Erfolgreich wiederbelebt Australische Polizisten retten Känguru aus Brandung

Mit dem großen Wellenschlag hat dieses Känguru offenbar nicht gerechnet: Die Polizei musste das bewusstlose Tier aus dem Wasser ziehen und wiederbeleben. Jetzt sei das Tier "guter Stimmung".

Das gerettete Känguru am Strand von Melbourne
REUTERS

Das gerettete Känguru am Strand von Melbourne


War's die heftige Brandung oder das unerwartet salzige Wasser? Für ein Känguru im australischen Melbourne zumindest endete das Bad mit einer polizeilichen Rettungsaktion. Die Beamten seien zum Safety Beach gerufen worden, weil ein wildes Tier im Wasser gegen das Ertrinken kämpfte, erklärte die Polizei von Victoria am Sonntag.

Demnach hatte es das Tier bereits zurück an Land geschafft, als die Polizei am Strand ankam. Es habe auf dem Sand gelegen, von einem Strandbesucher mit einer Decke bedeckt. Als die Polizei sich dem Känguru näherte, sprang es aber offenbar zurück in die Wellen. "Es begann zu schwimmen, kam aber durch Wellengang und Brandung in Schwierigkeiten und tauchte einige Male unter Wasser", teilte die Polizei mit.

"Gute Stimmung" beim Känguru

Zwei Beamte sprangen ins Wasser und brachten das inzwischen bewusstlose Tier an Land. Dort wurde es mittels einer Herzdruckmassage erfolgreich wiederbelebt. Das Känguru wurde daraufhin auf die Polizeiwache gebracht. Polizisten sagten, es sei "guter Stimmung" und habe angesichts der Mengen an eingeatmetem Salzwasser Glück gehabt, am Leben zu sein.

Dass Kängurus schwimmen können, ist kaum bekannt und kommt auch eher selten vor. Noch ungewöhnlicher ist das Verhalten eines rund 1,80 Meter großen Känguru-Männchens, das vor zwei Wochen drei Menschen verletzt hat, einen davon schwer. Erst als ein Helfer dem Tier eine Schaufel über den Kopf zog, sei es zurück in den Busch gehüpft. Auch als Haustier eignet sich ein Känguru nur bedingt, wie der Fall einer Familie in Niedersachsen zeigt.

In Australien gibt es laut einer Regierungszählung vom vergangenen Jahr mehr als 46 Millionen Kängurus. Umweltschützer warnen allerdings, dass die Zahlen wegen einer langen Dürreperiode im Osten des Landes zurückgehen.

hei/AFP



TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.