Erschossener Rapper Verdächtiger im Mordfall XXXTentacion gefasst

Mindestens zwei Männer waren an der Tat beteiligt, einen hat die Polizei nun offenbar festgenommen: Wenige Tage nach der Ermordung des Rappers XXXTentacion sind die Ermittler einen Schritt weiter.

REUTERS/ Broward County Sheriffs Office

Im Fall des erschossenen Rappers XXXTentacion hat die Polizei einen Tatverdächtigen gefasst. Dedrick W. sei wegen Mordverdachts festgenommen worden, teilte die Polizei im US-Bundesstaat Florida mit. Der vorbestrafte 22-Jährige steht unter Verdacht, in Deerfield Beach nördlich von Miami den Musiker getötet zu haben.

Der 20-jährige XXXTentacion, der mit bürgerlichem Namen Jahseh Dwayne Onfroy hieß, war am Montag in Florida erschossen worden. Die Polizei vermutet einen Raubüberfall und hat eine Belohnung von 3000 Dollar für Hinweise ausgesetzt, die auf die Spur des oder der Täters führen.

Dem Anwalt des Rappers zufolge hatte XXXTentacion kurz vor der Tat Geld abgehoben, um sich ein Motorrad zu kaufen. Als er einen Laden verließ, fielen demnach die Schüsse. Zwei Männer sollen in einem dunklen Wagen vom Tatort geflohen sein. Ob nach einem möglichen zweiten Täter noch gesucht wird, ist bislang nicht klar.

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Mord an XXXTentacion: Tod eines Rappers

Der Rapper mit den Dreadlocks und Tattoos im Gesicht war 2014 in der Soundcloud-Szene bekannt geworden, aus der Künstler wie der 2017 verstorbene Lil Peep und Playboi Carti hervorgingen. Im März dieses Jahres erschien XXXTentacions Album "?" - es erreichte die Spitze der Billboard-Charts. Mit dem Song "Sad!" war er in den Top 10 vertreten.

Der Rapper stand unter Verdacht, gewalttätig gegen seine schwangere Freundin geworden zu sein. Dafür und für weitere mutmaßliche Vergehen musste er sich in der Vergangenheit vor Gericht verantworten, lokalen Medienberichten zufolge soll er auch im Gefängnis gewesen sein.

Im Video: Tod eines Rappers

Im Gedenken an XXXTentacion hatten am Mittwochabend Hunderte Fans die Melrose Avenue in Los Angeles blockiert. Im Netz kursieren Handyaufnahmen, die zeigen, wie die Trauernden Sprechchöre anstimmen und tanzen, auf Autodächer klettern und umherfahren. Bei den Randalen gingen Autoscheiben zu Bruch, einige Übermütige ließen sich von Häusern aus in die Menge fallen. Polizisten sollen Gummi- und Pfeffergeschosse eingesetzt haben, um die Menge zu zerstreuen.

mxw/Reuters/AP

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