Dauerwinter vor dem Ende: Eiersuchen in der Sonne

Krokusse in Oberprechtal: In manchen Ecken Deutschlands ist schon heute Frühling. Zur Großansicht
DPA

Krokusse in Oberprechtal: In manchen Ecken Deutschlands ist schon heute Frühling.

Deutschland hat lange genug gefröstelt: Meteorologen glauben, dass der extrem hartnäckige Winter über die Ostertage ein Ende findet. Und der Blick in die Vergangenheit zeigt: Es hätte schlimmer kommen können.

Offenbach - Doch, der Frühling kommt. Auch in diesem Jahr. Während das Gemaule über den endlosen Winter hierzulande immer lauter wird, scheint der März in letzter Minute doch noch die Kurve zu kriegen: Die Wetterwende steht vor der Tür, glauben Meteorologen - aber los geht's erst am nächsten Wochenende. "Ostern endet die Fastenzeit und auch die Winter-Qual", sagte Thomas Ruppert vom Deutschen Wetterdienst (DWD).

Über die Feiertage werde es wolkig mit zunehmenden Aufheiterungen, kündigte der Meteorologe an. Dabei bleibe es trocken und die Temperaturen stiegen allmählich. Allerdings: Sicher sei eine so langfristige Vorhersage nicht.

Und bis es so weit ist, stehen ohnehin noch einige trübere Tage an. Aus dem Kräftemessen von Skandinavienhoch "Jill" und Atlantiktief "Christian" über Deutschland entsteht zweigeteiltes Spätwinterwetter: Niederschläge und Tristesse im Südwesten, Frostiges und freundliches Wetter im Nordosten. Die Prognose für den Beginn der Karwoche: "Generell bleibt es im Nordosten kalt, im äußersten Südwesten mild, dazwischen nasskalt."

Nach dem trübsten Winter seit mehr als 40 Jahren lechzen die Menschen nach Sonnenschein und milden Temperaturen. Allen gefühlten negativen Wetterrekorden zum Trotz gehört der März 2013 aber voraussichtlich nicht zu den kältesten. Um den kalendarischen Frühjahrsbeginn am 20. des Monats sei es etwa 1985, 1987, 1997 und 2001 kälter gewesen, sagt DWD-Sprecher Gerhard Lux. Besonders eisig war es 1865 in Jena: Eine Tages-Durchschnittstemperatur von minus 10,7 Grad haben die Meteorologen damals gemessen.

rls/dpa

Diesen Artikel...
  • Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.
  • Auf anderen Social Networks teilen

Forum - Diskutieren Sie über diesen Artikel
insgesamt 7 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    
1. Wusste ich es doch, die Taschenspielertricks gehen los...
lupenreinerdemokrat 22.03.2013
.....beim DWD: "Trotz gehört der März 2013 aber voraussichtlich nicht zu den kältesten. Um den kalendarischen Frühjahrsbeginn am 20. des Monats sei es etwa 1985, 1987, 1997 und 2001 kälter gewesen, sagt DWD-Sprecher Gerhard Lux. Besonders eisig war es 1865 in Jena: Eine Tages-Durchschnittstemperatur von minus 10,7 Grad haben die Meteorologen damals gemessen." Nun, seit wann wird die Durchschnittstemperatur eines Monats aus dem Tagesmittelwert eines einzigen Tages errechnet? Sehen wir einfach einmal den Fakten ins Auge: bisheriger Monatsdurchschnitt für den Monat März 2013, z.B. in Boxberg/BW: 1,7°C ! (in 2m Bodenhöhe) Welcher März aus der Vergangenheit bietet weniger? ;-)
2.
Sleeper_in_Metropolis 22.03.2013
Zitat von lupenreinerdemokrat.....beim DWD: "Trotz gehört der März 2013 aber voraussichtlich nicht zu den kältesten. Um den kalendarischen Frühjahrsbeginn am 20. des Monats sei es etwa 1985, 1987, 1997 und 2001 kälter gewesen, sagt DWD-Sprecher Gerhard Lux. Besonders eisig war es 1865 in Jena: Eine Tages-Durchschnittstemperatur von minus 10,7 Grad haben die Meteorologen damals gemessen." Nun, seit wann wird die Durchschnittstemperatur eines Monats aus dem Tagesmittelwert eines einzigen Tages errechnet? Sehen wir einfach einmal den Fakten ins Auge: bisheriger Monatsdurchschnitt für den Monat März 2013, z.B. in Boxberg/BW: 1,7°C ! (in 2m Bodenhöhe) Welcher März aus der Vergangenheit bietet weniger? ;-)
Eben. Die genannten Tage mögen kälter gewesen sein, aber dieser Dauerwinter den halben März über, in welchem Jahr war das denn schlimmer ? "trübster Winter seit mehr als 40 Jahren" scheint da doch noch die treffenste Bezeichnung aus dem Artikel.
3. Glauben ??
tembel 23.03.2013
Zitat von sysopDPADeutschland hat lange genug gefröstelt: Meteorologen glauben, dass der extrem hartnäckige Winter über die Ostertage ein Ende findet. Und der Blick in die Vergangenheit zeigt: Es hätte schlimmer kommen können. http://www.spiegel.de/panorama/meteorologen-ostern-koennte-echten-fruehlingsanfang-bringen-a-890457.html
Die Meteorologen, vertreten durch Herrn Ruppert vom DWD, GLAUBEN - schön für Herrn Ruppert - aber was hat das mit Wetter zu tun ?? Eben typisch SPON: Die vage Äußerung eines "Gattungsvertreters" wird der gesamten Branche als kollektive Meinungsäußerung unterstellt ("die Meteorologen", die "Eperten" etc.) und aus einer Nichtinformation wird ein Forum gemacht, um ein paar Mausklicks zu ergattern. Stellt euch vor, es ist SPON und keiner geht hin: Niemand würde es bemerken ...
4.
io_gbg 23.03.2013
Zitat von tembelDie Meteorologen, vertreten durch Herrn Ruppert vom DWD, GLAUBEN - schön für Herrn Ruppert - aber was hat das mit Wetter zu tun ?? Eben typisch SPON: Die vage Äußerung eines "Gattungsvertreters" wird der gesamten Branche als kollektive Meinungsäußerung unterstellt ("die Meteorologen", die "Eperten" etc.) und aus einer Nichtinformation wird ein Forum gemacht, um ein paar Mausklicks zu ergattern. Stellt euch vor, es ist SPON und keiner geht hin: Niemand würde es bemerken ...
und außerdem prophezeit der Metereologe noch, dass die Fastenzeit zu Ende gehen wird. Zum einen hat es so eine Zeit bei den meisten Menschen im Lande gar nicht erst gegeben – die haben gespachtelt wie eh und je –, zum andern hat doch die Religion des Meteorologen nichts in der Meldung über das Wetter verloren. (Nicht falsch verstehen: Der Meteorologe kann glauben, was er will, nur hat die Religion hier nichts zu schaffen).
5.
inci2 23.03.2013
Zitat von io_gbgund außerdem prophezeit der Metereologe noch, dass die Fastenzeit zu Ende gehen wird. Zum einen hat es so eine Zeit bei den meisten Menschen im Lande gar nicht erst gegeben – die haben gespachtelt wie eh und je –, zum andern hat doch die Religion des Meteorologen nichts in der Meldung über das Wetter verloren. (Nicht falsch verstehen: Der Meteorologe kann glauben, was er will, nur hat die Religion hier nichts zu schaffen).
Nein, das ist schon ein Aspekt. Mit dem Vermerk auf die endende Fastenzeit wird quasi der Ring zwischen Klimareligion und christlicher Religion geschlossen. Die harte Fastenzeit als Strafe für die Klimasünder....
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    
News verfolgen

HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:

alles aus der Rubrik Panorama
Twitter | RSS
alles zum Thema Wetter
RSS

© SPIEGEL ONLINE 2013
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH



  • Drucken Senden
  • Nutzungsrechte Feedback
  • Kommentieren | 7 Kommentare

PLZ-Wetter Deutschland