Verschollene Boeing Unterwasser-Drohnen suchen nach Flug MH370

Seit sechs Monaten wird Flug MH370 vermisst - nun geht die Fahndung nach der verschollenen Boeing der Malaysia Airlines in eine neue Phase: Spezialschiffe mit Unterwasserdrohnen sind von Sonntag an im Einsatz.

AFP PHOTO / FUGRO

Sydney - Im Indischen Ozean geht die Suche nach dem im März verschollenen Flug MH370 in die nächste Etappe. Am Sonntag sollen laut der australischen Regierung zwei Spezialschiffe in dem neu eingegrenzten Gebiet eintreffen und die Suche nach dem Wrack der Boeing 777 aufnehmen. Die Regierungen Australiens und Malaysias hatten sich Anfang September endgültig auf die umfangreiche Aktion geeinigt.

Von Sonntag an soll den Angaben zufolge das von Malaysia beauftragte Spezialforschungsschiff "GO Phoenix" eintreffen. Das US-Schiff wird zunächst für zwölf Tage im Einsatz sein und dann ins australische Fremantle fahren, um seine Vorräte aufzufüllen.

Australien hatte die niederländische Firma Fugro Survey mit der weiteren Suche beauftragt. Ebenfalls am Sonntag soll deren Schiff "Fugro Discovery" Fremantle erreichen, um sich von dort aus dem Sucheinsatz anzuschließen. Ein drittes Schiff, die "Fugro Equator", ist bereits seit Juni im Indischen Ozean unterwegs, um den Meeresboden im Suchgebiet zu kartieren. Es soll sich von Ende Oktober an den anderen beiden Schiffen anschließen.

3D-Darstellung des Indischen Ozeans: Suchgebiet auf 60.000 Quadratkilometer eingegrenzt
DPA

3D-Darstellung des Indischen Ozeans: Suchgebiet auf 60.000 Quadratkilometer eingegrenzt

Die Schiffe verfügen über ein Spezialsonar und Unterwasser-Drohnen, die Täler und Berge in bis zu sechs Kilometern Meerestiefe nach möglichen Wrackteilen absuchen und filmen. In den vergangenen Monaten waren technische Analysen vorgenommen und der Meeresboden kartiert worden, um das gewaltige Gebiet auf ein Areal einzuschränken, in dem die Maschine der Malaysia Airlines abgestürzt sein könnte.

Das neu definierte Gebiet, "siebter Bogen" genannt, liegt 1500 Kilometer südlich von Perth und erstreckt sich über 60.000 Quadratkilometer in einem schmalen, aber langen Bogen. Der Verlauf entspricht den Kontakten, die es mit dem Flugzeug gab, bevor es ganz verschwand.

Flug MH370 war am 8. März kurz nach dem Start in Kuala Lumpur Richtung Peking mit 239 Menschen an Bord vom Radar verschwunden. Ein Absturz im südlichen Indischen Ozean gilt als wahrscheinlichstes Szenario.

fdi/dpa

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insgesamt 50 Beiträge
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Seite 1
2013hm 04.10.2014
1. aus irgendwelchen Gründen starben beide Piloten
und der Flieger flog bis Sprit alle war...Es wäre ein Wunder rauszufinden weswegen sie starben
ffmfrankfurt 04.10.2014
2. Auf auf
ihr Verschwörungstheoretiker!! Hier ists langweilig - fangt schon an mit den Lösungsansätzen!! Hoffe für die Angehörigen, dass sie das Wrack bald finden.
Toleranz&Meinungsfreiheit 04.10.2014
3. .
Zitat von 2013hmund der Flieger flog bis Sprit alle war...Es wäre ein Wunder rauszufinden weswegen sie starben
Meinst du? An einen technischen defekt glaube ich zwar auch nicht aber dass gleich beide Piloten sterben erscheint mir noch unwahrscheinlicher. Und obwohl einer der Piloten Moslem war, ist es unwahrscheinlich anzunehmen, dass dieser hinaus auf den indischen Ozean fliegt um dort die Maschine verschwinden zu lassen. Ich habe keine mögliche Erklärung und hoffe, dass das Rätsel noch zu meinen Lebzeiten gelöst wird (und ich die Lösung mitbekomme ;-) )
sl1000 04.10.2014
4. es kann doch kaum sein..
das ein flugzeug eine bruchlandung auf dem wasser macht und in einem rutsch untergeht. Da müssten doch irgendwann Trümmer teile auftauchen.
reever_de 04.10.2014
5. Die Suche...
Mal wieder... zumindest der Meeresboden ist nun mal richtig vermessen worden. Wenigstens ein Erfolg...
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