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Love Parade: Gotthilf Fischer im Ecstasy-Rausch

Auf der Berliner Love Parade schmetterte er vor den Ravern: "Hoch auf dem gelben Wagen". Als Gotthilf Fischer in seinem Hotelzimmer dann bunte Papageien sah und ihm im Bad die singenden Fischer-Chöre erschienen, rief er einen Arzt. Der diagnostizierte: Drogenrausch.

Gotthilf Fischer auf der Love-Parade
AP

Gotthilf Fischer auf der Love-Parade

Berlin - Gotthilf Fischer, 72, Chef der Fischer-Chöre, führt seine rauschhaften Erlebnisse nach der Love Parade auf einen unfreiwillig eingenommenen Ecstasy-Cocktail zurück. "Ich fühle mich immer noch so, als würde ich mein Gehirn als Luftballon hinter mir herziehen", sagte Fischer der "Bild"-Zeitung. Er vermute, dass ihm jemand Drogen in seinen Bierbecher geworfen habe, als er diesen zeitweise aus den Augen ließ. Der Chorleiter appellierte an die Jugend: "Finger weg von den Drogen. Lieber singen, um gut drauf zu sein." Sein Auftritt bei der Love Parade Anfang Juli, bei dem er auf einem Podium am Brandenburger Tor "Hoch auf dem gelben Wagen" anstimmte, war zum Medienereignis der Veranstaltung geworden. Über eine Million Raver waren unter hämmernden Rhythmen durch die Hauptstadt gezogen. Fischer berichtete über die typischen Symptome der Ecstasy-Pille: "Mein Gang wurde leichter, als würde ich schweben." Und: "Beim Moderieren fing ich an zu tanzen. Ich konnte und wollte nicht aufhören." Am nächsten Tag kamen nach seinen Angaben Herzrasen und Schweißausbrüche dazu.

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