Bundeswehrgelände bei Meppen Moorbrand gelöscht - nach fast sechs Wochen

Tausende Einsatzkräfte kämpften gegen die Flammen, zwischenzeitlich galt der Katastrophenfall: Der Bundeswehr zufolge ist ein gefährliches Feuer auf einem Militärgelände in Niedersachsen gelöscht.

Löscharbeiten bei Meppen (Archivbild)
DPA

Löscharbeiten bei Meppen (Archivbild)


Der Moorbrand auf einem Militärgelände bei Meppen ist nach Angaben der Bundeswehr gelöscht. Bilder eines Aufklärungsflugs hätten keine Brandnester mehr gezeigt, teilte die Bundeswehr mit. Das Feuer war am 3. September nach einem Waffentest ausgebrochen.

Mit Drohnen würden aber weiterhin Aufklärungsflüge gestartet, heißt es in der Mitteilung. Noch 160 Einsatzkräfte seien derzeit vor Ort. Den Angaben zufolge liegen 59 Anträge auf Schadensersatz vor. Nähere Angaben machte die Bundeswehr zunächst nicht.

Noch Ende September hatte der Brand fast tausend Einsatzkräfte beschäftigt. Zuvor war der Katastrophenfall aufgehoben worden, der seit dem 21. September galt, weil die Flammen angrenzende Wälder und Siedlungen in Gefahr hätten bringen können. Erst nachdem die Bundeswehr auch zivile Feuerwehren und das Technische Hilfswerk zur Hilfe rief, gelang es, den Brand unter Kontrolle zu bringen.

Der Brand war durch Testraketen ausgelöst worden, die Airbus-Techniker abgefeuert hatten. Die Rauchfahne des Moorbrands war zeitweise bis zu hundert Kilometer weit über den Nordwesten Deutschlands bis nach Bremen gezogen.

Nach ersten Meldungen, dass keinerlei Gesundheitsgefahren für Anwohner und Einsatzkräfte bestanden, war zuletzt von einer möglichen erhöhten radioaktiven Strahlung und Quecksilberbelastung die Rede, die durch verschiedene Waffentests in der Vergangenheit herrühren könnten. Das Verteidigungsministerium wies dies zurück und sah keine akuten Hinweise.

mxw/dpa



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