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Lost and not Found: Weg in die Freiheit

Spuren eines Fluchtversuchs: Häftlinge scheitern an Beton Zur Großansicht
DPA

Spuren eines Fluchtversuchs: Häftlinge scheitern an Beton

Zwei Häftlinge wollten aus der JVA Stade ausbrechen, haben den Weg in die Freiheit aber nicht geschafft: Die beiden Untersuchungsgefangenen scheiterten bei einem Ausbruchsversuch an einem Betonboden, teilte das niedersächsische Justizministerium mit. Die Männer hatten das lange Wochenende genutzt, um ein Loch in die Decke ihrer Zelle zu schlagen. So wollten sie in den darüber liegenden Schwurgerichtssaal des Landgerichts Stade gelangen und fliehen.

Mit einem abgebrochenen Tischbein, dem Riegel eines Holzschrankes und ihrem Essbesteck gelang es den Männern zwar, einige Steine aus der Decke herauszubrechen. Am neuen Betonfußboden des Gerichtssaales, der mit Eisen verstärkt ist, scheiterten sie aber. Auch der Versuch, die Zellenwand zu durchbrechen, misslang. Bedienstete der JVA hörten ungewöhnliche Geräusche aus der Zelle und beendeten den Fluchtversuch. Die 25 und 46 Jahre alten Häftlinge wurden getrennt in andere Gefängnisse verlegt.

ulz/dpa


+++ Die Hackordnung im Knast (4. Oktober 2011) +++

Justizvollzugsanstalt Gelsenkirchen: Massenschlägerei unter Häftlingen Zur Großansicht
dapd

Justizvollzugsanstalt Gelsenkirchen: Massenschlägerei unter Häftlingen

Im Gefängnis gelten normalerweise strikte Regeln, auch zwischen den Häftlingen gibt es klare Hackordnungen. Doch in Gelsenkirchen ist nun etwas aus den Fugen geraten. 45 Insassen haben sich dort eine Massenschlägerei geliefert. Zwölf Gefangene wurden verletzt, einer brach sich das Handgelenk. Der Streit begann in der morgendlichen Freistunde, der Grund sei unklar, sagte Anstaltsleiter Ralf Bothge. Alle Beteiligten würden vernommen. Ihnen drohten Anzeigen und Verfahren wegen Körperverletzung und Gefangenenmeuterei.

Die Bediensteten haben die Schlägerei den Angaben zufolge schnell beendet und mit Unterstützung von hinzugerufenen Polizeikräften die Kontrahenten getrennt. 17 Beteiligte seien bereits in andere Anstalten verlegt worden. Außerdem hätten Häftlinge andere Zellen bekommen, damit Kontrahenten keinen unmittelbaren Kontakt mehr haben, sagte der Anstaltsleiter.

hut/dpa


+++ Die Privatsphäre (30. September 2011) +++

Schauspielerin Scarlett Johansson: Verlust der Privatsphäre Zur Großansicht
Getty Images

Schauspielerin Scarlett Johansson: Verlust der Privatsphäre

Hollywood-Star Scarlett Johansson hat sich erstmals zu den von ihr im Internet kursierenden Nacktfotos geäußert - und über den Verlust ihrer Privatsphäre gesprochen. "Wer will nicht seine Privatsphäre schützen?", sagte die US-Schauspielerin dem Nachrichtensender CNN. "Nur weil man im Rampenlicht steht, ein Schauspieler oder Filmemacher oder egal was ist, bedeutet das nicht, dass man kein Recht auf Privatsphäre hat."

Die Bilder der Schauspielerin waren Mitte September im Internet aufgetaucht und zeigten die 26-Jährige unbekleidet in ihrem Haus. Die Fotos hatte sie offenbar selbst mit einer Handykamera aufgenommen. Die US-Bundespolizei fahndet derzeit nach den Hackern ihres Smartphones. Neben Johansson sind noch weitere Hollywood-Promis von den Hacker-Angriffen betroffen.

wit


+++ Die Aussicht (29. September 2011) +++

Paar vor Mauer: Was tun, wenn man alles schon gesehen hat? Zur Großansicht
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Paar vor Mauer: Was tun, wenn man alles schon gesehen hat?

Canvey Island - Die Insel liegt in der Themse-Mündung, sie hat einen Leuchtturm, den schon Joseph Conrad im "Herz der Finsternis" gewürdigt hat und die Hütten, die hier stehen, haben unschuldige Reetdächer. Wer nach Canvey Island fährt, der sucht Ruhe. Der hat schon beobachtet, wie die Löwen in der Serengeti Giraffen zerfleischen, wie in Phuket die Sonne untergeht und in Alaska Bären nach Lachsen fischen. Das letzte, was die Menschen hier erwarten, ist eine spektakuläre Aussicht. Wenn man schon alles gesehen hat, kann man auf manches verzichten. Das Paar auf dem Foto liest, wärmt sich, denkt ein bisschen an den nahenden Winter und weiß genau, dass hinter der Mauer jeden Tag die Sonne auf- und wieder untergeht. Muss man sie dabei auch noch beobachten?

jbr


+++ Der Optimismus (28. September 2011) +++

Ex-Pornostar Cicciolina: "Optimistische Partei der Zukunft" Zur Großansicht
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Ex-Pornostar Cicciolina: "Optimistische Partei der Zukunft"

Rom - Italien wird von Silvio Berlusconi regiert, den nicht mal mehr die Italiener ernst nehmen. Das Land steht so schlecht da, dass es der nächste Euro-Pleitekandidat werden könnte. Und auf die Bürger kommt ein Sparprogramm in Milliardenhöhe zu.

In dieser verfahrenen Situation hilft nur noch eines: Optimismus. Den will Ilona Staller, besser bekannt als Ex-Pornostar Cicciolina, nun mit einer neuen Partei in die italienische Politik bringen. Sie wolle eine "optimistische Partei der Zukunft" gründen, sagte Cicciolina dem Magazin "Oggi". Ihr schwebe eine "Partei der ehrlichen Leute" vor, die antimilitaristisch sei und die Rechte der Schwächsten verteidige. Sie habe genug von den "Parteien der Profiteure", von Stimmenkauf und Korruption.

Die 59-Jährige kündigte ihre Kandidatur für den Bürgermeisterposten von Monza an. Cicciolina ("Schnuckelchen") saß bereits von 1987 bis 1992 als Abgeordnete der Radikalen Partei im römischen Parlament. In lebhafter Erinnerung blieb die gebürtige Ungarin unter anderem, weil sie in dieser Zeit mehrmals öffentlich ihre Brüste entblößte.

ulz


+++ Der rettende Code (27. September 2011) +++

Tresorraum (Symbolbild): Prima Proberaum - wenn man den richtigen Code kennt Zur Großansicht
Corbis

Tresorraum (Symbolbild): Prima Proberaum - wenn man den richtigen Code kennt

Brüssel - Sie wollten eigentlich nur ihre Nachbarn schonen - und lösten einen massiven Feuerwehreinsatz aus. Im Tresorraum einer ehemaligen Bank haben sich vier Musiker während einer Probe versehentlich eingesperrt. Erst nach Stunden konnte die Feuerwehr sie aus ihrem Gefängnis in Lüttich befreien.

Die Musiker leben in dem Haus und waren kurz vor Mitternacht in den Raum gegangen, um dort ohne Störung der Nachbarn Musik zu machen.

Erst nachdem sie die Tür geschlossen hatten, wurde ihnen klar, dass niemand den Code kannte, um sie wieder zu öffnen. Freunde der Musiker riefen die Feuerwehr. Die Einsatzkräfte brauchten rund vier Stunden, um mit Spezialwerkzeugen eine Seitenmauer des Tresorraumes zu öffnen und die Musiker zu befreien.

jok


+++ Der Originaltext (26. September 2011) +++

Die Beatles 1963: Musik aus dem Mülleimer Zur Großansicht
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Die Beatles 1963: Musik aus dem Mülleimer

London - Wer in Londons Innenstadt seinen Abfall ordentlich wegwirft, könnte in den kommenden Monaten etwas zu hören bekommen - und zwar im positiven Sinne: Sprechende und singende Mülleimer sollen die Menschen dazu anregen, ihren Müll nicht einfach auf den Boden schmeißen. Mitte Oktober sollen 25 der speziellen Tonnen in London aufgestellt werden, dazu einige in Liverpool.

Wenn der Müll in der Tonne landet, sollen Sprüche erklingen wie zum Beispiel: "Ja! Mach das nochmal!" - gesprochen von Prominenten wie Schauspielerin Amanda Holden oder dem früheren Kricketspieler Phil Tufnell.

Zudem wurde von Klassikern der Musikgeschichte der Originaltext abgewandelt: So hört der Londoner künftig "I'm Singing in the Bin" ("Ich singe im Mülleimer") statt "I'm Singing in the Rain" oder "Rubbish Keeps Falling on my Head" ("Müll fällt weiter auf meinen Kopf") statt "Raindrops Keep Falling on my Head".

Einige der Mülleimer sollen auch Lokalkolorit bekommen - in Liverpool etwa soll es einen "Beatles Bin" mit Hits der Band geben. Welchen Klassiker der Pilzköpfe es trifft, ist bisher aber nicht bekannt. Organisiert wird das Ganze von der Umweltschutzorganisation "Keep Britain Tidy" und der Musikgruppe "Sing London".

hut


+++ Die Beute aus dem Pokerraub (22. September 2011) +++

Poker-Partie: Beute aus Berliner Überfall bleibt verschwunden Zur Großansicht
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Poker-Partie: Beute aus Berliner Überfall bleibt verschwunden

Er ist bereits wegen des Überfalls verurteilt: Im Prozess gegen zwei mutmaßliche Drahtzieher des Berliner Pokerraubs hat einer der Gangster freimütig über die Verteilung der Beute gesprochen. Das Wichtigste wollte er allerdings nicht verraten - den Verbleib des Geldes.

Er und seine drei Freunde hätten jeweils 40.000 Euro bekommen, sagte der aus der Haft vorgeführte Zeuge an diesem Donnerstag vor dem Berliner Landgericht. Sein Anteil sei weg. In welchen Kanälen das Geld verschwunden ist, wollte der 22-Jährige nicht offenbaren. Bei dem Überfall vom 6. März 2010 im Hotel Hyatt am Potsdamer Platz hatten vier Gangster 242.000 Euro erbeutet. Der Großteil des Geldes ist bis heute nicht aufgetaucht.

wit


+++ Der gute Geschmack (21. September 2011) +++

Ungewöhnliches Auto bei Holzkirchen: Die "Besatzung" hatte alle Papiere beisammen Zur Großansicht
dapd/Polizei

Ungewöhnliches Auto bei Holzkirchen: Die "Besatzung" hatte alle Papiere beisammen

An so einem Gefährt muss doch etwas faul sein. Das kann doch nicht mit rechten Dingen zugehen. Dachten jedenfalls die Beamten der Autobahnpolizei Holzkirchen und stoppten vier Engländer auf dem Weg nach München. Die Briten hatten sich vom Blockbuster "Fluch der Karibik" inspirieren lassen und ihr Auto als Piratenschiff umgestaltet - angelehnt an die "Black Pearl" aus dem Hollywoodfilm mit Johnny Depp.

Die Polizisten baten zum Alkoholtest. Doch die "Besatzung" des ungewöhnlichen Gefährts war nüchtern und hatte alle nötigen Papiere für die Sonderfahrt beisammen. Einen Verstoß gegen die Straßenverkehrsordnung sahen die Polizisten nicht. Die Engländer waren zu einem Wettbewerb um die kultigsten Gefährte unterwegs und durften ihre Reise fortsetzen. Ob der gute Geschmack dabei auf der Strecke blieb, darüber lässt sich sicher streiten.

hut


+++ Die Luxus-Weintrauben (20. September 2011) +++

Alles abgepflückt: Unbekannte stahlen Weintrauben im Wert von über 100.000 Euro Zur Großansicht
dapd

Alles abgepflückt: Unbekannte stahlen Weintrauben im Wert von über 100.000 Euro

Es sollte ein Rotwein der Spitzenklasse werden: Eigentlich wollte Winzer Stephan Attmann aus dem pfälzischen Deidesheim diese Woche mit der Ernte seiner Luxustrauben beginnen. Doch dreiste Diebe kamen ihm zuvor. Sie schlichen sich am Wochenende spät nachts auf das Gut und pflückten mit einer Erntemaschine eine ganze Weinlage leer. Rund 2500 Kilogramm vollreifen Spätburgunder erbeuteten sie - im Wert von über 100.000 Euro.

Eine Verzweiflungstat, glaubt ein Sprecher des Deutschen Weininstituts. "Da waren Fachleute am Werk, vermutlich ein Winzer, dessen Reben durch Frost und Hagel zerstört wurden." Solche Diebstähle kämen immer mal wieder vor, die Täter blieben meist unbekannt.

Doch in diesem Fall gibt es Anlass zur Hoffnung: Zwar dürfte niemandem die im Dunkeln ratternde Maschine aufgefallen sein, da Trauben oftmals bei Nacht geerntet werden. Aber die Reifen der mitgebrachten Erntemaschine hinterließen deutliche Spuren auf dem Asphalt und im Weinberg. Und während die Polizei ermittelt, wartet Gutsleiter Attmann darauf, dass "irgendwo ein Super-Wein von einem Winzer auftaucht, der sonst nicht für eine solch hochwertige Qualität bekannt ist". Na dann: Prost!

aal


+++ Der Tiger (19. September 2011) +++

Tiger im Augsburger Siebentischwald unterwegs? Das war wohl eher eine Ente Zur Großansicht
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Tiger im Augsburger Siebentischwald unterwegs? Das war wohl eher eine Ente

Drei junge Augenzeugen sind sich sicher: Es war ein Tiger! Sie können doch einen Tiger von einer Hauskatze unterscheiden! Er streifte durch den Siebentischwald in Augsburg, direkt neben der Minigolf-Anlage und verschwand dann im Unterholz. Weil die bayerische Polizei mit großen Tieren Erfahrung hat (Braunbär Bruno, Kuh Yvonne, Franz-Josef Strauß), rückte sie gleich mit mehreren Streifenwagen aus. Dann schloss sich ein Tierarzt der Safari an, er hatte sich ein Betäubungsgewehr besorgt, für alle Fälle. Schnell geriet Jacques ins Visier der Ermittler, er ist der einzige bekannte Tiger in der Region Augsburg und lebt eigentlich im Zoo. Doch Jacques hatte eine Alibi. Also alles nochmal von vorn, Tatort besuchen, Zeugen befragen. Wie sah der Tiger aus, wo lief er hin, was hatte er an? Da wird den Zeugen die Sache doch ein bisschen heiß. Tiger in Augsburg? War nur eine Ente.

jbr


+++ Die Kilos (16. September 2011) +++

Kirstie Alley auf New Yorker Fashion Week: Der ewige Kampf gegen die Pfunde Zur Großansicht
AFP

Kirstie Alley auf New Yorker Fashion Week: Der ewige Kampf gegen die Pfunde

Die Schauspielerin Kirstie Alley kämpft seit Jahren mit ihrem Gewicht, sie gilt als lebender Beweis für den Jojo-Effekt - und macht daraus auch kein Geheimnis. Auf der New Yorker Fashion Week präsentierte sie sich unlängst wieder in stark verbesserter Form. 45 Kilogramm habe sie verloren, sagte Alley in einem Fernsehinterview mit "Entertainment Tonight". "Ich habe das Gefühl, ich bin wieder in meinem Element. Ich hatte keine Ahnung mehr, wie ich wirklich aussehe", so die Schauspielerin. Bleibt nur zu hoffen, dass Alley, die ihren Kampf gegen die Kilos stets offensiv vermarktete, ihr altes Gewicht diesmal auch wirklich nicht wiederfindet.

hut

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