Los Angeles - Whitney Houston kehrt nach Hause zurück: Der Leichnam der Popsängerin ist von Kalifornien in ihren Heimatstaat New Jersey an der Ostküste der USA geflogen worden. Die Familie plant nun die Trauerfeierlichkeiten. Vermutlich wird Houston, die im Alter von 48 Jahren gestorben war, am Freitag oder Samstag beigesetzt.
Nach Angaben der Familie könnte eine Totenwache abgehalten werden und am darauffolgenden Tag im Prudential Center in Newark die Trauerfeier stattfinden. In der Sportstätte finden 18.000 Menschen Platz.
Houston war am Samstagnachmittag von einem persönlichen Angestellten in der Badewanne ihres Zimmers im Beverly Hilton Hotel gefunden worden. Zu diesem Zeitpunkt habe sie sich unter Wasser befunden und sei offenbar bewusstlos gewesen, teilte der Sprecher der Polizei von Beverly Hills, Mark Rosen, mit. Mehrere Angestellte hätten die Sängerin aus der Badewanne gezogen und das Sicherheitspersonal des Hotels verständigt.
Nur eines scheint derzeit sicher: Ein Verbrechen war es nicht. Nichts weise auf Fremdverschulden oder Gewalteinwirkungen hin, sagte ein Gerichtsmediziner. Die Leiche Whitney Houstons war Sonntag obduziert worden. Man werde aber keine Todesursache ausschließen, ehe das Ergebnis des toxikologischen Gutachtens vorliege - und das kann noch sechs bis acht Wochen dauern.
Bei einer Feier in Los Angeles am Donnerstag sei Houston noch in guter Verfassung gewesen, sagte die Sängerin Kelly Price dem US-Nachrichtensender CNN. "Was ich am Donnerstag sah, war kein verwirrtes Verhalten. Das war nicht jemand, der high war", erinnerte sich Price an die Party, die im Vorfeld der Grammys stattfand. Houston habe getanzt und gelacht. Ermittler versuchen jetzt, durch Gespräche mit Familienmitgliedern und Freunden die letzten Stunden im Leben der Sängerin zu rekonstruieren, berichtet die "Los Angeles Times".
So still es vor ihrem Tod um Houston geworden war, so sehr belebte ihr Tod ihre Plattenumsätze. Am späten Montag belegte die Soul-Sängerin ganze 27 Plätze in den Top 100 der iTunes-Charts. Auf Nummer eins landete ihr Hit "I Will Always Love You" - und das noch vor "Rolling In The Deep" von Grammy-Abräumerin Adele. Auch in Deutschland spielten Radiosender Houston-Songs. Am Tag nach ihrem Tod wurden fast hundertmal so viele Houston-Alben heruntergeladen wie am Vortag, wie die Marktforschungsfirma Media Control berichtete.
jbr/dapd/dpa
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