Zum siebten Geburtstag Mutter schenkt Tochter Gutschein für Brust-OP

Als "Menschliche Barbie" hat sie schon etliche Schönheits-Operationen hinter sich, jetzt soll auch ihr Kind unters Messer: Die Britin Sarah Burge hat ihrer Tochter Poppy einen 6000-Pfund-Gutschein für eine Brustvergrößerung geschenkt - zum siebten Geburtstag.


London - Sarah Burge hat ihre ganz eigene Vorstellung von Schönheit. Die 50-jährige Britin bezeichnet sich selbst als "Menschliche Barbie" und hat schon mehr als eine halbe Million Pfund für Schönheitsoperationen ausgegeben. Nun erregt Burge mit einem Geburtstagsgeschenk für ihre kleine Tochter Aufsehen: Poppy bekam zu ihrem siebten Geburtstag einen Gutschein über 6000 Pfund (etwa 6750 Euro) für eine Brust-Vergrößerung, berichtete unter anderem die "Daily Mail".

Den Gutschein kann das Kind allerdings erst mit 16 Jahren einlösen - erst in diesem Alter ist die Schönheitsoperation legal. Poppy habe "vor Freude gequietscht", als sie den Gutschein bekommen habe, sagte Burge laut "Daily Mail". Die Tochter habe um eine Brustvergrößerung geradezu gebettelt. "Falls sie natürliche große Brüste entwickelt, kann sie mit dem Gutschein etwas anderes machen lassen."

Der Gutschein war offenbar Teil eines großen Verwöhnpaketes: Insgesamt 12.000 Pfund gab Burge etwa für Maniküren und Pediküren für Poppy und sieben Freundinnen aus. Zu den Geburtstagsgaben zählten zudem ein Computer, ein Set Swarovski-Schmuck und das Versprechen auf einen Abstecher in ein Spa im Wert von 4000 Pfund.

"Ich glaube nicht, dass ihr dieses Geschenk schadet"

Die 50-jährige Burge ist bekannt für ihren bizarren Umgang mit ihrem Körper. Im vergangenen Jahr hatte sie ihrer damals 15-jährigen Tochter Hannah Botox-Injektionen verabreicht. Zudem geriet sie in die Kritik, als sie zugab, die damals sechsjährige Poppy zum Pole-Dance-Unterricht geschickt zu haben.

Burge kann die Kritik nicht verstehen. "Ich werde wütend, wenn Fremde sagen, ich sei eine schlechte Mutter. Ich glaube nicht, dass ihr dieses Geschenk schadet." Burge will sich in diesem Jahr weiteren Operationen unterziehen, die Poppy auf Video ansehen soll. "Ich will, dass Poppy weiß, was geschehen wird", so Burge.

"Poppy ist ein normales Kind, das sportlich ist und gerne draußen spielt", sagte Burge. Mädchen wollten nicht mehr Schneeweißchen und Aschenputtel sein, sondern Freundin oder Frau prominenter Männer oder Berühmtheiten wie Cheryl Cole oder Lady Gaga. "Ich unterstütze Poppy einfach und verwirkliche ihre Träume."

Der Verband britischer Schönheitschirurgen verurteilte das Vorgehen der 50-Jährigen. Ihr Vorgehen banalisiere das Thema plastische Chirurgie. In Großbritannien ist gerade eine politische Diskussion im Gange, die sich gegen die Sexualisierung von Kindern wendet. Mehrere Bekleidungsketten haben eine Vereinbarung unterzeichnet, wonach Kleidung für Kinder, die auf deren Sexualisierung abzielt, nicht mehr verkauft werden soll, etwa T-Shirts mit dem Aufdruck "Künftiger Pornostar".

ulz/dpa

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