Nach Hauseinstürzen in Marseille Einsatzkräfte bergen fünftes Todesopfer

In Marseille suchen Rettungskräfte weiter nach Vermissten. Mindestens fünf Menschen starben, als mehrere baufällige Häuser einstürzten.

Unglücksort in Marseille
AFP/BMPM/SM / Loic AEDO

Unglücksort in Marseille


Nach dem Einsturz mehrerer Häuser nahe dem Alten Hafen von Marseille ist die Zahl der Todesopfer auf fünf gestiegen. Die Rettungskräfte bargen am frühen Mittwochmorgen eine weitere Leiche aus den Trümmern, wie Staatsanwalt Xavier Tarabeux sagte. Am Dienstag waren bereits die Leichen von zwei Männern und zwei Frauen gefunden worden.

Die Häuser waren am Montag nacheinander eingestürzt. Die Behörden gingen davon aus, dass fünf bis acht Menschen unter den Trümmern verschüttet wurden. Es gebe kaum noch Hoffnung, Überlebende zu finden.

Derzeit sind 80 Feuerwehrleute und 120 Polizisten mit Suchhunden im Einsatz. Ihre Arbeit ist gefährlich, weil der Einsturz der Häuser auch die umliegenden Gebäude destabilisiert hat. Innenminister Christophe Castaner begab sich an den Unglücksort. Er zeigte sich "wenig optimistisch", dass noch Überlebende gefunden würden, da es kaum Hohlräume in den Trümmern gebe.

Aufräumarbeiten in Marseille
AFP

Aufräumarbeiten in Marseille

Wegen des allgemein schlechten Zustands vieler Gebäude im südfranzösischen Marseille stehen die Behörden in der Kritik. Anwohner berichteten von massiven Problemen mit der Bausubstanz. Die Stadtverwaltung sah das Unglück dagegen in einem möglichen Zusammenhang mit heftigem Regen der vergangenen Tage.

ala/dpa/AFP

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