Winehouse-Ex "Amy wurde bewusstlos und hörte auf zu atmen"

Amy Winehouses Befürchtungen werden wahr: Ihr Ex-Mann plaudert ungeniert über das Leben an der Seite der drogensüchtigen Sängerin. Dabei war er derjenige, der die 25-Jährige überhaupt mit Crack und Heroin in Kontakt brachte. Nun inszeniert sich Blake Fielder-Civil als Lebensretter.


London - Der Ex-Mann von Amy Winehouse behauptet, der britischen Sängerin nach einem Drogenexzess das Leben gerettet zu haben. Während ihrer Ehe sei die skandalumwitterte Musikerin einmal so sehr mit Rauschgift vollgepumpt gewesen, dass sie Schaum vor dem Mund bekam und wie bei einem epileptischen Anfall zuckte, sagte Blake Fielder-Civil der britischen Zeitung "The Sun".

"Dann wurde sie plötzlich bewusstlos und hat aufgehört zu atmen", erzählte der 27-Jährige. "Das war das Schlimmste, was ich je gesehen habe. Ich habe sie an mich gezogen und gedacht, dass sie in meinen Armen sterben würde." Es sei ihm dann gelungen, Winehouse von Mund zu Mund zu beatmen. "Dann sah ich, wie sich ihr Brustkorb wieder bewegte."

Fielder-Civil ist erst vor wenigen Wochen von der fünffachen Grammy-Gewinnerin ("Rehab", "Back To Black") geschieden worden. In früheren Interviews hatte er zugegeben, Winehouse mit harten Drogen wie Crack und Heroin in Kontakt gebracht zu haben.

Ein Londoner Gericht hatte Winehouse kürzlich in einem Prozess um Körperverletzung für unschuldig befunden. Ihr war vorgeworfen worden, einen weiblichen Fan ins Gesicht geschlagen zu haben, der sie um ein Foto gebeten hatte. Winehouse hatte bestritten, die Frau absichtlich verletzt zu haben. "Nachdem ich die Aussagen aller Zeugen gehört habe, kann ich nicht sicher sein, dass es sich nicht um einen Unfall handelte", begründete der Vorsitzende Richter seinen Freispruch. Die 25-jährige Sängerin verließ den Gerichtssaal zufrieden. "Ich bin erleichtert", sagte sie.

Die Staatsanwaltschaft hatte Winehouse "vorsätzliche und nicht zu rechtfertigende Gewalt" vorgeworfen. Die Musikerin habe offenbar unter dem Einfluss von Alkohol oder "anderen Substanzen" gestanden, als sie im September am Rande eines Wohltätigkeitsballs eine Frau geschlagen habe, die sie um ein Foto gebeten hatte, hatte Staatsanwalt Lyall Thompson betont. Ihre Reaktion sei nicht zu rechtfertigen: "Sie hat auf eine höfliche Bitte schlecht reagiert."

jjc/dpa



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