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Verschollenes Flugzeug: Angehörige von MH370-Passagieren fordern weitere Suche

Ein zweites Wrackteil des Malaysian-Airlines-Flugs 370 könnte aufgetaucht sein, trotzdem soll die Suchaktion nach der verschollenen Maschine bald beendet werden. Angehörige der Passagiere protestieren.

Kurz vor dem zweiten Jahrestag des Verschwindens von Flug MH370 haben Angehörige der Vermissten die Behörden zur Fortsetzung der Suchmaßnahmen aufgerufen. "Sie sollten nicht aufgeben und diesen Fall einfach als ungelöstes Rätsel zu den Akten legen", erklärte die Hinterbliebenen-Organisation Voice370. Die Suche könne auch einen Beitrag zur Sicherheit im Luftverkehr leisten, falls die Ursache des Unglücks entdeckt würde.

Die von Australien koordinierte Suche nach dem verschollenen Flugzeug im Indischen Ozean soll nach bisherigen Planungen im Juli eingestellt werden, falls sie bis dahin keine neuen Ergebnisse bringt. Trotz großangelegter Suchaktionen ist bis heute rätselhaft, wo die Maschine der Malaysia Airlines geblieben ist.

Erst vor wenigen Tagen hatte ein amerikanischer Tourist ein 90 mal 70 Zentimeter große Wrackteil an einem Strand Mosambiks entdeckt, das vermutlich zu der Boeing 777 gehörte. Das Bruchstück, bei dem es sich anscheinend um einen Teil der Außenhaut handelt, soll nun in Australien von Experten untersucht werden, wie der australische Verkehrsminister Darren Chester mitteilte.

Mutmaßliches MH370-Wrackteil Zur Großansicht
REUTERS/ Australian Transport Safety Bureau

Mutmaßliches MH370-Wrackteil

Mosambik sei nach allen Strömungsmodellen ein plausibler Fundort für Wrackteile, wenn die Maschine wie angenommen rund 2000 Kilometer westlich von Perth abgestürzt sein sollte, sagte Chester. Der ostafrikanische Staat liegt 2000 Kilometer weiter westlich als die Insel La Réunion, wo im vergangenen Juli eine Flügelkappe angespült wurde. Experten sind sich sicher, dass sie zu MH370 gehört.

Der Fall ist eines der größten Rätsel der Luftfahrtgeschichte. Am 8. März 2014 war das Flugzeug auf der Reise von Kuala Lumpur nach Peking mit 239 Menschen an Bord aus bislang ungeklärter Ursache von den Radarschirmen verschwunden. Offenbar stürzte die Maschine im Indischen Ozean ab. Die australische Regierung teilte im Dezember mit, man sei zuversichtlich, die Überreste bis zum Juni zu finden.

Trotz der anhaltenden Suche in einem 80.000 Quadratkilometer großem Seegebiet gab es seit dem Fund der Flügelklappe aber keine weitere gesicherte Spur von dem Flugzeugwrack. Im Januar war in Thailand ein Wrackteil gefunden worden. Doch Vermutungen, es könne zu der verschollenen Beoing gehören, bestätigten sich später nicht.

mxw/AFP/dpa

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