[10.59 Uhr] Größter Schaden für Con Edison
"Sandy" hat den schwersten Schaden in der Geschichte von Con Edison angerichtet, wie ein Sprecher des Energieunternehmens mitteilte.
[10.41 Uhr] Lady Gaga ist stolz auf ihre Oma
"Dieses Wasser, das Downtown flutet, während meine Freunde im Dunkeln sitzen, macht mich traurig", schrieb Lady Gaga auf Twitter und Facebook. "Ich liebe Dich, New York. Ich vermisse Dich, Mama, Papa, (Schwester) Natali und alle meine Freunde. Ich wäre gern bei Euch im Regen." Es sei ein starkes Statement für New York, dass keiner ihrer Freunde oder Angehörigen die Stadt verlassen habe - sogar ihre blinde Oma sei in New Jersey geblieben.
[10.30 Uhr] Dammbruch in New Jersey
Im Norden des US-Bundesstaats New Jersey ist ein Damm gebrochen. Drei Städte wurden überflutet: Moonachie, Little Ferry und Carlstadt. "Wir sind im Rettungsmodus", heißt es bei den Behörden.
[10.15 Uhr] "Unwetter werden häufiger und heftiger"
An extreme Unwetter wie den Sturm "Sandy" werden sich die Bürger nach Ansicht des deutschen Umweltbundesamt-Präsidenten Jochen Flasbarth gewöhnen müssen. "Extreme Wetterereignisse werden häufiger & heftiger",twitterte Flasbarth und fügte an: "Hurikkan Sandy ist kein 'Beweis' für den Klimawandel, aber er liegt im Prognosekorridor."
[10.09 Uhr] Rock and Roll Hall of Fame beschädigt
Durch Wind und Wasser ist die Rock and Roll-Ruhmeshalle in Cleveland (Ohio) beschädigt worden, wie der Sender CNN berichtet. Das Museum ehrt berühmte Musiker und Produzenten.
[09.19 Uhr] Zahl der Opfer steigt
Bis zum frühen Dienstagmorgen sind in den USA und Kanada 16 Menschen getötet worden. Die Todesopfer wurden aus New Jersey, New York, Maryland, North Carolina, West Virginia, Pennsylvania und Connecticut gemeldet.
[09.10 Uhr] Brände in Queens breiten sich aus
Mehr als 50 Häuser in Breezy Point sind zerstört, etwa 200 Mitarbeiter der Feuerwehr sind in einem überschwemmten Bezirk des New Yorker Stadtteils Queens im Einsatz. Zwei Menschen wurden bei dem Feuer leicht verletzt. Der Sender NBC hat ein Video der Brände veröffentlicht.
[08.42 Uhr] "Sandy" kostet bis zu 20 Milliarden Dollar
"Sandy" hat bei seinem Aufprall auf die US-Ostküste der USA laut einer ersten Expertenschätzung Schäden von bis zu 20 Milliarden US-Dollar angerichtet. Die Versicherungsbranche dürfte davon fünf bis zehn Milliarden Dollar zu tragen haben, teilte der auf Risikoanalysen spezialisierte Versicherungsdienstleister Eqecat mit. Den volkswirtschaftlichen Schaden schätzen die Experten auf zehn bis 20 Milliarden Dollar.
[08.35 Uhr] Ölpreise geben nach
Die Ölpreise haben am Dienstagmorgen leicht im Minus notiert, Experten erklärten die Abschläge auch mit Auswirkungen des schweren Sturms. Ein Barrel Rohöl (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Dezember kostete im frühen Handel 108,96 US-Dollar. Das waren 48 Cent weniger als am Montag. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI sank um 32 Cent auf 85,22 Dollar.
Wegen Sandy haben mehrere US-Ölraffinerien ihre Produktion eingestellt. Dies führt dazu, dass die ohnehin hohen amerikanischen Lagerbestände an Rohöl weiter wachsen - was Druck auf die Ölpreise ausübt. Ein entgegengesetzter Effekt ergibt sich bei Ölprodukten wie Benzin. Dort ziehen die Preise wegen der geschlossenen Weiterverarbeitungsanlagen an.
[07.50 Uhr] Schlimmstes Desaster der New Yorker U-Bahn
Die New Yorker U-Bahn sei 108 Jahre alt und hätte noch niemals eine schlimmere Katastrophe erlebt, wie in der vergangenen Nacht. Das sagte Joseph J. Lhota, der Vorsitzende der Metropolitan Transportation Authority (M.T.A.). "Wir alle kümmern uns darum, das System so schnell wie möglich wieder zum Laufen zu bringen - um New York wieder in einem Normalzustand zu versetzen." Ein genauer Zeitpunkt ist nicht bekannt. Sieben U-Bahn-Schächte sind nach Angaben der Verkehrsbehörde überflutet, die meisten davon liegen demnach unter dem East River. Die Hafenbehörde hat ein Video von der Überschwemmung im Holland-Tunnel veröffentlicht.
[07.12 Uhr] Krankenhaus-Evakuierung dauert an
Noch immer arbeiten Rettungskräfte daran, die mehr als 200 Patienten des New Yorker Universitätskrankenhauses zu evakuieren - darunter 20 Babys. Der Ausfall eines Notstromaggregats hatte diesen Schritt nötig gemacht. Dutzende Krankenwagen stehen vor dem NYU Langone Medical Center, um die Patienten in umliegende Hospitäler zu bringen. Selbst E-Mails und Telefone würden nicht mehr funktionieren, zitiert die "New York Times" eine Sprecherin des Krankenhauses.
[07.00 Uhr] Weitere Flüge annulliert
Am Frankfurter Flughafen wurden neun weitere Flüge in die USA gestrichen, wie ein Sprecher des Flughafenbetreibers Fraport mitteilte. Außerdem würden zwölf Flüge von der US-Ostküste nach Frankfurt nicht durchgeführt. Betroffen seien die Flughäfen in New York, Washington, Boston und Philadelphia. Ob im Laufe des Tages noch weitere Annullierungen hinzukommen werden, konnte der Sprecher nicht sagen.
[06.15 Uhr] Romney will an "Sturmhilfe-Event" teilnehmen
Der republikanische US-Präsidentschaftskandidat Mitt Romney hat seine Teilnahme an einer Veranstaltung für die Opfer des Wirbelsturms "Sandy" angekündigt. Romney werde am Dienstag im besonders umkämpften Bundesstaat Ohio einem "Sturmhilfe-Event" beiwohnen, teilte sein Wahlkampfteam mit. Neben dem Politiker sollen auch der US-Autorennfahrer Richard Petty und der Country-Musiker Randy Owen auftreten.
[06.11 Uhr] Warnungen auch in Kanada
Auch Teile Kanadas bekommen Ausläufer des Sturms zu spüren. Die Menschen in Ontario, Québec und östlich gelegener Provinzen wurden von den Behörden aufgefordert, sich auf das Unwetter vorzubereiten. In Toronto wurde eine Frau nach Polizeiangaben von umherfliegenden Teilen tödlich getroffen.
[05.52 Uhr] Mehrere Brände ausgelöst
In der Stadt haben herabstürzende Stromleitungen zahlreiche Brände ausgelöst, wie Bürgermeister Bloomberg mitteilte. Zudem sei die Fassade eines viergeschossigen Hauses in Manhattan eingestürzt. Verletzt wurde niemand.
[05.43 Uhr] Mindestens 13 Tote
Die Zahl der Todesopfer hat sich auf mindestens 13 erhöht. Die Todesopfer wurden aus New Jersey, New York, West Virginia, Pennsylvania und Connecticut gemeldet. Wegen des Sturms waren in der Nacht zum Dienstag in verschiedenen Regionen mindestens 5,2 Millionen Menschen ohne Strom.
[05.31 Uhr] Vom Hurrikan zum Sturm
Das Nationale Hurrikanzentrum der USA hat "Sandy" vom Hurrikan zum post-tropischen Wirbelsturm herabgestuft. Dieser Schritt hatte allerdings kaum praktische Bedeutung: Nicht zuletzt wegen seines riesigen Ausmaßes hat der Sturm nichts von seiner Gefährlichkeit für die 50 Millionen Menschen im Osten des Landes verloren. Seine Windgeschwindigkeiten erreichten zunächst noch immer bis zu 135 Kilometer pro Stunde.
[05.08 Uhr] Explosion bestätigt
Con Edison hat die Explosion in einem Umspannwerk am Ende der 14th Street bestätigt. Die genaue Ursache sei noch unklar, sagte John Miksad, senior vice-president. Hochwasser oder Trümmer könnten damit zu tun haben. Auf dem Video von der Explosion ist ein riesiger Lichtball mitten in New York zu sehen.
[04.55 Uhr] Schwere Überflutungen in Atlantic City
"Sandy" hat die Spielermetropole Atlantic City im US-Bundesstaat New Jersey schwer überflutet. Der TV-Sender CNN zeigte Bilder von Straßen, in denen das Wasser hüfthoch steht. Auch Teile der berühmten Strandpromenade waren verschluckt. Bürgermeister Lorenzo Langford hatte bereits zuvor eine Ausgangssperre bis Dienstagmorgen (Ortszeit) verfügt.
Auch Hoboken in New Jersey, Nachbarstadt von New York auf der anderen Seite des Hudson, versank im Wasser. Bürgermeisterin Dawn Zimmer sagte dem Sender CNN, die Hälfte der Stadt sei überflutet.
[04.45 Uhr] NFL reagiert auf "Sandy", New York Marathon soll stattfinden
Die nordamerikanischen Football-Profiliga NFL hat auf die Auswirkungen von "Sandy" reagiert und die Transferperiode um zwei Tage verlängert. Ursprünglich sollte die Wechselfrist am Dienstag enden, wurde nun aber auf Donnerstag verschoben. Aufgrund des Sturms hatten die New York Giants, New York Jets, Philadelphia Eagles und Baltimore Ravens am Montag ihre Spieler und Angestellten aufgefordert, daheim zu bleiben. Auch das NFL-Büro in New York blieb bis Dienstag geschlossen.
Unterdessen gaben die Veranstalter des New York-Marathons bekannt, dass der Lauf am Sonntag nach jetzigem Stand wie geplant stattfindet. "Die Zeit ist auf unserer Seite", sagte Geschäftsführerin Mary Wittenberg. Als logistische Herausforderung könnte sich jedoch die Anreise der 18.000 bis 20.000 internationalen Läufer erweisen, da die Flughäfen in New York geschlossen sind. Die Fluggesellschaft United Airlines hat bereits angekündigt, den Elite-Läufern beim Umbuchen behilflich zu sein. Zum New York-Marathon werden mehr als 45.000 Teilnehmer erwartet.
[04.22 Uhr] Con Edison dementiert
"Keine Mitarbeiter von Con Edison sind in einem Gebäude eingeschlossen", teilte das Unternehmen von wenigen Minuten via Twitter mit und dementierte damit einen Bericht der Nachrichtenagentur Reuters. Die hatte gemeldet, dass 19 Arbeiter der Stromgesellschaft in einem Kraftwerk eingeschlossen waren.
[04.06 Uhr] Alarm bei Amerikas ältestem Kernkraftwerk
Die zweite von insgesamt vier Alarmstufen ist beim ältesten Atomkraftwerk Oyster Creek in Lacey Township der USA (Bundesstaat New Jersey) ausgerufen worden. Schon vor "Sandy" war das Kraftwerk wegen einer Routinekontrolle vom Netz genommen worden. Nach Angaben der Atomregulierungsbehörde wurde gegen 19 Uhr Ortszeit ein "ungewöhnliches Ereignis" gemeldet, als das Hochwasser eine bestimmte Höhe erreichte. Knapp zwei Stunden später wurde die Lage zum "Alarmzustand" hochgestuft, der zweitniedrigsten von vier Stufen.
Die "New York Times" berichtet, dass das Wasser auf über sechs Fuß (umgerechnet rund 1,83 Meter) gestiegen sei. Demnach würde das Kraftwerk bei einer Höhe von über sieben Fuß (2,13 Meter) seine Abklingbecken für die Brennstäbe nicht mehr in gewohnter Weise kühlen können. Die Zeitung beruft sich auf Neil Sheehan, einen Sprecher der Atomregulierungsbehörde. Im Ernstfall würden die Arbeiter Schläuche nutzen, um Extra-Wasser in die Becken zu pumpen und die Brennstäbe zu kühlen.
Nach offiziellen Angaben sind alle US-Atomkraftwerke weiterhin in einem sicheren Zustand. Die Wassermassen in der Nähe von Oyster Creek in der Nähe des Atlantiks sollten innerhalb der kommenden Stunden zurückgehen. Oyster Creek ging 1969 ans Netz und liefert neun Prozent des in New Jersey verbrauchten Stroms.
[04.00 Uhr] Wasser im Battery Park steigt höher als erwartet
Das Hochwasser im Battery Park an der Südspitze Manhattans ist auf über vier Meter gestiegen und damit deutlich höher als erwartet.
[03.52 Uhr] Universitätskrankenhaus von New York muss evakuiert werden
Weil der Notstromgenerator ausgefallen ist, muss das Universitätskrankenhaus von New York evakuiert werden. Das sagte Bürgermeister Michael Bloomberg.
[03.46 Uhr] Windgeschwindigkeiten in Washington erreichen ihren Höhepunkt
Während das ländliche West Virginia mit einem Schnee-Sturm zu kämpfen hat, haben die Windgeschwindigkeiten in der Hauptstadt mit 60 Meilen pro Stunde (etwa 100 Stundenkilometer) ihren Höhepunkt erreicht. Wie die Zeitung "Washington Post" berichtet, wurde dies sowohl am Reagan National Airport als auch auf der National Mall gemessen.
[03.41 Uhr] Wasser in U-Bahn-Tunneln soll 1,20 Meter hoch stehen
In New York strömt das Hochwasser auch in U-Bahn-Stationen. Die Verkehrsbehörde MTA teilte zunächst mit, besonders betroffen seien die Tunnel unter dem East River. Dies wurde später mit dem Hinweis korrigiert, man habe noch keinen genauen Überblick über das Ausmaß der Schäden durch den Wirbelsturm "Sandy". Andere Sender berichteten, dass das Wasser 1,20 Meter hoch in den Tunneln stehe.
Zuvor war der U-Bahn-Verkehr auf unbestimmte Zeit eingestellt worden. MTA dementierte Spekulationen, wonach es mindestens eine Woche dauern werde, bis die Metro wieder fahren könne. "Diese Gerüchte sind falsch. MTA kann den Schaden nicht vor Dienstag abschätzen. Es ist zu früh, um einen Zeitplan für die Wiedereröffnung zu nennen", teilte das Unternehmen über Twitter mit. Experten befürchten, dass das einströmende Salzwasser unter anderem das Signalsystem der Untergrundbahn erheblich beschädigen wird.
[03.30 Uhr] Insgesamt drei Millionen Menschen ohne Strom
Ein kurzer Zwischenstand von "Sandys" Auswirkung: In zahlreichen Städten standen Straßen unter Wasser; bei mehr als drei Millionen Menschen fiel der Strom aus; die Behörden wiesen mehr als eine Million Menschen an, küstennahe Gebiete zu verlassen. Insgesamt werden voraussichtlich rund 50 Millionen Menschen von "Sandy" unmittelbar betroffen sein.
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