in Ordnung. Dabei ist kiffen nun schon seit über 15 Jahren in diesem Lande nicht mehr illegal. *Kopfschüttel*
2. Skandal?
dirkozoid 21.04.2013
Der Skandal ist doch eher, dass Cannabis immer noch illegal ist und Leute, die niemanden schädigen, außer vielleicht sich selbst, kriminalisiert werden. Was auf dem Oktoberfest und in 'der Berichterstattung darüber passiert, ist ja pädagogisch sehr wertvoll. Ganz abgesehen von der Werbung für Alkohol, die saufen als gesellschaftlich wertvoll und harmlos darstellt.
3. Nein
LDaniel 21.04.2013
Zitat von krassmannDaß Musiker gern kiffen und andere Drogen nehmen ist schon seit den 1950ern Alltag. Wo ist der Skandal bitte? Wenn sich Rihanna als Weinkönigin verkleidet auf einem Weinfest zugeprsostet hätte, dann wäre das natürlich total in Ordnung. Dabei ist kiffen nun schon seit über 15 Jahren in diesem Lande nicht mehr illegal. *Kopfschüttel*
Wenn ich fast nur Kinder als Fans habe, ist es weder in Ordnung, sich seinen Fans mit dem Schnaps in der Hand zu zeigen und den Alkohol zu feiern, noch sich bekifft zeigen und Marihuana zu feiern. Ende. Soll sie rauchen und konsumieren was sie will, es zu verherrlichen ist davon noch lange nicht in Ordnung. Und die ewige unterschwellige Verharmlosung macht es auch nicht besser. Ja, Alkohol ist legal (in den USA übrigens ab 21!) - aber es wird auch nicht verherrlicht. Und Marihuana ist für die pubertierenden Fans von Rihanna auch in den USA nicht legal. Und es ist nicht von vorgestern zu versuchen Kinder von Alkohol und Drogen fernzuhalten.
4. danke, LDaniel
ich-kanns-nicht-glauben 21.04.2013
Sie machen es wieder mal deutlich: Es gibt eigentlich kein Drogenproblem (falls wir die älteren Korsakow-Kranken mal nicht mitrechnen), sondern vor allem ein Jugendschutzproblem - und das ist unabhängig davon, ob die Dorgen nurn legal oder illegalisiert sind. Leider ist das bei der Drogeenbeauftragten noch nicht angekommen.
5. Drogen
vitalik 21.04.2013
Zitat von dirkozoidDer Skandal ist doch eher, dass Cannabis immer noch illegal ist und Leute, die niemanden schädigen, außer vielleicht sich selbst, kriminalisiert werden. Was auf dem Oktoberfest und in 'der Berichterstattung darüber passiert, ist ja pädagogisch sehr wertvoll. Ganz abgesehen von der Werbung für Alkohol, die saufen als gesellschaftlich wertvoll und harmlos darstellt.
Ja, Alkohol und Zigaretten macht süchtig und schädigen den Konsumenten, aber was hat diese Tatsache damit zu tun, dass man Cannabis erlauben soll. Reichen Ihnen die beiden Sachen nicht aus, muss jetzt eine dritte dazukommen. Übrigens, ja klar, Sie schädigen nur Ihre Gesundheit und was ist mit den ganzen Menschen, die von betrunkenen überfahren, angegriffen und verletzt wurden. Hat Cannabis denn keine berauschende Wirkung? Ist ihre Wahrnehmung unverändert nach dem Konsum? Aber mir reicht auch die eine Tatsache und diese ist, dass Sie es legalisieren wollen nur um sich legal zu berauschen und das ist für Sie der einzige Grund.
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