Doppeldecker-Explosion in London Das ist kein Terroranschlag!

Ein roter Doppeldeckerbus explodiert auf einer Brücke - dieser Anblick hat zahlreiche Londoner erschreckt. Dann die Entwarnung: Jackie Chan war Schuld an dem Spektakel.

Twitter/firelambeth

Zahlreiche Londoner und Touristen wurden am Vormittag Zeugen, wie ein roter Doppeldeckerbus langsam über die Lambeth Bridge fuhr und sich plötzlich in einen Feuerball verwandelte. Zehn Meter hoch schossen die Flammen, Metallteile flogen durch die Luft.

Schnell wurde jedoch klar, dass es sich nur um eine sehr realitätsnahe Inszenierung für einen Film mit Pierce Brosnan und Jackie Chan handelte: "The Foreigner" von Ex-James-Bond-Regisseur Martin Campbell.

Zwar hatten die Londoner Verkehrsbetriebe angekündigt, dass die Brücke aufgrund von Filmaufnahmen geschlossen bleiben würde. Auch die Hafenbehörde Port of London Authority erklärte, dass es sich lediglich um einen Filmstunt handele. Diese Informationen kamen aber offenbar nicht bei allen Hauptstädtern an.

Britische Zeitungen berichteten, einige Augenzeugen hätten befürchtet, dass es sich um einen Terroranschlag handeln könnte. Viele Londoner waren empört über die Gedankenlosigkeit der Produzenten: "Hey ihr Filmtypen, das nächste Mal, wenn ihr einen Bus auf der Lambeth Brücke in die Luft jagt, sagt uns das am besten vorher, damit die Kinder sich nicht total erschrecken", beschwerte sich eine Frau via Twitter.

Auch ein konservativer Abgeordneter aus Mid Worcestershire, Nigel Huddleston, fühlte sich bemüßigt, via Twitter Entwarnung zu geben: "Macht sich irgendwer Sorgen über den explodierten Bus auf der Lambeth Bridge? Es war nur für einen Film", schrieb er - und postete genüsslich die aufregende Action-Szene.

Auch die Filmproduzenten hatten die Sperrung mit anschließender Explosion auf Twitter angekündigt. Dort hieß es: "Wir werden alle nötigen Vorkehrungen treffen, um die Sicherheit der Menschen in dem Bereich zu garantieren."

ala/dpa



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