Mexiko: 13 Pilger sterben bei Feuerwerksunglück

Tödliches Ende einer religiösen Prozession: Eine verirrte Feuerwerksrakete hat in Mexiko eine Kettenreaktion ausgelöst, bei der mehr als 150 Menschen verletzt wurden und mindestens 13 Pilger starben.

Unglücksort in Jesus Tepactepec: Eine Lkw mit Feuerwerkskörpern entzündete sich Zur Großansicht
REUTERS

Unglücksort in Jesus Tepactepec: Eine Lkw mit Feuerwerkskörpern entzündete sich

Mexiko-Stadt - Das Unglück geschah, kurz bevor die Pilger im mexikanischen Nativitas ihr Ziel erreichten. Aus bisher ungeklärter Ursache explodierten Feuerwerksraketen in einer Kettenreaktion, wie ein Sprecher des Zivilschutzes der Deutschen Presseagentur sagte. Dabei wurden mindestens 13 Menschen getötet und weitere 154 verletzt.

Die katholischen Gläubigen in der Gemeinde Nativitas, rund 120 Kilometer östlich von Mexiko-Stadt, feierten mit der Prozession den Heiligen ihres Dorfes, Jesus Tepactepec. "Einige Menschen trugen Feuerwerk, es gab einen Funken und eine Kettenreaktion", erklärte der Sprecher. Das Abbrennen von Feuerwerk ist in Mexiko häufig Bestandteil religiöser Feiern.

Nach Zeugenaussagen, die am Samstag die Zeitung "Excelsior" veröffentlichte, löste eine abgefeuerte Rakete die Tragödie aus, die gegen Stromleitungen stieß und auf die Menschenmenge fiel. Eine weitere Rakete sei anscheinend gegen ein Fahrzeug geflogen, das auch mit Feuerwerk beladen war.

"Eine Rauchwolke färbte den Himmel schwarz", beschrieb ein Imbissverkäufer der Zeitung "Milenio" die Lage nach der Explosion. Die Prozession befand sich knapp 150 Meter von der Ortskirche entfernt, als das Unglück geschah.

Die Verletzten wurden in umliegende Krankenhäuser gebracht, mehrere von ihnen befanden sich in kritischem Zustand. Daher wurde befürchtet, dass die Zahl der Opfer noch steigen könnte. Staatspräsident Enrique Peña Nieto sprach den Angehörigen der Opfer dieses "schrecklichen Unfalls" sein Mitgefühl aus.

abl/dpa/Reuters

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