Lösegeldzahlung Piraten geben deutschen Tanker frei

Somalische Seeräuber haben das deutsche Schiff "Marida Marguerite" freigelassen. Der Preis dafür war hoch: Angeblich sollen 5,5 Millionen Dollar Lösegeld geflossen sein.

Die "Marida Marguerite" auf einem Archivfoto: "Allen 22 Besatzungsmitgliedern geht es gut"
DPA

Die "Marida Marguerite" auf einem Archivfoto: "Allen 22 Besatzungsmitgliedern geht es gut"


Mombasa - Wie die in Kenia ansässige unabhängige Beobachtergruppe East African Seafarers Assistance Programme am Dienstag mitteilte, ließen die Kidnapper den im Mai entführten Tanker MT "Marida Marguerite" frei. "Die 'Marida Marguerite' fährt jetzt in ruhige Gewässer. Allen 22 Besatzungsmitgliedern geht es gut", sagte ein Sprecher der Organisation, Andrew Mwangura. Am Samstag seien rund 5,5 Millionen Dollar Lösegeld übergeben worden, am Montag kam der Tanker frei.

Mit automatischen Waffen und Panzerabwehrraketen hatten die Piraten das unter der Flagge der Marshall Islands fahrende Schiff im Mai dieses Jahres gestürmt. Rund 120 Meilen südlich von Oman gerieten zehn Inder, zwei Bangladescher und ein Ukrainer in die Gewalt der Seeräuber. Der Chemietanker war auf dem Weg vom indischen Kandla im Bundesstaat Gujarat ins belgische Antwerpen.

Jährlich erpressen Piraten mehrere Millionen Dollar mit der Entführung von Handelsschiffen im indischen Ozean und dem Golf von Aden - trotz internationaler Bemühungen, ihrem Treiben ein Ende zu setzen.

ala/Reuters



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