Erneutes Erdbeben in Indonesien Zahl der Toten steigt auf mehr als 300

Die Zahl der Todesopfer nach dem schweren Erdbeben auf Lombok steigt deutlich. Die Nachbeben dauern an, Hunderttausende Menschen haben ihre Häuser verlassen.

Folgen des Erdbebens auf Lombok
AFP

Folgen des Erdbebens auf Lombok


In Folge des schweren Erdbebens auf der indonesischen Ferieninsel Lombok sind mehr als 300 Menschen ums Leben gekommen. Indonesiens Sicherheitsminister Wiranto sprach bei einem Besuch auf der Insel von mindestens 319 Toten; erst kurz zuvor war die offizielle Opferzahl auf mehr als 250 erhöht worden. Das Militär schätzt, dass mehr als 380 Menschen gestorben seien.

Am Sonntag hatte sich auf Lombok ein Beben der Stärke 6,9 ereignet und heftige Zerstörungen angerichtet. Mehr als 150.000 Menschen können derzeit nicht in ihre Häuser zurückkehren, insgesamt hatten etwa 270.000 Menschen ihre Unterkünfte verlassen müssen. Bei dem Beben waren annähernd 70.000 Häuser beschädigt worden.

1500 Schwerverletzte werden in Krankenhäusern behandelt. Die meisten Touristen hätten die Ferieninsel inzwischen verlassen, das Auswärtige Amt rät von Reisen dorthin ab.

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Die Nachbarinsel von Bali wurde seit dem schweren Erdbeben nach Behördenangaben von mehr als 350 Nachbeben erfasst. Das bislang stärkste traf Lombok demzufolge am Donnerstag mit einer Stärke von 6,2. Es habe sich in etwa zwölf Kilometer Tiefe sechs Kilometer nordwestlich von Lombok ereignet, teilte eine nationale Agentur für Wetter, Klima und Geophysik mit.

Die Region liegt auf dem sogenannten Pazifischen Feuerring. Dort kommt es immer wieder zu Erdbeben und Vulkanausbrüchen.

fek/mxw/dpa



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