Martin Luther King Day Zac Efron hat was zu feiern

Kleiner Tipp: Es ist keine gute Idee, die Anzahl seiner Instagram-Follower und den Feiertag zu Ehren eines Friedensnobelpreisträgers in einem Satz zu erwähnen. Diese Erfahrung hat Schauspieler Zac Efron gemacht.

Getty Images

Beyonce hat mehr als 57 Millionen Follower auf Instagram. Lady Gaga immerhin fast 14 Millionen. Und Zac Efron? Der ist ziemlich stolz darauf, endlich die 10-Millionen-Marke geknackt zu haben. Das tat der Schauspieler jüngst via Twitter kund. So weit, so harmlos.

Aber er verknüpfte die Nachricht zur Zahl der Follower mit einem Ereignis, das - bei allem Respekt für Efrons Social-Media-Erfolge - doch noch etwas mehr Relevanz hat: dem Martin Luther King Day, einem landesweiten Feiertag in den USA.

Er ist einer der bedeutendsten Figuren der jüngeren US-Geschichte gewidmet. King war einer der wichtigsten Anführer der Bürgerrechtsbewegung, setzte sich friedlich für die Gleichstellung von Afroamerikanern ein. Für seine Bemühungen wurde er 1964 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet.

Da wirkte es mehr als befremdlich, dass Efron twitterte: "Ich bin heute für ein paar Sachen dankbar: Martin Luther King Jr & 10 Millionen Follower." Hashtag: mlkday.

Efron solle vielleicht in den sozialen Netzwerken eine Pause einlegen, schlug selbst das Stars wohlgesinnte Blatt "Hollywood Life" vor. Die "Huffington Post" schrieb, es sei einfach unpassend, den Feiertag und einen Instagram-Erfolg gleichzeitig zu feiern. Und Mashable.com kommentierte, es sei schwierig, Mist zu bauen, wenn man sich dankbar zeigen wolle. Efron habe das aber ziemlich gut hinbekommen.

Auf Twitter gab es noch schärfere Reaktionen. Ein Nutzer schrieb sarkastisch, für Instagram-Follower habe King wirklich gekämpft.

Anderswo hieß es sinngemäß, der Feiertag solle doch Efrons nicht vorhandenen Beitrag zur Gesellschaft würdigen. Und ein weiterer User empfahl den Ausstieg aus Social Media.

Efron hat sich bislang nicht geäußert. Vielleicht sollte er sich auf das King-Zitat besinnen, das er im vergangenen Jahr postete: "Wir müssen die endliche Enttäuschung akzeptieren, aber nie die unendliche Hoffnung aufgeben."

ulz

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