Charlottetown - An seinen Absichten ließ Prinz William keinen Zweifel: Auf die Frage, wer denn gewinnen würde, antwortete er laut "People" schon vor dem Start: "Wir natürlich". Und dann ließ der 29-Jährige Taten folgen. Sein Team triumphierte bei einem Drachenbootrennen in Kanada gegen die Mannschaft seiner Frau Kate.
Der Vorsprung betrug am Ende weniger als eine halbe Bootslänge. Als William nach dem knappen Sieg eine Champagnerflasche als Preis entgegennahm, scherzte er: "Es gibt kein galantes Benehmen im Sport."
Vielleicht war William auch noch von seiner Performance als Pilot euphorisiert. Vor dem Rennen hatte er einen Hubschrauber im Wasser notgelandet. Die Landung sei sanft gewesen, schrieb die Zeitung "Globe and Mail" anerkennend. Bei dem "Waterbird Training" wurde bei einem "Sea King" der kanadischen Streitkräfte der Ausfall eines der beiden Triebwerke simuliert. William, der Hubschrauberpilot in der britischen Luftwaffe ist, musste die sechs Tonnen schwere Maschine dann notwassern. Er führte die Übung gleich mehrmals durch.
Der "Sea King", ein 50 Jahre alter Hubschraubertyp, ist bei den kanadischen Piloten ebenso beliebt wie bei den deutschen Marinefliegern. Die kanadischen Streitkräfte haben jedoch fast ein Drittel ihrer einst 41 "Sea King"-Maschinen durch Abstürze verloren.
Das Manöver und das Drachenbootrennen auf Prince Edward Island im Osten Kanadas waren Teil des Besuchsprogramms des königlichen Paares. Um die Royals zu begrüßen, hatten hunderte Besucher in Zelten oder unter freiem Himmel übernachtet. Schließlich bejubelten rund 20.000 Schaulustige das königliche Paar in der Stadt Charlottetown.
"Es ist ein ganz besonderer Moment für Catherine und mich, hier an Kanadas Atlantikküste zu stehen, vor dem Province House, in dem die kanadische Föderation geschmiedet wurde", sagte William. In dem Gebäude begann 1864 der Prozess, der drei Jahre später zur Staatsgründung führte. "Hier, am Schmelztiegel der kanadischen Nation, freuen wir uns, möglichst viele von Euch zu treffen", so der 29-Jährige. Herzogin Kate äußerte sich nicht offiziell - wie es das Protokoll für die ganze Reise vorsieht.
hut/dpa
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