Mexiko: Dutzende Tote nach Explosion in Gaslager

Beim Brand einer Gaspipeline im Norden Mexikos sind mindestens 26 Menschen gestorben. Farmen und Häuser in einem Umkreis von fünf Kilometern mussten evakuiert, eine nahegelegene Autobahn gesperrt werden. Sieben Männer gelten als vermisst.

Brandbekämpfung in mexikanischer Gasfabrik: Dutzende Tote und Verletzte Zur Großansicht
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Brandbekämpfung in mexikanischer Gasfabrik: Dutzende Tote und Verletzte

Mexiko-Stadt - Die Explosion wurde offenbar durch eine undichte Leitung ausgelöst: Mindestens 26 Menschen sind in einem Gaslager des mexikanischen Staatsunternehmens Petroleos Mexicanos (Pemex) in Reynosa getötet worden, 46 wurden verletzt. Das bestätigte der Generaldirektor des Unternehmens, Juan José Suárez Coppel.

Vier der getöteten Arbeiter waren Angestellte des Unternehmens, die anderen für Subunternehmer tätig, teilte Pemex über Twitter mit. Sieben Arbeiter werden noch vermisst, wie die Tageszeitung "La Jornada" berichtete. Die mexikanischen Behörden evakuierten aus Sicherheitsgründen Farmen und Häuser in einem Umkreis von fünf Kilometern. Auch eine nahegelegene Autobahn wurde gesperrt.

Bei dem Brand handelt es sich um das dritte Unglück bei Pemex seit gut einem Monat: Am 13. August hatte sich ebenfalls im Bundesstaat Tamaulipas eine Explosion in einer Raffinerie ereignet. Am selben Tag geriet zudem eine Pipeline im Bundesstaat Hidalgo im Landesinnern in Brand. Verletzt wurde bei beiden Vorfällen niemand.

Die genaue Ursache für die Explosion am Dienstagvormittag in der Anlage nahe der US-Grenze im Norden des Landes ist noch unklar. Der Unfall habe Messgeräte, eine Pipeline sowie Kontrollventile beschädigt, hieß es. Die Anlage sammelt das in der Region Burgos geförderte Erdgas.

Ölpipelines in der Gegend werden häufig von Menschen angezapft, die den Brennstoff stehlen wollen. Nur selten haben es die Diebe jedoch auf Gas abgesehen. Im Dezember 2010 waren bei einem ähnlichen Vorfall mindestens 28 Menschen ums Leben gekommen, darunter 13 Kinder.

aar/dpa/dapd/FP

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