Paparazzi-Aufnahmen: Zeitschrift veröffentlicht Oben-ohne-Fotos von Kate

Ein französisches Magazin hat Oben-ohne-Fotos der Herzogin von Cambridge veröffentlicht - und bewirbt damit offensiv seine aktuelle Ausgabe. Das Königshaus kritisiert dies scharf und kann auf Zurückhaltung britischer Medien hoffen.

Pikante Aufnahmen: Herzogin Catherine und die Fotografen Fotos
AP

London/Paris - Diese Seiten dürften noch für reichlich Diskussionen sorgen: Die Zeitschrift "Closer" hat in ihrer aktuellen Ausgabe Fotos veröffentlicht, auf denen die Duchess of Cambridge nur mit Bikini-Höschen bekleidet zu sehen ist. Das Magazin wirbt sogar damit auf der Titelseite.

Die Bilder sind ganz offensichtlich Paparazzi-Aufnahmen, die laut "Closer" während eines privaten Aufenthalts des Paares in der französischen Region Luberon entstanden. Die Aufnahmen wurden laut BBC gemacht, als das Paar sich in der vergangenen Woche im Landhaus von Lord Linley, einem Neffen der Queen, aufhielt.

Die Bilder wurden offensichtlich aus großer Distanz geschossen, teils sind sie unscharf - aber das royale Paar ist zu erkennen. Ausgebreitet auf den ersten fünf des Heftes sind mehrere Aufnahmen der beiden beim Sonnenbaden auf der Terrasse des Hauses, ein Foto zeigt das Feriendomizil - und auf mehreren Bildern ist Prinz Williams Frau oben ohne zu sehen. Angaben zum Fotografen gibt es nicht, nur den Hinweis "Alle Reproduktionen sind verboten, unter Vorbehalt rechtlicher Verfolgung".

Laut BBC hat das Königshaus die Echtheit der Aufnahmen bestätigt. Offizielle sagten demnach, das Paar hätte kaum an einem noch abgelegeneren Ort Urlaub machen können und könne nicht glauben, dass jemand solche Fotos mache und veröffentliche.

Paar prüft juristische Schritte

Das Paar selbst hat sich bisher nicht offiziell zu dem Vorfall geäußert. Aus dem Palast war allerdings zu vernehmen, die beiden seien sehr wütend, traurig und enttäuscht über die Aufnahmen, die sie als Verletzung ihrer Privatsphäre empfänden. Offenbar wird auch erwogen, juristisch gegen die Veröffentlichung vorzugehen. Laut "Telegraph" wurden Anwälte in Frankreich damit beauftragt zu prüfen, welche Schritte man gegen die Zeitschrift und den Fotografen einleiten könne.

Das Paar befindet sich aus Anlass des diamantenen Thronjubiläums der Queen auf einer Reise durch Asien. Derzeit hält es sich in Malaysia auf. Dort sollen der Prinz und seine Frau auch von der Veröffentlichung erfahren haben. Laut "Telegraph" haben die beiden die Bilder aber noch nicht selbst gesehen.

Laut BBC sollen auch britische Zeitungen die Bilder angeboten bekommen haben - und lehnten ab. Britische Medien haben sich in Bezug auf royale Scoops eine gewisse Zurückhaltung auferlegt. So druckte allein die "Sun" die Bilder des nackten Prinzen Harry ab.

"Closer" im Clinch mit Hollande

Der Fall ist besonders sensibel, weil es sich um ein französisches Magazin handelt. Die "Daily Mail" zitierte eine Quelle aus dem Palast: "Dieser Vorfall dreht die Uhr um 15 Jahre zurück" - eine Anspielung auf den Tod von Prinz Williams Mutter Diana, die 1997 auf der Flucht vor Paparazzi in der französischen Hauptstadt Paris bei einem Autounfall starb.

Ob aus den Fotos des Thronfolgerpaares Profit zu schlagen ist, bleibt abzuwarten. Während in Großbritannien die Veröffentlichungen für medialen Wirbel sorgten, blieb der Scoop in der Presseschau der französischen Rundfunkanstalten am Freitagmorgen unerwähnt.

Es ist nicht das erste Mal, dass "Closer", nach Eigendarstellung ein "People-Magazin", mit Paparazzi-Aufnahmen für Unmut sorgt: In dem Heft waren Ferienfotos vom präsidialen Paar Francois Hollande und Valérie Trierweiler zu sehen, die den Staatschef und seine Gefährtin züchtig im Badedress, aber eher unvorteilhaft zeigten. Jetzt droht der Redaktion eine Strafe von 24.000 Euro.

ulz/siu/sts

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