Los Angeles - 41 Seiten umfasst der Abschlussbericht der Gerichtsmedizin, der am Mittwoch in Los Angeles veröffentlicht wurde. Demnach ertrank Popstar Whitney Houston mit dem Gesicht nach unten in der Badewanne. Außerdem sei in dem Hotelzimmer, in dem die 48-Jährige vor zwei Monaten ums Leben kam, ein weißes Pulver gefunden worden.
Ob es sich bei den im Zimmer nachgewiesenen Substanzen um Kokain handelte, wurde in dem Bericht nicht ausdrücklich mitgeteilt. Die Droge wurde aber bereits laut dem vor zwei Wochen veröffentlichten vorläufigen Obduktionsbericht im Körper Houstons nachgewiesen.
Der endgültige Bericht bestätigt im Wesentlichen den vorläufigen Report: Die Gerichtsmediziner gehen weiter davon aus, dass Houstons Tod ein Unfall war. Sie sei ertrunken, "die Folge einer Herzerkrankung mit Arterienverkalkung und von Kokainkonsum".
Die Ermittler fanden im Badezimmer einen kleinen Löffel mit einer "weißen kristallinen Substanz", auf einem Handspiegel seien Spuren derselben Substanz gefunden worden. Neben einer offenen Sektflasche lagen auch Dutzende Fläschchen mit verschreibungspflichtigen Medikamenten in dem Zimmer. Verletzungen oder irgendwelche Hinweise auf ein Verbrechen wurden nicht gefunden.
Vor ihrem Tod habe die Sängerin über Halsschmerzen geklagt und ihre Assistentin habe ihr vorgeschlagen, ein Bad zu nehmen. Als die Assistentin später nach ihr sehen wollte, habe sie Houston tot in der Badewanne gefunden.
Weder Gerichtsmediziner noch die Polizei wollten sich zu Details des Berichts äußern - etwa, wann Houston zuletzt Kokain eingenommen habe. Polizeisprecher Mark Rosen sagte, die Ermittlungen seien noch nicht abgeschlossen.
Houston war am 11. Februar in ihrem Hotelzimmer in Beverly Hills leblos in der Badewanne entdeckt worden. Sie hatte seit Jahren immer wieder mit Drogen- und Alkoholproblemen zu kämpfen. Der Superstar hatte von Mitte der 80er Jahre bis weit in die 90er hinein die Charts regiert. Ihr Song "I Will Always Love You" für den Soundtrack des Films "Bodyguard" wurde die Liebeshymne einer ganzen Generation und ist die weltweit meistverkaufte Single einer Sängerin. Vor wenigen Tagen wurde der Trailer zu dem Film "Sparkle" veröffentlicht, in dem Houston ihren letzten Auftritt als Schauspielerin hatte.
siu/dpa/dapd
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