Amoklauf in Maryland Frau erschießt drei Menschen - und sich selbst

Eine Frau hat auf einem Firmengelände im US-Bundesstaat Maryland drei Menschen und anschließend sich selbst erschossen. Sie arbeitete für das Unternehmen, in dem sich der Vorfall ereignete.

Industriegebiet in Maryland
AP

Industriegebiet in Maryland


Eine Frau hat im US-Bundesstaat Maryland das Feuer eröffnet und drei Menschen getötet. Die 26 Jahre alte mutmaßliche Täterin fügte sich anschließend selbst eine Schusswunde am Kopf zu und starb später im Krankenhaus, wie die Polizei auf einer Pressekonferenz mitteilte. Drei weitere Menschen wurden bei der Tat am Donnerstagmorgen (Ortszeit) in der Stadt Aberdeen, rund 50 Kilometer nordöstlich von Baltimore, verletzt.

Der Vorfall ereignete sich in einem Warenverteilzentrum der Drogeriekette Rite Aid in einem Industriegebiet. Wie Sheriff Jeffrey Gahler sagte, arbeitete die mutmaßliche Täterin befristet in dem Unternehmen.

Hintergründe der Tat unklar

Die Hintergründe der Tat waren nach Angaben von Sheriff Jeff Gahler zunächst völlig unklar: "Wir haben kein Motiv für dieses sinnlose Verbrechen", sagte er. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters, könnte eine arbeitsbedingte Beschwerde der Auslöser für die Tat gewesen sein. Das bestätigte die Polizei allerdings bisher nicht.

Via Twitter und in einer Pressekonferenz bestätigten sie die Anzahl der Opfer:

Die Schießerei soll vor dem Lagerhaus begonnen haben und sich dann nach innen gezogen haben. Die Polizei und Rettungskräfte waren innerhalb von wenigen Minuten am Tatort.

Marylands Gouverneur Larry Hogan schrieb auf Twitter: "Unsere Gebete gehen zu all denen, die involviert waren. Auch zu denen, die als erstes Hilfe leisteten." Der Bundesstaat sei bereit, jegliche Unterstützung zu leisten.

Immer wieder Tote durch Schusswaffen in den USA

Jedes Jahr sterben in den USA viele Tausend Menschen durch Waffengewalt.2016 starben in den Vereinigten Staaten 37.000 Menschen durch Schusswaffen, wenn man die Suizide mitzählt. 30 Prozent der erwachsenen US-Bürger besitzen persönlich eine Waffe, 42 Prozent leben in einem Haushalt, in dem es eine gibt.

Nur sehr selten werden die Taten allerdings von Frauen begangen, sie machen weniger als fünf Prozent aller Täter aus.

Immer wieder gibt es Proteste gegen die Waffengesetze in den USA, zuletzt hatten Tausende von Schülern für schärfere Waffengesetze gestreikt.

kmy/dpa/AFP/Reuters

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