Tierische Doppelgänger "Sie sehen exakt wie ein Pudel aus"

François sieht aus wie eine französische Bulldogge, Amelia wie ein Pudel, Cenk wie ein Schnauzer: Der britische Fotograf Gerrard Gethings sucht Menschen, die Hunden ähneln. Und er findet sie auch.

Gerrard Gethings

Mal ist es der grimmige Gesichtsausdruck, mal die stämmige Statur, oder es sind die Locken: Hund und Herrchen beziehungsweise Frauchen sehen sich oft ähnlich - dieses Phänomen ist nicht neu. Der britische Fotograf Gerrard Gethings hat sich nun der Sache gewidmet. Für ein Fotoprojekt inszenierte er Tier-Mensch-Paare.

Die Ähnlichkeit ist teils verblüffend: Da sind etwa Sergei und der Siberian Husky Spike - beide schauen mit je einem braunen und einem blauen Auge in die Kamera. Ganz zufällig ist das Ganze allerdings nicht: Es handelt es sich nicht um Haustiere und ihre Besitzer, sondern um sorgfältig ausgewählte Kombinationen, wie der "Guardian" berichtete. Das Memory-Spiel, das daraus entstanden ist, heißt dennoch "Do you look like your dog?" (Siehst du wie dein Hund aus?).

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Gerrard Gethings:
Do You Look Like Your Dog?

Match Dogs with Their Humans: A Memory Game

Laurence King Publishing; 50 Seiten; 15,30 Euro

Tatsächlich fotografierte Gethings die Hunde zuerst und suchte dann ihr menschliches Pendant. Häufig sprach der Fotograf die potenziellen Doppelgänger auf der Straße, im Park oder im Bus an. Das barg durchaus Fettnäpfchenpotenzial: "Ich musste einen taktvollen Weg finden, um zu sagen: 'Sie sehen exakt wie ein Pudel aus, kann ich Sie fotografieren'", sagte er dem "Guardian".

Offenbar kein Problem für Gethings: "Ich leite meine Anfrage immer mit einem Kompliment ein", sagt er, beispielsweise: "Ich arbeite an einem Fotoprojekt, und Sie haben schönes Haar/interessante Zähne/eine prächtige Nase." Seine Strategie hatte Erfolg - Gethings zufolge waren die Reaktionen ohne Ausnahme positiv.

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12  Bilder
Hunde und Menschen: "It's a Match"

Eine Studie der "University of California" fand übrigens eine relativ simple Erklärung dafür, warum sich auch im Alltag Hund und Besitzer oft gleichen. Die Ähnlichkeit entwickelt sich demnach nicht durch das Zusammenleben und gilt nur für reinrassige Hunde: "Wenn Menschen ein Haustier wählen, suchen sie eines, dass ihnen ähnlich sieht", heißt es von den Forschern. Offenbar gilt bei der Hundewahl "gleich und gleich gesellt sich gern".

bbr

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