Wiener Opernball Lindsay Lohan lässt Lugner im Stich

Shoppen statt schwofen: Weil sie unbedingt noch einkaufen gehen wollte, hat US-Schauspielerin Lindsay Lohan ihren Flieger nach Wien verpasst - und damit ihr vielbeachtetes Date mit dem Baulöwen Richard Lugner. Der sucht jetzt auf die Schnelle ein neues Party-Häschen für seinen großen Auftritt.


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Los Angeles - Jung, problembeladen, unzuverlässig: Seine Entscheidung, die erst 23-jährige Schauspielerin und Musikerin Lindsay Lohan in diesem Jahr als Begleiterin für den Wiener Opernball zu wählen, könnte der österreichische Bauunternehmer Richard Lugner inzwischen bereuen.

Bereits vor wenigen Tagen stand Lohans Besuch auf der Kippe: Weil sie gegen Bewährungsauflagen verstoßen haben soll, war unklar, ob ihr die Ausreise aus den USA überhaupt erlaubt würde. Im Jahr 2007 war die Schauspielerin wegen Fahrens unter Alkohol- und Drogeneinfluss zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden.

Vor dem geplanten Abflug nach Österreich hatte Lohan zunächst in Los Angeles einen Gerichtstermin wahrgenommen, war dann aber nicht wie vereinbart zum Flughafen geeilt, wo ein Linienflug nach London wartete. "Sie wollte lieber shoppen gehen", erklärte Lugner der Nachrichtenagentur APA.

Mit zweistündiger Verspätung sei die 23-Jährige auf dem Flugfeld aufgekreuzt - da hatte sich die von der Fluggesellschaft geforderte Standgebühr bereits auf 16.000 Euro erhöht. Doch weder Lugner noch Lohan konnten diese begleichen. Die Schauspielerin und ihr Anhang wurden von der Fluggesellschaft aufgefordert, den Flieger zu verlassen.

British Airways habe ihn persönlich kontaktiert und nach seiner Kredikartennummer gefragt, sagte Lugner. "Aber ich habe keinen unbegrenzten Kredit", so der Unternehmer bedauernd. Zwar habe Lohan selbst zahlen wollen, aber ihr Kreditkartenrahmen sei nicht hoch genug gewesen. Damit sei der Auftritt beim Opernball am Donnerstagabend geplatzt, denn "nach dem Ball brauchen wir sie auch nicht mehr".

Laut eigenen Angaben soll Lugner, Spitzname "Mörtel", dem US-Sternchen 100.000 Euro Reisekosten vorgestreckt haben, weil diese angab, mit einem Privatjet anreisen zu wollen. Gebucht habe das Management von Lohan dann allerdings einen Linienflug nach London, sagte Lugner der APA. Erst in der britischen Hauptstadt wäre die 23-jährige Schauspielerin demnach in ein Privatflugzeug nach Wien umgestiegen. Jetzt fordert der Baulöwe sein Geld zurück.

Lugner hatte die skandalerprobte Schauspielerin für eine unbekannte Summe als Begleitung für den Wiener Opernball engagiert. Der 77-Jährige will nun versuchen, schnell einen Promi-Ersatzgast zu organisieren. Einen "Überraschungsgast" habe er ohnehin in petto, hatte er Anfang der Woche erklärt.

Im vergangenen Jahr war die aus der Fernsehserie "Desperate Housewives" bekannte US-Schauspielerin Nicollette Sheridan Begleiterin von Lugner. In den Jahren zuvor hatte er Sophia Loren, Pamela Anderson und Andie MacDowell an seiner Seite.

ala/apn/dpa



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