Madrid: Boeing setzt beim Start mit Heck auf

Notlandung nach verpatztem Start: Eine Boeing 767 ist beim Abflug in Madrid mit dem Heck aufgesetzt. Die beschädigte Maschine hob trotzdem ab, musste aber umdrehen - ebenso wie ein zweiter Flieger.

Madrid - Probleme beim Start zwangen am Dienstag gleich zwei Flugzeuge zurück in die spanische Hauptstadt Madrid: Eine Boeing 767-200 der mexikanischen Fluggesellschaft Aeroméxico ist beim Start aufs Heck aufgekommen und hat später notlanden müssen. Zwei Besatzungsmitglieder seien leicht am Hals verletzt worden.

Die beschädigte Maschine ist am Dienstag mit 250 Passagieren an Bord in die Luft abgehoben, wie der Flughafenbetreiber AENA in der spanischen Hauptstadt mitteilte. Nach anderthalb Stunden musste der Flug nach Mexiko-Stadt den Angaben zufolge abgebrochen werden. Dann sei das Flugzeug in Madrid problemlos notgelandet.

Wegen Heckteilen, die auf der Bahn herumgelegen hätten, sei zudem ein Reifen einer startenden Maschine geplatzt. Auch dieser Flieger, der zur venezolanischen Hauptstadt Caracas fliegen sollte, sei am Dienstagabend mit 196 Passagieren einige Zeit nach dem Start aus Sicherheitsgründen wieder zurückgekehrt.

sun/dpa

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1. Nichts aus dem Concorde Unfall gelernt
flyhi172 17.04.2013
Die Spanier im Madrider Tower haben wohl noch Siesta gehalten, anstatt die Startbahn direkt nach dem Start der ersten Maschine nach Metalltruemmern absuchen zu lassen. Da sind sicher ganz gut die Funken geflogen ...
2. Notlandung?
aussieman 17.04.2013
Liebe Spiegelredakteure, warum wird eigentlich bei außerplanmäßigen Landungen inflationär häufig in Ihren Artikeln von Notlandung gesprochen? Es drängt sich eine lesersteigernde Dramatisierung auf. Selten, wenn Sie von "Notlandung" sprechen, wurde von den Piloten auch tatsächlich eine Luftnotlage erklärt, was es rechtfertigt von einer wirklichen Notlandung zu sprechen. Es wäre sicherlich qualitätssteigernd meiner Meinung nach, bei Unsicherheit erst einmal von einer Ausweich- od. Zwischenlandung zu sprechen.
3. Oh, Mama …
Herr_Lemmer 17.04.2013
Die Maschine setzte nicht „aufs Heck“ sondern mit dem Heck auf, andernfalls wäre es eine Landung gewesen, bei der es dann auch fast sicher zu einem ausgewachsenen Crash gekommen wäre. - Die beschädigte Maschine hob nicht „trotzdem ab“, denn die Geschwindigkeit war bereits jenseits von V1 und man musste abheben. - Der Flug musste nicht nach anderthalb Stunden „abgebrochen werden“, sondern man entschied sofort in einer Warteschleife Treibstoff zu verbrennen um dann unterhalb des maximalen Landegewichts aufsetzen zu können. Dennoch scheint – wie man hört – die Landung recht hart gewesen zu sein, da anschließend alle Reifen des rechten Hauptfahrwerks platt gewesen sein sollen. – Es war keine „Notlandung“ (wie oft denn noch?), es handelte sich um eine Prioritäts- oder Sicherheitslandung; zwischen dem Eintritt in die Warteschleife und der später erfolgten Landung war kein Luftnotfall eingetreten, noch deklariert worden. – 250 Passagiere an Bord einer Maschine mit 181 Sitzen würde mich schon sehr wundern … - - - Was aber wirklich erstaunt ist, dass obwohl der tailstrike vom Tower beobachtet und auch umgehend von der Crew gemeldet wurde, die Air Europa A332 immerhin volle sieben Minuten danach ihre Startfreigabe offensichtlich erhielt, ohne dass zwischenzeitlich eine Inspektion der Bahn durchgeführt worden wäre; das Material hätte dort niemals mehr liegen dürfen. >>> Einfach mal einlesen in die Materie, dann klappt das auch mit den Artikeln ...
4. Hatten 69 Fluggäste nur Stehplätze?n
abi68 17.04.2013
Die Boeing 767 200 der Aeromexico hat nur 181 Sitzplätze. Leider haben die SPON Luftfahrtexperten wieder nur eine Falschmeldung nachgeplappert, statt kurz einmal selbst zu recherchieren. Viel schlauer wäre es gewesen das Bild der beschädigten B 767 zu zeigen. Beeindruckend, denn da ist einmal ein wirklich riesiger Schaden entstanden, der auch die Verletzungen von zwei Flugbegleitern erklärt.
5. Noch mal Glück gehabt
carranza 17.04.2013
Zitat von sysopAPNotlandung nach verpatztem Start: Eine Boeing 767 ist beim Abflug in Madrid mit dem Heck aufgesetzt. Die beschädigte Maschine hob trotzdem ab, musste aber umdrehen - ebenso wie eine zweiter Flieger. http://www.spiegel.de/panorama/madrid-boeing-setzt-beim-start-aufs-heck-auf-a-894787.html
Wie war das noch mal beim letzten Linienflug der Concorde in Paris? - Ein herumliegendes Teil auf der Startbahn, das ein vorher startender Flieger verloren hatte, wurde damals von den Rädern der Concorde hochgeschleudert und drang in einen der Tanks der Concorde ein, was dazu führte, dass sich das Kerosin entzündete. Weshalb jetzt in Madrid keiner (der Verantwortlichen) auf die Idee kam, die Startbahn zu inspizieren, mag ein Rätsel bleiben.
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