Menschlicher Luftballon Druckluft bläst Lkw-Fahrer auf

Seine Haut fühlte sich an "wie ein Schweinebraten", sein Hals war geschwollen: Ein Neuseeländer ist wie ein Luftballon aufgeblasen worden - zum Verhängnis wurde ihm eine Düse an seinem Lastwagen.

Aufgeblasener Lkw-Fahrer (Foto vom Samstag): "Wie ein Michelin-Männchen"
AP/ Whakatane Beacon

Aufgeblasener Lkw-Fahrer (Foto vom Samstag): "Wie ein Michelin-Männchen"


Wellington - Ein ungewöhnlicher Unfall hat einem neuseeländischen Lkw-Fahrer einen großen Schrecken eingejagt: Der 48-Jährige rutschte bei Arbeiten an seinem Laster ab, landete auf einer Luftdüse und wurde nach eigenen Angaben "aufgeblasen wie ein Luftballon". Der Mann könne "froh sein, dass er noch lebt", sagte eine Krankenhaussprecherin im neuseeländischen Whakatane am Mittwoch.

Der Lkw-Fahrer sei zwischen Führerhaus und Anhänger des Fahrzeugs gerutscht und auf die Düse gestürzt, deren Ventil sich dann in sein Gesäß gebohrt habe, berichtete die neuseeländische Zeitung "Whakatane Beacon". Danach strömte so viel Luft in seinen Körper, dass er buchstäblich aufgeblasen wurde. "Ich habe mich wirklich wie ein Michelin-Männchen gefühlt", sagte der 48-Jährige mit Blick auf die aufgeblasene Werbefigur des Reifenherstellers.

"Ich hatte keine andere Wahl, als einfach da zu liegen und wie ein Luftballon aufgeblasen zu werden", sagte der Mann dem Blatt. Kollegen halfen ihm, indem sie die Luftzufuhr blockierten und den geschwollenen Hals des Opfers mit Eis kühlten. Als Rettungskräfte eintrafen, hatten sie Mühe, ihm zu helfen, berichtete die "New York Daily News". Eine Nadel sei wegen der Luft nicht im Körper stecken geblieben.

Die Helfer brachten den Lkw-Fahrer ins Krankenhaus, wo seine Lunge entleert werden musste, in der sich bei dem Unfall Flüssigkeit angesammelt hatte. Erst im Krankenhaus konnte das Ventil entfernt werden - "der schmerzlichste Teil", so der Fahrer. Die Ärzte seien überrascht gewesen, dass seine Haut nicht geplatzt sei, sagte der 48-Jährige. Sie fühle sich jetzt an "wie ein Schweinebraten": Hart und rissig von außen, aber zart von innen, sagte er dem "Whakatane Beacon".

"Man kann keinen Hahn umlegen und die Luft ablassen", sagte der Mann einem TV-Sender. "Man muss sie einfach rausrülpsen oder rausfurzen." Drei Tage habe es gedauert, bis er wieder auf normale Größe geschrumpft sei.

ulz/AFP

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