Guinnessbuch-Eintrag Riesiges Orchester stellt neuen Weltrekord auf

Mehr als 7500 Musiker haben in der Frankfurter Commerzbank-Arena zusammengespielt. Damit haben sie einen neuen Rekord aufgestellt - als größtes Orchester der Welt.

Riesen-Orchester
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Riesen-Orchester


Exakt 7548 Musiker sind am Abend in die Frankfurter Commerzbank-Arena gekommen, um einen neuen Rekord aufzustellen. Als größtes Orchester der Welt haben sie sich mit der Aktion "Wir füllen das Stadion" ins Guinnessbuch der Rekorde gespielt.

Das bislang größte Orchester hatte 2013 im australischen Brisbane gespielt und war laut Guinness-Redaktion mit 7224 Musikern besetzt gewesen.

Das riesige Orchester spielte Auszüge aus Sinfonien von Dvorak und Beethoven, einen Song aus dem Musical "Starlight Express" und die Hymne "Music Was My First Love". Ein Rekordrichter des deutschen Rekordinstituts stellte den erfolgreichen Versuch fest.

Rekordverdächtige Streicher
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Rekordverdächtige Streicher

Schon bei der Generalprobe am späten Samstagvormittag waren viele der auf dem Fußballfeld der Arena aufgestellten Plastikstühle besetzt. Jens Illemann, ein Trompeter aus Hamburg, hatte die Idee, das weltgrößte Orchester zusammenzustellen. Dabei ging es Illemann nicht nur um den Rekord: "Wir wollen ein Zeichen setzen, wie sehr Musik verbinden kann und wie wichtig sie für Deutschland ist." Und Spaß mache es eben auch, mit so vielen Menschen zu musizieren, sagte er.

Rekordversuch sollte erst in Hamburg stattfinden

Illemann hatte Glück und fand in Stadionchef Patrik Meyer einen großen Musikfan. Lange war der Rekordversuch in Hamburg geplant, dann sagte ihm der dortige Veranstalter ab. Meyer dagegen, der selbst Schlagzeug spielt, sei sofort von der Idee begeistert gewesen. Und er bot gute Bedingungen: Frankfurt liegt zentral in Deutschland und das Stadion schützt die Instrumente mit seinem Zeltdach vor Regen. Auf einer "Musikmeile" vor dem Stadion spielten vor dem Rekordversuch Orchester und Bands.

Voraussetzung für den Weltrekord ist laut Guinness-Regeln, dass alle Orchester-Instrumente mit einer Mindestanzahl vertreten sind. Das ist laut Veranstalter gelungen. Sogar Gruppen aus Österreich und den Niederlanden seien gekommen. Viele Musiker haben sich zu ihrer Instrumentengruppe gesellt, einige saßen bei ihrem Heimatorchester. "Es soll sich für das Publikum gut anhören", sagte Illemann bei der Generalprobe. "Aber so wie das HR-Rundfunkorchester wird es wohl nicht klingen."

kry/dpa



insgesamt 9 Beiträge
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ANDIEFUZZICH 09.07.2016
1. Publikum
Das Bild zum Artikel zeigt auch, dass vielleicht mehr weltrekordshungrige Musiker anwesend waren als Zuschauer. Man kann sich auch nicht vorstellen, das Beethoven da noch gut klingt... Roll over Beethoven?
naive is beautiful 10.07.2016
2. Glückwunsch! Hier geht's endlich mal wieder um positive Gruppendynamik...
...statt all dieser unsäglichen Negativ-, Wut-, Depri-Veranstaltungen der jüngeren Vergangenheit, die nichts anderes als Anti-Stimmungsverbreitung im Sinn und Hirn haben. Die nachhaltige Botschaft aus Frankfurt sollte sein: Kreativität regt positive Energien an, schafft positive Kontakte und Freundschaften, kreiert Bestätigung und Anerkennung. All ihr Trumps, Farages, von und zu Storchs, Wilders - aber auch sonstige Berufsspaßbremsen und Antikreative wie all die Petrys, Wagenknechts, ja auch Hofreiters: Wer nicht in der Lage ist zu lächeln, sollte weder sein Konterfei in Kameras halten noch sich irgendwelche Illusionen machen, 'sein jeweiliges Volk' begeistern zu können (jedenfalls die Mehrheit, mag sie auch noch so schweigen). Wenn die Frankfurter Rekordveranstaltung allein nur den Zweck erfüllt hätte, Menschen (u.a. auch Lesern, Bloggern, manchen Profipolitikern, Wutbürgern, Verschwörungstheoretikern und ihren Anhängern) ein kurzes Innehalten und Lächeln aufs Gesicht zu zaubern, dann war das jeden Aufwand und Einsatz wert. Der Rekord ist ohnehin vergleichweise sekundär, was bleibt ist der Beweis, dass über 7200 Musikanten gleichzeitig und miteinander 'harmonieren können'. Zur Nachahmung in zahlreichen und unterschiedlichsten Lebenslagen wärmstens zu empfehlen ;)
visitor_2007 10.07.2016
3. Tja..
Ich erinnere mich an einen alten Woody Allen Comic: Es hieß sinngemäß, alle Leute fragen sich, wie viele Menschen passen in eine Telefonzelle - ich dagegen frage mich: Warum wollen die alle in eine Telefonzelle..
patrickkulinski 10.07.2016
4. Musikalischer Ausgleich
Nachdem Anfang Juni der World Club Dome (Elektronische Tanzmusik mit internationalen DJs, 3 Tage lang, 120.000 Besucher) im Stadion zugegen war ist das doch ein ganz netter Ausgleich, finde ich. :)
wilam 10.07.2016
5. wenn das Orchester
eine Ausdehnung (in welcher Richtung auch immer) von etwa 80 Metern hat, dann bringt schon die Physik eine Viertelsekunde Laufzeitunterschied des Schalls. Kann doch nicht sehr klar klingen....
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